Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Gang nach Canossa - Ein Mann, ein Ziel, ein Abenteuer


Statistiken
  • 4730 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Letterschming

Gang nach Canossa - Ein Mann, ein Ziel, ein Abenteuer „Gang nach Canossa: Ein Mann, ein Ziel, ein Abenteuer“ von dem deutschen Autor Dennis Gastmann ist im November 2012 in gebundener Form beim Rowohlt-Verlag erschienen. Als Dennis Gastmann sich vornimmt, den Gang nach Canossa anzutreten, wie es einst Heinrich IV. Tat, ahnt er noch nicht, welche Abenteuer ihn auf seinem ungewöhnlichen Weg erwarten. Von Hamburg aus startet er seine Reise quer durch Deutschland, nach Frankreich und über die Alpen bis nach Canossa. Von dieser aufregenden Reise berichtet er in seinem zweiten Buch. „Gang nach Canossa“ überzeugt vor allem durch die lebendige und humorvolle Schreibweise. Die lockere Sprache des Autors passt hervorragend zu seiner Themenwahl. Neben den Beschreibungen der Orte auf seinem Weg lässt Gastmann zum Beispiel immer wieder Anekdoten aus seinem Leben einfließen. Er erzählt von merkwürdigen Ereignissen aus seiner Vergangenheit und seiner Verwandtschaft, immer mit einem leichten Augenzwinkern. Auch die Stationen seiner Reise schildert er mit viel Witz. Dabei legt er besonderes Augenmerk auf die Personen, die ihm unterwegs begegnen – und auf das Essen. Die historischen Fakten kommen währenddessen jedoch nicht zu kurz. Immer wieder bringt der Autor sauber recherchierte Hintergrundinformationen über Orte, Menschen und Geschehnisse ein, die durch seinen leichten Schreibstil alles andere als trocken wirken. So lernt man nicht nur eine Menge, sondern kann sich die Sachen auch wirklich merken. Äußerst ehrlich beschreibt der Autor auch die körperlichen Strapazen der Reise. Er ist nämlich nicht gerade trainiert, als er seine Wanderung beginnt, und stößt bald an seine Grenzen. Auch die Einsamkeit macht ihm nach Wochen und Monaten des Wanderns zu schaffen. So kommt dann auch gehörig Spannung auf, da der Leser wissen will, ob Gastmann sein Ziel schließlich erreichen wird oder nicht. Genauso widmet sich der Autor den Beschreibungen seiner Umgebung. Nicht nur konkrete Erlebnisse werden hier geschildert. Auch die Städte, durch die er kommt, und die Wege, denen er folgt, werden dem Leser sehr anschaulich geschildert. Auf diese Weise entstehen vor dem inneren Auge schnell genaue Bilder, auch wenn man an den beschriebenen Orten noch nie gewesen ist. Einen ganz besonderen Reiz macht es natürlich aus, wenn man eben doch schon die eine oder andere Strecke kennt. So war für mich besonders der Abschnitt über Frankreich und den Mt Cenis interessant, da ich noch einiges über die Orte lernen konnte, die man im Urlaub ja doch eher planlos und ohne Hintergrundwissen besichtigt. Fazit: Eigentlich bin ich kein Fan von Reiseberichten, da meiner Meinung nach immer wieder mehr oder weniger das Gleiche darinsteht. Doch in Gastmanns Interesse liegt es nicht, den Leser über die richtige Wanderkleidung zu belehren oder sich über schäbige Hotelzimmer beklagen. Stattdessen erzählt er eine außergewöhnliche Geschichte, die aus diversen skurrilen Einzelerlebnissen zusammengesetzt ist, jedes für sich schon sehr unterhaltsam. Diese verknüpft Gastmann mit einer großen Portion Humor und einer lockeren Erzählweise, die den Leser sofort für das Buch einnimmt.

„Gang nach Canossa: Ein Mann, ein Ziel, ein Abenteuer“ von dem deutschen Autor Dennis Gastmann ist im November 2012 in gebundener Form beim Rowohlt-Verlag erschienen.

weitere Rezensionen von Letterschming

#
rezensiert seit
Buchtitel
2
06.06.2016
4
06.06.2016

Als Dennis Gastmann sich vornimmt, den Gang nach Canossa anzutreten, wie es einst Heinrich IV. Tat, ahnt er noch nicht, welche Abenteuer ihn auf seinem ungewöhnlichen Weg erwarten. Von Hamburg aus startet er seine Reise quer durch Deutschland, nach Frankreich und über die Alpen bis nach Canossa. Von dieser aufregenden Reise berichtet er in seinem zweiten Buch.

„Gang nach Canossa“ überzeugt vor allem durch die lebendige und humorvolle Schreibweise. Die lockere Sprache des Autors passt hervorragend zu seiner Themenwahl. Neben den Beschreibungen der Orte auf seinem Weg lässt Gastmann zum Beispiel immer wieder Anekdoten aus seinem Leben einfließen. Er erzählt von merkwürdigen Ereignissen aus seiner Vergangenheit und seiner Verwandtschaft, immer mit einem leichten Augenzwinkern.

Auch die Stationen seiner Reise schildert er mit viel Witz. Dabei legt er besonderes Augenmerk auf die Personen, die ihm unterwegs begegnen – und auf das Essen. Die historischen Fakten kommen währenddessen jedoch nicht zu kurz. Immer wieder bringt der Autor sauber recherchierte Hintergrundinformationen über Orte, Menschen und Geschehnisse ein, die durch seinen leichten Schreibstil alles andere als trocken wirken. So lernt man nicht nur eine Menge, sondern kann sich die Sachen auch wirklich merken.

Äußerst ehrlich beschreibt der Autor auch die körperlichen Strapazen der Reise. Er ist nämlich nicht gerade trainiert, als er seine Wanderung beginnt, und stößt bald an seine Grenzen. Auch die Einsamkeit macht ihm nach Wochen und Monaten des Wanderns zu schaffen. So kommt dann auch gehörig Spannung auf, da der Leser wissen will, ob Gastmann sein Ziel schließlich erreichen wird oder nicht.

Genauso widmet sich der Autor den Beschreibungen seiner Umgebung. Nicht nur konkrete Erlebnisse werden hier geschildert. Auch die Städte, durch die er kommt, und die Wege, denen er folgt, werden dem Leser sehr anschaulich geschildert. Auf diese Weise entstehen vor dem inneren Auge schnell genaue Bilder, auch wenn man an den beschriebenen Orten noch nie gewesen ist. Einen ganz besonderen Reiz macht es natürlich aus, wenn man eben doch schon die eine oder andere Strecke kennt. So war für mich besonders der Abschnitt über Frankreich und den Mt Cenis interessant, da ich noch einiges über die Orte lernen konnte, die man im Urlaub ja doch eher planlos und ohne Hintergrundwissen besichtigt.

Fazit: Eigentlich bin ich kein Fan von Reiseberichten, da meiner Meinung nach immer wieder mehr oder weniger das Gleiche darinsteht. Doch in Gastmanns Interesse liegt es nicht, den Leser über die richtige Wanderkleidung zu belehren oder sich über schäbige Hotelzimmer beklagen. Stattdessen erzählt er eine außergewöhnliche Geschichte, die aus diversen skurrilen Einzelerlebnissen zusammengesetzt ist, jedes für sich schon sehr unterhaltsam. Diese verknüpft Gastmann mit einer großen Portion Humor und einer lockeren Erzählweise, die den Leser sofort für das Buch einnimmt.

geschrieben am 06.02.2013 | 467 Wörter | 2689 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen