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Die Totengräberin


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Rezension von

Johanna Paik

Die Totengräberin Sabine Thiesler brachte mit der Totengräberin einen Roman heraus, der sich von allen bisher dagewesenen unterscheidet. Nicht wie in vielen anderen Krimis ist hier der Leser auf der Suche nach dem Mörder, sondern begleitet die Mörderin selbst bei ihren grausamen Taten. Magda Tillmann ist glücklich verheiratet. Doch ab dem Moment, als ihr Mann sie betrügt „ist das Leben vorbei“, wie Magda schon als Kind von ihrer Mutter gelernt hat. So wird der Leser schon im ersten Kapitel Zeuge des Mordes an Johannes. Unter einem Olivenbaum vergräbt Magda die Leiche im Garten ihres gemeinsamen Ferienhauses in der Toskana. Hier wollte Johannes neu mit seiner Frau beginnen und hoffte, sie würde ihm die Affäre in Berlin verzeihen, da er sich ja nun für sie entschied. Doch soll für Johannes seine Ankunft in La Roccia, dem Feriendomizil, zum Ende seines Lebens werden. Als Erklärung für sein Verschwinden gibt Magda an, ihr Mann sei nach Rom gereist und nicht mehr zurückgekommen. Nach einer Zeit merkt der Leser, dass Magda selbst die Geschichte glaubt, die sie als Notlüge allen Freunden und Bekannten im Ort erzählt. So beginnt sie nach Johannes zu suchen, da sie ihren Mann vermisst und über alles liebt. Sie hat den von ihr begangenen Mord so gut verdrängt, dass sie in ihrem Schwager Lukas ihren Mann zu erkennen glaubt und mit ihm nach La Roccia zurückkehrt. Für Lukas, der schon seit Jahren in Magda verleibt ist, scheint ein Traum in Erfüllung gegangen zu sein. Doch was für ihn als Traum beginnt, entpuppt sich schon bald als Albtraum. Da man schon zu Beginn des Buches erfährt, wer Johannes umgebracht hat, fragt man sich zu Recht, warum noch weiterlesen? Doch macht nicht die Suche nach dem Mörder die Geschichte so spannend, sondern die Entwicklung Magdas von einer gewöhnlichen, liebenden Ehefrau zu einer Wahnsinnigen, deren Handlungen für den Leser stets unvorhersehbar sind. Sicher ist man sich als Leser aber darin, dass auch für Lukas das Glück mit Magda nicht ewig währen kann. Zumal er im Laufe des Krimis selbst entdeckt, wer seinen Bruder umgebracht hat. Ab diesem Punkt kann man seine Handlungen nur schwer nachvollziehen. Warum er trotz allem bei Magda bleibt, und ihr dann auch noch selbst erzählt, dass er sie betrog, bleibt bis zum Schluss für viele ein Rätsel. Spannend ist dieser Roman aber allemal. Die Charaktere sind hervorragend dargestellt und bis auf Lukas´ törichtes und unüberlegtes Handeln ist das Buch in sich logisch und schlüssig.

Sabine Thiesler brachte mit der Totengräberin einen Roman heraus, der sich von allen bisher dagewesenen unterscheidet. Nicht wie in vielen anderen Krimis ist hier der Leser auf der Suche nach dem Mörder, sondern begleitet die Mörderin selbst bei ihren grausamen Taten.

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Als Erklärung für sein Verschwinden gibt Magda an, ihr Mann sei nach Rom gereist und nicht mehr zurückgekommen. Nach einer Zeit merkt der Leser, dass Magda selbst die Geschichte glaubt, die sie als Notlüge allen Freunden und Bekannten im Ort erzählt. So beginnt sie nach Johannes zu suchen, da sie ihren Mann vermisst und über alles liebt. Sie hat den von ihr begangenen Mord so gut verdrängt, dass sie in ihrem Schwager Lukas ihren Mann zu erkennen glaubt und mit ihm nach La Roccia zurückkehrt. Für Lukas, der schon seit Jahren in Magda verleibt ist, scheint ein Traum in Erfüllung gegangen zu sein. Doch was für ihn als Traum beginnt, entpuppt sich schon bald als Albtraum.

Da man schon zu Beginn des Buches erfährt, wer Johannes umgebracht hat, fragt man sich zu Recht, warum noch weiterlesen? Doch macht nicht die Suche nach dem Mörder die Geschichte so spannend, sondern die Entwicklung Magdas von einer gewöhnlichen, liebenden Ehefrau zu einer Wahnsinnigen, deren Handlungen für den Leser stets unvorhersehbar sind. Sicher ist man sich als Leser aber darin, dass auch für Lukas das Glück mit Magda nicht ewig währen kann. Zumal er im Laufe des Krimis selbst entdeckt, wer seinen Bruder umgebracht hat. Ab diesem Punkt kann man seine Handlungen nur schwer nachvollziehen. Warum er trotz allem bei Magda bleibt, und ihr dann auch noch selbst erzählt, dass er sie betrog, bleibt bis zum Schluss für viele ein Rätsel.

Spannend ist dieser Roman aber allemal. Die Charaktere sind hervorragend dargestellt und bis auf Lukas´ törichtes und unüberlegtes Handeln ist das Buch in sich logisch und schlüssig.

geschrieben am 29.01.2009 | 403 Wörter | 2099 Zeichen

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