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Bücher

Lappalie


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  • 2623 Aufrufe

Informationen zum Buch
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Rezension von

Jörg Meischberger

Lappalie Jasmin ist zu beneiden. Sie liebt ihren Halbtagsjob als Regalauffüllerin im Superbiomarkt, ihre Chefin ist ihre beste Freundin, und privat ist sie mit Henrik, einem erfolgreichen Schriftsteller verheiratet. Doch der schöne Schein trügt. Seit jener Silvesternacht, als Jasmin einen Moment nicht aufpasste und ihr Schwiegervater die Situation ausnutzte, ist Jasmins Liebesleben ein Spießrutenlauf. Wie gerne würde sie Henrik erzählen, was damals in der Küche seines Vaters geschah, doch während Jasmin noch über die richtigen Worte grübelt, muss sie entdecken, dass ihr Ehemann den Studentinnen seines Schreibkurses längst mehr beibringt, als nur die korrekte Grammatik. Und dann ist da noch Sven, ihr Schwager, der seit der Hochzeit in sie verliebt ist ... Zugegeben, die Inhaltsangabe von LAPPALIE liest sich auf den ersten Blick wie ein lockerleichter Frauenroman, doch die Geschichte ist gespickt mit kleinen und großen Pannen, mit Gefühlen, Zweifeln, Streitereien, bissigen Kommentaren, Missverständnissen und natürlich mit Liebe. Kirsten Marohn wählt für ihre Geschichten gerne ein ungewöhnliches Setting, ob es die Liebe zwischen einem geistig behinderten Mann und einer selbstmordgefährdeten Frau ist wie in ihrem Roman BUNTE FISCHE, oder die Beziehung zwischen einem älteren Mann und einer jungen Anhalterin in POLARLICHT – Kirsten Marohns Geschichten heben sich angenehm von den anderen, alltäglichen Geschichten aus dem Belletristikbereich ab. Ihr Stil ist locker und witzig, und er begeistert den Leser, der Seite um Seite mitfiebert, um an einem neuem Kapitel in Jasmins chaotischem Leben teilzuhaben. Ein weiterer heimlicher Held ist der Hund Flocke, der in aussagekräftigen Bildern seine (Denk-)Kommentare zu seinem turbulenten Frauchen abgibt. Beim Lesen von LAPPALIE offenbart sich einiges an Tiefgang. Als Leser verfolgt man amüsiert und betroffen die Ereignisse, die sich um Jasmin abspielen und bleibt bis zum Schluss gebannt am Ball. Eine lockere, teilweise zartbittere, aber niemals zu schwere Urlaubslektüre, die sich lohnt. Alles in allem ein rundum lesenswertes und unterhaltsames Debüt einer Autorin, von der man hoffentlich noch viel lesen wird.

Jasmin ist zu beneiden. Sie liebt ihren Halbtagsjob als Regalauffüllerin im Superbiomarkt, ihre Chefin ist ihre beste Freundin, und privat ist sie mit Henrik, einem erfolgreichen Schriftsteller verheiratet. Doch der schöne Schein trügt.

weitere Rezensionen von Jörg Meischberger

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rezensiert seit
Buchtitel
1
13.07.2008

Seit jener Silvesternacht, als Jasmin einen Moment nicht aufpasste und ihr Schwiegervater die Situation ausnutzte, ist Jasmins Liebesleben ein Spießrutenlauf. Wie gerne würde sie Henrik erzählen, was damals in der Küche seines Vaters geschah, doch während Jasmin noch über die richtigen Worte grübelt, muss sie entdecken, dass ihr Ehemann den Studentinnen seines Schreibkurses längst mehr beibringt, als nur die korrekte Grammatik. Und dann ist da noch Sven, ihr Schwager, der seit der Hochzeit in sie verliebt ist ...

Zugegeben, die Inhaltsangabe von LAPPALIE liest sich auf den ersten Blick wie ein lockerleichter Frauenroman, doch die Geschichte ist gespickt mit kleinen und großen Pannen, mit Gefühlen, Zweifeln, Streitereien, bissigen Kommentaren, Missverständnissen und natürlich mit Liebe. Kirsten Marohn wählt für ihre Geschichten gerne ein ungewöhnliches Setting, ob es die Liebe zwischen einem geistig behinderten Mann und einer selbstmordgefährdeten Frau ist wie in ihrem Roman BUNTE FISCHE, oder die Beziehung zwischen einem älteren Mann und einer jungen Anhalterin in POLARLICHT – Kirsten Marohns Geschichten heben sich angenehm von den anderen, alltäglichen Geschichten aus dem Belletristikbereich ab. Ihr Stil ist locker und witzig, und er begeistert den Leser, der Seite um Seite mitfiebert, um an einem neuem Kapitel in Jasmins chaotischem Leben teilzuhaben. Ein weiterer heimlicher Held ist der Hund Flocke, der in aussagekräftigen Bildern seine (Denk-)Kommentare zu seinem turbulenten Frauchen abgibt.

Beim Lesen von LAPPALIE offenbart sich einiges an Tiefgang. Als Leser verfolgt man amüsiert und betroffen die Ereignisse, die sich um Jasmin abspielen und bleibt bis zum Schluss gebannt am Ball. Eine lockere, teilweise zartbittere, aber niemals zu schwere Urlaubslektüre, die sich lohnt. Alles in allem ein rundum lesenswertes und unterhaltsames Debüt einer Autorin, von der man hoffentlich noch viel lesen wird.

geschrieben am 13.07.2008 | 312 Wörter | 1885 Zeichen

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