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White


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  • 2089 Aufrufe

Informationen zum Buch
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Rezension von

Bjorn Donarson

White White ist der (eigentliche) Abschluss der Kreis-Trilogie von Ted Dekker und steht damit vor der schweren Aufgabe alle losen Enden des Plots der vorherigen Teile zusammenzufĂŒhren und logisch zu verknĂŒpfen. Schon einige BĂŒcher sind an dieser Aufgabe gescheitert und so war ich gespannt, ob es dieses Mal funktionieren sollte oder ob die ohnehin schon starken EinflĂŒsse christlicher Mythologie noch weiter gestĂ€rkt werden und das Ende so vorhersehbar gemacht wird. White fĂŒhrt die Handlung konsequent fort: Thomas versucht nach wie vor die Ausbreitung des Virus in der Welt der Gegenwart zu verhindern und somit die Geschichte, so wie sie in den Aufzeichnungen niedergeschrieben ist, zu verĂ€ndern. Er erfĂ€hrt, dass die Aufzeichnungen mitten in der Stadt des Feindes zu finden sind, und plant deshalb sich dort einzuschleichen, das nötige Wissen zu erlangen und so das Schicksal der Welt zu Ă€ndern, trotz seines Todes in der Gegenwart. NatĂŒrlich lĂ€uft nicht alles wie geplant und als das Virus beginnt die ersten Menschenopfer zu fordern, lastet ein starker Zeitdruck auf Thomas, der in der „Traumwelt“ vom Regen in die Traufe kommt. TatsĂ€chlich lĂ€sst Dekker die christlichen EinflĂŒsse der Story noch stĂ€rker durchscheinen und auch die Auflösung selbst ist nicht nur eine Anspielung, sondern beinahe eine Imitation der christlichen Mythologie bzw. der Leidensgeschichte Jesu. Freunde dieser Art von ErzĂ€hlungen mögen dies sicherlich gutheißen, leider wird der Ausgang der Geschichte so aber auch stark vorhersehbar und das eigentlich spannende Finale verliert einiges an Dramatik. Hier wĂ€re es schöner gewesen, wenn der Autor versucht hĂ€tte mehr auf eigenen Wegen zu wandeln. Nichtsdestotrotz ist White immer noch ein hervorragend geschriebenes Buch. Ted Dekker schafft es auch dieses Mal wieder jede der Figuren lebendig wirken zu lassen, sei es durch seinen intensiven Schreibstil, der sich stets Zeit nimmt um das Handeln der Figuren auf den Leser oder die Leserin wirken zu lassen, oder durch seine dynamischen Dialoge, welche die Figuren vor dem geistigen Auge zum Leben erwecken. Auch die ErzĂ€hlweise bleibt durchgehend spannend und vermag den Leser wirklich mitzureißen, denn sie ist stringent und baut direkt auf den beiden vorher erschienenen Werken auf, sodass sich die Trilogie am Ende wie ein einzelnes großes Buch anfĂŒhlt. Negativ aufgefallen ist mir allerdings die Handlung selbst, denn vor allem zu Beginn wirkt alles etwas gestreckt - die drohende Gefahr der Virusfreisetzung besteht bereits seit dem ersten Band und die Freisetzung stellt dann keinen wirklichen emotionalen Höhepunkt mehr dar, auch wenn die Auswirkungen dramatisch sind. Auch die Auflösung des gesamten Problems kommt sehr ĂŒberraschend und plötzlich, erscheint auf den ersten Blick gar etwas plump und erst wenn man sich des christlichen Hintergrundes versichert wird klar, dass es von Anfang an auf solch ein Ende hinauslaufen musste. Am Ende bleibt allerdings ein Buch, das ich jedem Fantasy-interessierten Leser nur ans Herz legen kann. Wichtig ist nur, dass man vorher die beiden anderen Werke gelesen hat, denn White baut auf diese auf und die Handlung ist ohne Vorwissen kaum zu verstehen.

White ist der (eigentliche) Abschluss der Kreis-Trilogie von Ted Dekker und steht damit vor der schweren Aufgabe alle losen Enden des Plots der vorherigen Teile zusammenzufĂŒhren und logisch zu verknĂŒpfen. Schon einige BĂŒcher sind an dieser Aufgabe gescheitert und so war ich gespannt, ob es dieses Mal funktionieren sollte oder ob die ohnehin schon starken EinflĂŒsse christlicher Mythologie noch weiter gestĂ€rkt werden und das Ende so vorhersehbar gemacht wird.

weitere Rezensionen von Bjorn Donarson

#
rezensiert seit
Buchtitel
1
09.09.2011

White fĂŒhrt die Handlung konsequent fort: Thomas versucht nach wie vor die Ausbreitung des Virus in der Welt der Gegenwart zu verhindern und somit die Geschichte, so wie sie in den Aufzeichnungen niedergeschrieben ist, zu verĂ€ndern. Er erfĂ€hrt, dass die Aufzeichnungen mitten in der Stadt des Feindes zu finden sind, und plant deshalb sich dort einzuschleichen, das nötige Wissen zu erlangen und so das Schicksal der Welt zu Ă€ndern, trotz seines Todes in der Gegenwart. NatĂŒrlich lĂ€uft nicht alles wie geplant und als das Virus beginnt die ersten Menschenopfer zu fordern, lastet ein starker Zeitdruck auf Thomas, der in der „Traumwelt“ vom Regen in die Traufe kommt.

TatsĂ€chlich lĂ€sst Dekker die christlichen EinflĂŒsse der Story noch stĂ€rker durchscheinen und auch die Auflösung selbst ist nicht nur eine Anspielung, sondern beinahe eine Imitation der christlichen Mythologie bzw. der Leidensgeschichte Jesu. Freunde dieser Art von ErzĂ€hlungen mögen dies sicherlich gutheißen, leider wird der Ausgang der Geschichte so aber auch stark vorhersehbar und das eigentlich spannende Finale verliert einiges an Dramatik. Hier wĂ€re es schöner gewesen, wenn der Autor versucht hĂ€tte mehr auf eigenen Wegen zu wandeln.

Nichtsdestotrotz ist White immer noch ein hervorragend geschriebenes Buch. Ted Dekker schafft es auch dieses Mal wieder jede der Figuren lebendig wirken zu lassen, sei es durch seinen intensiven Schreibstil, der sich stets Zeit nimmt um das Handeln der Figuren auf den Leser oder die Leserin wirken zu lassen, oder durch seine dynamischen Dialoge, welche die Figuren vor dem geistigen Auge zum Leben erwecken. Auch die ErzĂ€hlweise bleibt durchgehend spannend und vermag den Leser wirklich mitzureißen, denn sie ist stringent und baut direkt auf den beiden vorher erschienenen Werken auf, sodass sich die Trilogie am Ende wie ein einzelnes großes Buch anfĂŒhlt.

Negativ aufgefallen ist mir allerdings die Handlung selbst, denn vor allem zu Beginn wirkt alles etwas gestreckt - die drohende Gefahr der Virusfreisetzung besteht bereits seit dem ersten Band und die Freisetzung stellt dann keinen wirklichen emotionalen Höhepunkt mehr dar, auch wenn die Auswirkungen dramatisch sind. Auch die Auflösung des gesamten Problems kommt sehr ĂŒberraschend und plötzlich, erscheint auf den ersten Blick gar etwas plump und erst wenn man sich des christlichen Hintergrundes versichert wird klar, dass es von Anfang an auf solch ein Ende hinauslaufen musste.

Am Ende bleibt allerdings ein Buch, das ich jedem Fantasy-interessierten Leser nur ans Herz legen kann. Wichtig ist nur, dass man vorher die beiden anderen Werke gelesen hat, denn White baut auf diese auf und die Handlung ist ohne Vorwissen kaum zu verstehen.

geschrieben am 09.09.2011 | 484 Wörter | 2726 Zeichen

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