
| ISBN | 3442461731 | |
| Autor | Joy Fielding | |
| Verlag | Goldmann | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 352 | |
| Erscheinungsjahr | 2006 | |
| Extras | - |

Die Krankenschwester Terry Painter fĂŒhrt seit dem Tod ihrer Mutter ein sehr zurĂŒckgezogenes Leben in einer kleinen Stadt in Florida. Daher vermietet sie das kleine HĂ€uschen in ihrem Garten an die junge Alison, nachdem die vorherige Vermieterin verschwand ohne ihre Monatsmieten zu zahlen. Alison bringt Unruhe in das geregelte Leben ihrer Vermieterin. Sie bringt Terry dazu, gemeinsam zu kochen und viel zu unternehmen. Anfangs strĂ€ubt sich Terry, doch nach und nach gefallen ihr die ungewohnten AktivitĂ€ten und Alisons Gesellschaft und es entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden Frauen.

Doch nach und nach entsteht bei Terry jedoch der Eindruck, dass Alison etwas vor ihr verbirgt und so beginnt sie, hinter der neuen Freundin hinterher zu spionieren. Dabei findet sie ein Tagebuch mit seltsamen EintrĂ€gen. Und auch der junge Mann, der sich als Alisons Bruder vorstellt, erscheint ihr suspekt. FĂŒhrt die neue Freundin etwa etwas gegen sie im Schilde?
Terry fĂŒhlt sich immer mehr beobachtet und hat langsam das GefĂŒhl, dass sie ein infames Katz-und-Maus-Spiel geraten ist. Doch wie endet dieses Spiel? ...
Wieder einmal hat Joy Fielding ein wahres Meisterwerk vollbracht! Wie die New York Times bereits ansprach, âgibt es kein Entrinnen, wenn man dieses Buch in die Hand genommen hatâ und mit dieser Meinung steht sie nicht alleine.
Ich kann allen Thriller-Fans âSchlaf nicht, wenn es dunkel istâ nur empfehlen. Immer wieder denkt man als Leser, man sei auf der richtigen Spur, hĂ€tte das Geheimnis um die Aktanten gelĂŒftet und immer wieder passiert etwas Unvorhergesehenes. Das Ende, das ich an dieser Stelle natĂŒrlich nicht verraten will, schockiert einen geradezu.
Mit der Krankenschwester Terry Painter assoziiert man von Anfang an sehr sympathische GefĂŒhle. Die unverheiratete Frau, die ganz in ihrem Job auf geht, da sie ihre Mutter verloren hat, keine Familie besitzt und allein ihr ihrem Haus lebt, lockt dem Leser schon fast wieder GefĂŒhle des Mitleids hervor. Umso mehr freut man sich fĂŒr Terry, als sie die lebenslustige Alison kennen lernt. Diese wird von Fielding sehr attraktiv und sympathisch beschrieben, doch im laufe des Buches kommen im Zusammenhang mit der jungen Frau Fakten und Erlebnisse ans Licht, die einen immer wieder zweifeln lassen, ob Alison jetzt gut oder böse ist. Diese Frage stellt sich bis zum Ende. Ist Alison darauf bedacht, Terry auszunehmen oder bildet diese sich da bloĂ ein? Aber wie kommt es immer wieder zu seltsamen ZufĂ€llen, die Terrys Verdacht nur bestĂ€rken.
In ihrem Buch bleibt Fielding sehr realistisch und anschaulich. Sie bringt dem Leser die Welt einer einsamen Frau nÀher, die Alisons Lebenslustigkeit als einen Strohhalm sieht, wieder aktiv am Leben teilzunehmen.
Der Showdown am Ende lĂ€sst jedoch jeden Leser verblĂŒffen. Und so zeigt sich: Joy Fielding spielt in diesem Buch nicht nur mit Terry Painter Katz und Maus, sondern auch mit dem Leser, der nach einiger Zeit selber nicht mehr weiĂ, wem er glauben soll.
geschrieben am 02.03.2007 | 468 Wörter | 2536 Zeichen
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