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Und Nietzsche Weinte


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Rezension von

Lea Siman

Und Nietzsche Weinte Ausgerechnet im Italienurlaub wird der angesehene Internist Josef Breuer mit einer außergewöhnlichen Bitte der jungen Russin Lou Salomo konfrontiert: Die Rettung der deutschen Philosophie… Lou Salomo drängt Breuer dazu, den suizidgefährdeten Friedrich Nietzsche, ohne dessen Wissen, mit Hilfe einer neuen Behandlungsmethode, der sog. Redekur, zu behandeln um ihn von seinem Leiden zu kurieren. Mit der Einwilligung Breuers beginnen eine Reihe von therapeutischen Begegnungen zwischen ihm und Friedrich Nietzsche, die die Anfänge der Psychoanalyse erahnen lassen. Der Verlauf der Begegnungen, die verbalen Schlagabtausche Breuers und Nietzsches, deren Suche nach der Sinnhaftigkeit des Daseins und der Ergründung verborgener Bedürfnisse und deren Ursache, nehmen für die beiden Protagonisten überraschende Wendungen… Ein neu angelegtes Beziehungsgeflecht von historischen Persönlichkeiten, die alle zur gleichen Zeit existiert haben, jedoch nicht in der Weise in Verbindung standen wie im Buch dargestellt. Die durch ureigene menschliche Bedürfnisse, wie Hilfsbedürftigkeit, Liebe, Leid und Schmerz verbundenen Personen Lou Salomo, Friedrich Nietzsche, Siegmund Freud und Josef Breuer bilden Yaloms wichtigste Akteure auf einer Reise ins Wien des ausgehenden 19 Jahrhunderts und in die Anfänge der Psychoanalyse. Die fiktionalen Schnittstellen der Begegnungen, ihre Qualität und die Verbindung mit geschichtlichen Ereignissen jener Zeit sind so fein gestaltet, dass sie so durchaus hätten vorkommen können. An Charme und Lebendigkeit gewinnt das Buch nicht zuletzt durch Yaloms Recherchen, die die originären Berichte und Überlieferungen der Personen, geschickt zu einem wesentlichen Teil der Geschichte werden lassen, die die menschliche Begegnung als thematischen Schwerpunkt in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt. Mit seinem Roman ist Irvin D. Yalom ein kleines Kunstwerk gelungen – absolut lesenswert! „Und Nietzsche weinte“ wurde basierend auf Yaloms Romanvorlage aus dem Jahr 1996, 2007 von Pinchas Perry verfilmt.

Ausgerechnet im Italienurlaub wird der angesehene Internist Josef Breuer mit einer außergewöhnlichen Bitte der jungen Russin Lou Salomo konfrontiert: Die Rettung der deutschen Philosophie…

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rezensiert seit
Buchtitel
1
05.01.2010

Lou Salomo drängt Breuer dazu, den suizidgefährdeten Friedrich Nietzsche, ohne dessen Wissen, mit Hilfe einer neuen Behandlungsmethode, der sog. Redekur, zu behandeln um ihn von seinem Leiden zu kurieren. Mit der Einwilligung Breuers beginnen eine Reihe von therapeutischen Begegnungen zwischen ihm und Friedrich Nietzsche, die die Anfänge der Psychoanalyse erahnen lassen. Der Verlauf der Begegnungen, die verbalen Schlagabtausche Breuers und Nietzsches, deren Suche nach der Sinnhaftigkeit des Daseins und der Ergründung verborgener Bedürfnisse und deren Ursache, nehmen für die beiden Protagonisten überraschende Wendungen…

Ein neu angelegtes Beziehungsgeflecht von historischen Persönlichkeiten, die alle zur gleichen Zeit existiert haben, jedoch nicht in der Weise in Verbindung standen wie im Buch dargestellt. Die durch ureigene menschliche Bedürfnisse, wie Hilfsbedürftigkeit, Liebe, Leid und Schmerz verbundenen Personen Lou Salomo, Friedrich Nietzsche, Siegmund Freud und Josef Breuer bilden Yaloms wichtigste Akteure auf einer Reise ins Wien des ausgehenden 19 Jahrhunderts und in die Anfänge der Psychoanalyse. Die fiktionalen Schnittstellen der Begegnungen, ihre Qualität und die Verbindung mit geschichtlichen Ereignissen jener Zeit sind so fein gestaltet, dass sie so durchaus hätten vorkommen können. An Charme und Lebendigkeit gewinnt das Buch nicht zuletzt durch Yaloms Recherchen, die die originären Berichte und Überlieferungen der Personen, geschickt zu einem wesentlichen Teil der Geschichte werden lassen, die die menschliche Begegnung als thematischen Schwerpunkt in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt.

Mit seinem Roman ist Irvin D. Yalom ein kleines Kunstwerk gelungen – absolut lesenswert!

„Und Nietzsche weinte“ wurde basierend auf Yaloms Romanvorlage aus dem Jahr 1996, 2007 von Pinchas Perry verfilmt.

geschrieben am 05.01.2010 | 273 Wörter | 1779 Zeichen

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