
| ISBN | 3453137574 | |
| Autor | Neil Gaiman | |
| Verlag | Heyne | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 365 | |
| Erscheinungsjahr | 2004 | |
| Extras | - |

Robert Mayhew führt ein normales Leben. Er hat eine Freundin, ist beruflich erfolgreich und llebt glücklich in London.

Als er noch eines Tages das blutverschmierte Mädchen Door nach Hause nimmt, wendet sich sein Leben. Nachdem er ihr geholfen hat, verändert sich seine Welt. Niemand erkennt ihn mehr und jeder hat ihn scheinbar vergessen, es ist fast so als würde er nicht mehr existieren.
Und so macht sich Robert auf die Suche nach Door. Er findet sie in Unter-London, einem mystischen Ort voller Gefahren und seltsamen Menschen. Als er sie dann endlich findet, muss er leider erkennen, das der Weg in sein normales Leben nicht so einfach sein wird, wie er sich erhofft hatte.
Und so machen sich Door, das Mädchen das Türen öffnen kann und ihre Familie rächen will, der Marquis de Carabas, ein Halunke der mit Gefallen und anderem handelt und Hunter, Jägerin und Leibwächterin auf, zusammen mit Richard einen Weg zu ihren Zielen zu suchen. Jeder von ihnen verfolgt seine eigenen teils undurchsichtigen Ziele, die sie alle zu einem himmlischen Wesen führen.
Verfolgt werden sie von einem mörderischen Duo, zwielichtigen Wesen die sich im Lauf der Jahrhunderte auf Mord und Folter spezialisiert haben. Mr. Croup und Mr. Vandermar strotzen nur so vor Bosheit, aber auch vor Sarkasmus und Wortwitz.
Neil Gaiman, der vor allem als Comic-Zeichner und später als Autor aufsehen erregte, erfindet hier den Mythos des geheimnisvollen Londons neu. Düster und makaber kommt sein neuer Roman daher.
Doch schien es mir so, als sei Robert, der Protagonist am schwächsten gezeichnet. Er zeigt selten Initiative, folgt den anderen weil er muss und ist im wesentlichen ein verblassender Fleck in der Erinnerung des Lesers. Der Marquis de Carabas und die beiden Killer sind besser, gemeiner, haben mehr Leben und eine Seele die sie in der Fantasie erweckt.
Die Story an sich ist sehr gut, fantasievoll und lebendig, vielleicht etwas überladen und mit dem Ende bin ich persönlich nicht zufrieden. Der Showdown erreicht nicht annähernd die Stärke die ich mir beim Lesen vorgestellt hatte.
Dennoch hat das Buch es geschafft mich über eine kurze Zeit zu fesseln. Wer aber etwas vom wahren Können von Neil Gaiman erfahren will, dem empfehle ich dessen Werk: "American Gods"
geschrieben am 07.10.2005 | 365 Wörter | 1910 Zeichen
Kommentare zur Rezension (0)
Platz für Anregungen und Ergänzungen