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Herzbesetzer


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Rezension von

E. Kneisel

Herzbesetzer Ein ziemlich dreister Besetzer, genau das ist Anoki, Julians neuer kleiner Bruder, der als Pflegekind bei seinen Eltern eingezogen ist. Er ist gerade mal vierzehn, raucht, trinkt, kifft, klaut und verdient sich sein Geld, in dem er in der Schule Pornos verkauft. Er hat also seine ganz eigene Vorstellung von Gesetzen und der Frage ob und wie weit man sich tatsächlich daran halten muss. Julian hat mit diesem kleinen Anarchojungen schon allein deshalb alle Hände voll zu tun. Aber eigentlich sehnt er sich genauso sehr nach Zuneigung wie Julian selbst – er wurde von seinen Eltern sitzengelassen und Julian hat seinen kleinen Bruder auf dem Gewissen. Und Julian ist nur zu bereit ihm diese Zuneigung und noch mehr zu geben. Aus Julians Sicht beschreibt das Buch sehr eindrucksvoll und unglaublich direkt, das Kennenlernen und das Leben der beiden Brüder. Die Gefühlswelt von den beiden steht dabei im Mittelpunkt – ebenso wie das heikle Thema der Zuneigung des zehn Jahre älteren Julian zu seinem neuen kleinen Bruder, die weit über das gesellschaftlich Anerkannte hinausgeht. Ein Buch aus dem Sortiment des „dead soft Verlags“, der sich auf Liebesgeschichten zwischen Männern spezialisiert hat – Der Autor, T. A. Wegberg, widmet sich in seinem Buch einem sehr schwierigen Thema und meistert es. Dadurch, dass er Julian zu Wort kommen lässt, wird klar wie hin und her gerissen dieser wegen seinen Gefühlen, die er sich zunächst selbst verbietet, ist. Doch nicht nur Julians Gefühle im Bezug auf seinen „neuen“ Bruder, sondern auch seine Schuldgefühle wegen dem Tod seines „alten“ Bruders und Anokis Schwankungen zwischen Einsamkeit und Verlorenheit und seiner lebhaften, entwaffnenden Direktheit, werden eindringlich geschildert. Das Leben der beiden ist eingebettet in die Tragödien von Familien, die – unbearbeitet – über allem schweben und alle Charaktere immer wieder an ihre Grenzen bringen. Wer bei der Beschreibung anfänglich auf eine Liebesgeschichte zwischen zwei Brüdern mit schmutzigen Details hofft, sollte sich lieber einen der vielen Mangas kaufen, die man zur Zeit auf dem Markt findet. Während des Lesens spürt man deutlich, dass der Autor eine Geschichte erzählt, deren Bewertung er offen lässt. Auch sein Wissen um die Thematik zeigt sich in seinem Roman.

Ein ziemlich dreister Besetzer, genau das ist Anoki, Julians neuer kleiner Bruder, der als Pflegekind bei seinen Eltern eingezogen ist. Er ist gerade mal vierzehn, raucht, trinkt, kifft, klaut und verdient sich sein Geld, in dem er in der Schule Pornos verkauft. Er hat also seine ganz eigene Vorstellung von Gesetzen und der Frage ob und wie weit man sich tatsächlich daran halten muss. Julian hat mit diesem kleinen Anarchojungen schon allein deshalb alle Hände voll zu tun. Aber eigentlich sehnt er sich genauso sehr nach Zuneigung wie Julian selbst – er wurde von seinen Eltern sitzengelassen und Julian hat seinen kleinen Bruder auf dem Gewissen. Und Julian ist nur zu bereit ihm diese Zuneigung und noch mehr zu geben.

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Aus Julians Sicht beschreibt das Buch sehr eindrucksvoll und unglaublich direkt, das Kennenlernen und das Leben der beiden Brüder. Die Gefühlswelt von den beiden steht dabei im Mittelpunkt – ebenso wie das heikle Thema der Zuneigung des zehn Jahre älteren Julian zu seinem neuen kleinen Bruder, die weit über das gesellschaftlich Anerkannte hinausgeht.

Ein Buch aus dem Sortiment des „dead soft Verlags“, der sich auf Liebesgeschichten zwischen Männern spezialisiert hat – Der Autor, T. A. Wegberg, widmet sich in seinem Buch einem sehr schwierigen Thema und meistert es. Dadurch, dass er Julian zu Wort kommen lässt, wird klar wie hin und her gerissen dieser wegen seinen Gefühlen, die er sich zunächst selbst verbietet, ist. Doch nicht nur Julians Gefühle im Bezug auf seinen „neuen“ Bruder, sondern auch seine Schuldgefühle wegen dem Tod seines „alten“ Bruders und Anokis Schwankungen zwischen Einsamkeit und Verlorenheit und seiner lebhaften, entwaffnenden Direktheit, werden eindringlich geschildert. Das Leben der beiden ist eingebettet in die Tragödien von Familien, die – unbearbeitet – über allem schweben und alle Charaktere immer wieder an ihre Grenzen bringen.

Wer bei der Beschreibung anfänglich auf eine Liebesgeschichte zwischen zwei Brüdern mit schmutzigen Details hofft, sollte sich lieber einen der vielen Mangas kaufen, die man zur Zeit auf dem Markt findet.

Während des Lesens spürt man deutlich, dass der Autor eine Geschichte erzählt, deren Bewertung er offen lässt. Auch sein Wissen um die Thematik zeigt sich in seinem Roman.

geschrieben am 07.01.2012 | 356 Wörter | 1961 Zeichen

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