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Feind


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Rezension von

Magdalena Kneisel

Feind Gnadenloses Versagen spiegelt sich in der Geschichte der um die Mondschwerter, deren Aufgabe es ist, die Priesterinnen der Mondschwestern und das Reich vor den dunklen Schattenherren zu schützen. Dabei steht Helion als neues Mondschwert im Mittelpunkt des Buches, dem die Dekadenz der amtierenden Mondschwerter bis ins höchste Maße missfällt. Er verliebt sich in Ajina, eine Priesterin und im Laufe des Buches entwickelt sich eine Liebschaft zwischen den Beiden, die allerdings erst nach langem Ringen reift, als Helion seine Gefühle zu lässt. Denn dummerweise ist Ajina nicht irgendeine Priesterin, sondern Tochter Mondranels – jenes Mannes, der mit einem dunklen Packt mit dem Schattenherren seine erste Tochter, Lióla, als Preis für sein magisches Wissen hingab und somit die Menschheit verriet. Auf der dunklen Seite der Machst stehen demgegenüber Lióla, die sich mit Herz und Verstand den Schattenherren verschrieben hat, und deren Führungselite: Lisanne, eine hochrangige Person der Schattenhierarchie und der SCHATTENKÖNIG HIMSELF – ELIEN VITAN. Daneben gibt es im Laufe der Geschichte nach eine Vielzahl von Haupt- und Nebencharakteren, die aber alle nacheinander entweder im Nichts der Geschichte verschwinden oder auf die eine oder andere Art und Weise sterben. Unvergleichlich zäh zieht sich die Geschichte hin – erst wird auf unzähligen Seiten ein Anfang in den Plot versucht – das „BAM!“-mittendrin Gefühl des ersten Kapitels kann sich nicht halten. Zwar ist die Story und die Welt in großen Teilen gut ausgedacht, das Religionssystem bleibt leider etwas undurchsichtig und die Faye – ein altertümliches Volk als Relikt vergangener Zeiten – wirken extrem deplaziert in dieser Welt. Was sie ja von ihrer Geschichte auch sind, aber leider erscheinen sie eher als noch zu bringendes phantastisches Element, denn als zwangsweise für den Geschichtsverlauf notwendig. Was die Geschichte vor allem ausmacht, ist ein hohes Maß an Brutalität und Gewaltszenen, die nüchtern beschrieben werden. Zwar nicht sonderlich ausschmückend, aber mit abgerissenen Köpfen und verstümmelten Menschen muss sich der Leser bei dem Buch einstellen. Dies ist zwar bei großen Endschlachten irgendwie zu erwarten, aber die Notwendigkeit von Lebensessenz, die aus Gefühlen der Angst und Furcht entsteht (vor allem von Kindern), ist mir persönlich zu aufdringlich. Ich habe nichts gegen gut plazierte Bösewichte, die dann auch richtig grausam sein dürfen, aber das ist dann doch selbst mir zu viel des Guten – bzw. des Bösen. Denn das Böse wirkt weniger strategisch planend und spielt mit geheimnisvoller Macht, sondern ist einfach nur langweilig, (fast) unsterblich und Das herausragende an der Story ist jedoch, dass im Laufe des Buches fast alle ProtagonistInnen der guten Seite – bis auf Helion, der allerdings ohne sämtliche Gefühle von den Toten auferweckt wird – am Ende des Buches abgemetzelt wurden und nur die „Bösen“ überleben. Eine interessante Komponente, die aber auch das oben dargestellte angelegte „Böse“ doch nur als zufällige Gewinnerseite dastehen lässt. Zudem ergibt sich durch die Sprache (lange, umständliche Sätze), den Schreibstil (extrem viel erzählender Fließtext) und das gelegentliche Tempushüpfen leider nicht sonderlich viel Lesevergnügen. Fazit: Kann man lesen, muss man aber auch nicht tun. Eine gut angelegte gedankliche Welt, die erst nach und nach alle ihre Facetten entfaltet und dabei leider mit wenigen Überraschungen aufwartet, wird durch die Vielzahl der Figuren zum Verwirr-Spiel für die Leserschaft. Leider kann die Geschichte dabei nur mit einem hohen Maße an Brutalität glänzen – dem Bösen jedoch fehlt es dabei an Raffinesse.

