
| ISBN | 3426511274 | |
| Autor | Daniela Winterfeld | |
| Verlag | Knaur Taschenbuch Verlag | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 528 | |
| Erscheinungsjahr | 2013 | |
| Extras | - |

Wer kennt sie nicht, die MĂ€rchen der BrĂŒder Grimm? Hier ist von Hexen, schönen Prinzessinnen und mutigen Prinzen die Rede. Doch kaum einer denkt an die Waldgeister wie Rumpelstilzchen oder die Nixe im Teich. Und genau um solche Figuren geht es in diesem Buch. Was, wenn es diese MĂ€rchenfiguren wirklich gab?

Auch die 19-jĂ€hrige Fina kennt diese MĂ€rchen. Seit Jahren zieht sie mit ihrer Mutter umher, immer den Sommer nach und nie lĂ€nger als ein paar Monate am selben Ort. Sie kennt es nicht anders und weiĂ auch, dass es notwendig ist, um von ihrem Vater zu fliehen, der sie entfĂŒhren will. Doch sehnt sie sich nach einem festen Zuhause, nach einem Ort, an den sie immer zurĂŒckkommen kann. Daher beschlieĂt sie nach ihrem Schulabschluss ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu studieren.
Als Fina herausfindet, dass ihre Mutter Kontakt zu ihrem Vater hat, und sie jahrelang belogen wurde, packt sie kurzentschlossen ihre wenigen Habseligkeiten und reist zu ihrer Oma in die LĂŒneburger Heide.
Erst einmal war sie hier in der alten MĂŒhle ihrer GroĂeltern, als ihr GroĂvater starb. Von nun an genieĂt Fina ihre neugewonnene Freiheit und erkundet die Gegend. Vor allem das Moor zieht sie in ihren Bann und als sie aus Unbedachtheit zu ertrinken droht, wird sie von einem hĂŒbschen jungen Mann gerettet, der behauptet im Moor zu leben. Wer ist der unbekannte Schönling? Und wer ist der grausame kleine Herr, von dem er erzĂ€hlt?
Anfangs war es nicht leicht, sich in die Geschichte einzufinden. ZunĂ€chst trottet die Handlung so dahin und es mag keine rechte Spannung aufkommen. Nach einem guten Drittel Ă€ndert sich das jedoch und man wird als Leser fĂŒr seine Geduld belohnt. Nun fiebert man mit, ob Fina dem Herrn entkommen kann, oder ob er doch die MĂŒllerstochter, die ihm versprochen wurde, bekommt. Die Personen sind sehr gut beschrieben, so dass man sich ein genaues Bild machen kann. Keiner ist grundsĂ€tzlich gut oder böse. Die Grenzen verschwimmen und machen dadurch die Geschichte realistisch, auch wenn man sich bewusst ist, dass sie teilweise in einer Phantasiewelt spielt. Wo diese aber endet, bleibt jedem selbst ĂŒberlassen.
FĂŒr MĂ€rchenliebhaber und auch Leser des Fantasy-Genres ist dieses Buch sehr zu empfehlen.
geschrieben am 13.08.2015 | 366 Wörter | 1886 Zeichen
Kommentare zur Rezension (0)
Platz für Anregungen und Ergänzungen