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Der Wein des KGB


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Rezension von

Blumen Fee'57

Der Wein des KGB Wenn jeder schuldig ist, ist niemand schuldig. Mit dieser italienischen Redensart beginnt Paul Grote seinen Roman, der aktuell sehr interessant und brisant zugleich ist. Der Liebhaber von Action- Krimis wird sich hier vielleicht nicht so wohl fĂŒhlen, sollte er aber, den Action und die Spannung fordern unser Mitdenken auch zum Schluss, der uns die Aufgabe gibt, nicht nur das Buch zur Seite zu legen, sondern ĂŒber unser Leben, unsere hĂ€ufige Selbstverliebtheit in unsere Lebensweise und unseren Wohlstand nachzudenken. Paul Grote zeichnet in seinem Roman ein schonungsloses Bild von den LebensumstĂ€nden der Menschen in RumĂ€nien, einem von uns eher selten auf der Karte aufgesuchtem Land. Das Bild von einer Frau, die ihr Leben in einem Autowrack fristet, wird der Hauptheld der Geschichte- Martin Bongers- nicht wieder los. Er soll inkognito fĂŒr einen undurchsichtigen Auftraggeber in RumĂ€nien nach FlĂ€chen fĂŒr den Weinanbau suchen, die der Investor dann kaufen und fĂŒr ihn gewinnbringend bewirtschaften will. Martin lĂ€sst sich zu dieser Reise ĂŒberreden und muss dann sehr schnell feststellen, dass sie ihn zwischen alle politischen StĂŒhle geraten lĂ€sst. UnzuverlĂ€ssige Dolmetscher, die sich als Spione von Politikern erweisen, vermeintliche Freunde, die sich immer wieder als Menschen zeigen, die es wirklich nicht sind. Martin hat es schwer, an seiner eigentlichen Aufgabe zu arbeiten, ohne seine wahre IdentitĂ€t preiszugeben. Am Ende seiner Reise gerĂ€t er sogar in große Gefahr, aus der er nur noch mit Hilfe von wirklichen Freunden und ehrlichen Menschen entkommen kann. Das Ende der Geschichte ist so verblĂŒffend wie einfach- fĂŒr einen Menschen wie Martin sicher nicht zu begreifen, aber bei Geheimdiensten und in politischen Kreisen scheinen die Uhren doch anders zu gehen. Grote beweist mit diesem Buch, dass er einerseits ein Kenner dieser Materie ist, was sich sicher aus seiner TĂ€tigkeit als Journalist ergibt. In eben dieser Art Ă€ußert er sich sehr offen zu den politischen UmstĂ€nden in einigen Teilen unserer Welt, aber hier soll nicht zu viel verraten werden. Gleichzeitig gelingt es ihm, Figuren in der Story zu entwickeln, die interessant und zugleich emotional starke Charaktere darstellen. Dieses Buch ist allen zu empfehlen, die lesen, um mehr als unterhalten zu werden. Übrigens, eine EinfĂŒhrung in die Weinkunde gibt es dabei gratis.

Wenn jeder schuldig ist, ist niemand schuldig. Mit dieser italienischen Redensart beginnt Paul Grote seinen Roman, der aktuell sehr interessant und brisant zugleich ist. Der Liebhaber von Action- Krimis wird sich hier vielleicht nicht so wohl fĂŒhlen, sollte er aber, den Action und die Spannung fordern unser Mitdenken auch zum Schluss, der uns die Aufgabe gibt, nicht nur das Buch zur Seite zu legen, sondern ĂŒber unser Leben, unsere hĂ€ufige Selbstverliebtheit in unsere Lebensweise und unseren Wohlstand nachzudenken.

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Paul Grote zeichnet in seinem Roman ein schonungsloses Bild von den LebensumstĂ€nden der Menschen in RumĂ€nien, einem von uns eher selten auf der Karte aufgesuchtem Land. Das Bild von einer Frau, die ihr Leben in einem Autowrack fristet, wird der Hauptheld der Geschichte- Martin Bongers- nicht wieder los. Er soll inkognito fĂŒr einen undurchsichtigen Auftraggeber in RumĂ€nien nach FlĂ€chen fĂŒr den Weinanbau suchen, die der Investor dann kaufen und fĂŒr ihn gewinnbringend bewirtschaften will. Martin lĂ€sst sich zu dieser Reise ĂŒberreden und muss dann sehr schnell feststellen, dass sie ihn zwischen alle politischen StĂŒhle geraten lĂ€sst. UnzuverlĂ€ssige Dolmetscher, die sich als Spione von Politikern erweisen, vermeintliche Freunde, die sich immer wieder als Menschen zeigen, die es wirklich nicht sind. Martin hat es schwer, an seiner eigentlichen Aufgabe zu arbeiten, ohne seine wahre IdentitĂ€t preiszugeben. Am Ende seiner Reise gerĂ€t er sogar in große Gefahr, aus der er nur noch mit Hilfe von wirklichen Freunden und ehrlichen Menschen entkommen kann. Das Ende der Geschichte ist so verblĂŒffend wie einfach- fĂŒr einen Menschen wie Martin sicher nicht zu begreifen, aber bei Geheimdiensten und in politischen Kreisen scheinen die Uhren doch anders zu gehen.

Grote beweist mit diesem Buch, dass er einerseits ein Kenner dieser Materie ist, was sich sicher aus seiner TĂ€tigkeit als Journalist ergibt. In eben dieser Art Ă€ußert er sich sehr offen zu den politischen UmstĂ€nden in einigen Teilen unserer Welt, aber hier soll nicht zu viel verraten werden. Gleichzeitig gelingt es ihm, Figuren in der Story zu entwickeln, die interessant und zugleich emotional starke Charaktere darstellen.

Dieses Buch ist allen zu empfehlen, die lesen, um mehr als unterhalten zu werden. Übrigens, eine EinfĂŒhrung in die Weinkunde gibt es dabei gratis.

geschrieben am 23.08.2009 | 359 Wörter | 2022 Zeichen

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