Gnadenloses Versagen spiegelt sich in der Geschichte der um die Mondschwerter, deren Aufgabe es ist, die Priesterinnen der Mondschwestern und das Reich vor den dunklen Schattenherren zu schützen. Dabei steht Helion als neues Mondschwert im Mittelpunkt des Buches, dem die Dekadenz der amtierenden Mondschwerter bis ins höchste Maße missfällt. Er verliebt sich in Ajina, eine Priesterin und im Laufe des Buches entwickelt sich eine Liebschaft zwischen den Beiden, die allerdings erst nach langem Ringen reift, als Helion seine Gefühle zu lässt. Denn dummerweise ist Ajina nicht irgendeine Priesterin, sondern Tochter Mondranels – jenes Mannes, der mit einem dunklen Packt mit dem Schattenherren seine erste Tochter, Lióla, als Preis für sein magisches Wissen hingab und somit die Menschheit verriet.

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Auf der dunklen Seite der Machst stehen demgegenüber Lióla, die sich mit Herz und Verstand den Schattenherren verschrieben hat, und deren Führungselite: Lisanne, eine hochrangige Person der Schattenhierarchie und der SCHATTENKÖNIG HIMSELF – ELIEN VITAN.

Daneben gibt es im Laufe der Geschichte nach eine Vielzahl von Haupt- und Nebencharakteren, die aber alle nacheinander entweder im Nichts der Geschichte verschwinden oder auf die eine oder andere Art und Weise sterben.

Unvergleichlich zäh zieht sich die Geschichte hin – erst wird auf unzähligen Seiten ein Anfang in den Plot versucht – das „BAM!“-mittendrin Gefühl des ersten Kapitels kann sich nicht halten.

Zwar ist die Story und die Welt in großen Teilen gut ausgedacht, das Religionssystem bleibt leider etwas undurchsichtig und die Faye – ein altertümliches Volk als Relikt vergangener Zeiten – wirken extrem deplaziert in dieser Welt. Was sie ja von ihrer Geschichte auch sind, aber leider erscheinen sie eher als noch zu bringendes phantastisches Element, denn als zwangsweise für den Geschichtsverlauf notwendig.

Was die Geschichte vor allem ausmacht, ist ein hohes Maß an Brutalität und Gewaltszenen, die nüchtern beschrieben werden. Zwar nicht sonderlich ausschmückend, aber mit abgerissenen Köpfen und verstümmelten Menschen muss sich der Leser bei dem Buch einstellen. Dies ist zwar bei großen Endschlachten irgendwie zu erwarten, aber die Notwendigkeit von Lebensessenz, die aus Gefühlen der Angst und Furcht entsteht (vor allem von Kindern), ist mir persönlich zu aufdringlich. Ich habe nichts gegen gut plazierte Bösewichte, die dann auch richtig grausam sein dürfen, aber das ist dann doch selbst mir zu viel des Guten – bzw. des Bösen. Denn das Böse wirkt weniger strategisch planend und spielt mit geheimnisvoller Macht, sondern ist einfach nur langweilig, (fast) unsterblich und

Das herausragende an der Story ist jedoch, dass im Laufe des Buches fast alle ProtagonistInnen der guten Seite – bis auf Helion, der allerdings ohne sämtliche Gefühle von den Toten auferweckt wird – am Ende des Buches abgemetzelt wurden und nur die „Bösen“ überleben. Eine interessante Komponente, die aber auch das oben dargestellte angelegte „Böse“ doch nur als zufällige Gewinnerseite dastehen lässt.

Zudem ergibt sich durch die Sprache (lange, umständliche Sätze), den Schreibstil (extrem viel erzählender Fließtext) und das gelegentliche Tempushüpfen leider nicht sonderlich viel Lesevergnügen.

Fazit: Kann man lesen, muss man aber auch nicht tun. Eine gut angelegte gedankliche Welt, die erst nach und nach alle ihre Facetten entfaltet und dabei leider mit wenigen Überraschungen aufwartet, wird durch die Vielzahl der Figuren zum Verwirr-Spiel für die Leserschaft. Leider kann die Geschichte dabei nur mit einem hohen Maße an Brutalität glänzen – dem Bösen jedoch fehlt es dabei an Raffinesse.

geschrieben am 24.10.2013 | 546 Wörter | 3189 Zeichen

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