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Hohburg


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Rezension von

Antje Jürgens

Hohburg Zum Autor Stefan Jahnke, 1967 geboren, wuchs in Dresden auf. Nach Schlosserlehre und MilitĂ€rdienst folgte ein abgeschlossenes Maschinenbaustudium an der TU Dresden. Die TĂ€tigkeit in einer Werbeagentur in London ging in Anstellungen in der Verlagsbranche ĂŒber, was wiederum von der Leitung und Beteiligung an einer Bildungseinrichtung oder leitenden Forschungs- und Entwicklungsaufgaben bei einem der grĂ¶ĂŸten Reprografen Deutschlands abgelöst wurde. Jahnke ist verheiratet und lebt zusammen mit seiner Frau und zwei Kindern wieder in Dresden und Radebeul. Er ist MitbegrĂŒnder des Autorenvereins Kristallfeder (Autorenhomepage www.stefan-janke.de) Zum Buch Wer die Homepage des Autors besucht, erfĂ€hrt, dass er von 2008 bis 2010 insgesamt 16 BĂŒcher veröffentlicht hat. Klingt nach viel und wirft die Frage auf, wie gut ein Roman dann sein kann. Doch kritische Leser dĂŒrfen beruhigt sein. Die Entscheidung des Autors sich mit seinen Manuskripten auf den Buchmarkt zu begeben, hat sich fĂŒr den Leser gelohnt. Die Zeit der Wende und Wiedervereinigung Deutschlands hat den Autor geprĂ€gt und diese PrĂ€gung macht sich in seinen BĂŒchern ebenso wie sein Geschichtswissen bemerkbar. Sein Spektrum reicht von ReiseerzĂ€hlungen ĂŒber Wirtschaftsthriller zu Krimis und historischen Romanen. Mit ‚Hohburg - Ein Schatz und seine HĂŒter‘ schafft der Autor es zudem spielend, alle Genres zu vereinen. Der Roman ist der Auftakt zu einer Reihe um Kommissar Zech, der FĂ€lle im Hier und Jetzt lösen muss, deren Ursachen aber weit in die Geschichte zurĂŒckreichen. Im Fall des Mordes im Hoburgtunnel gar ĂŒber August dem Starken, der eben jenen Tunnel erbauen ließ, bis in die AnfĂ€nge des 15. Jahrhunderts. Meine Meinung Der von Jahnke gezeichnete Protagonist in Form von Kommissar Zech offenbart sich dem Leser als liebenswert unbestĂ€ndiger Mensch, der im Beruf jedoch akribisch recherchiert und ein GespĂŒr fĂŒr historische ZusammenhĂ€nge hat. Letzteres ist ĂŒberaus sinnvoll, denn im Laufe der Ermittlungen wird er relativ schnell mit dem Diebstahl historischer Dokumente konfrontiert, die im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt stehen. Und – wie so vielen Ermittlern – wird ihm von seinem Vorgesetzten zunĂ€chst der (Ermittlungs-)Weg eher mit Steinen zugeschĂŒttet als hilfreich gepflastert. WĂ€hrend der Autor seinen Kommissar ganz nebenbei noch in eine Beziehungskrise geraten lĂ€sst, fĂŒhrt er uns bei den Ermittlungen in eine bewegende, aufwĂŒhlende Reise quer durch die Jahrhunderte, ohne aktuelle Geschehnisse außer Acht zu lassen. Denn der Tote im Tunnel ist nicht nur der Retter einer insolventen Firma in Dresden, sondern auch der Nachfahre einer alten Verwalterdynastie der Burg, die direkt ĂŒber dem Tunnel steht. Und er bleibt nicht alleine. Ein zweiter Mord geschieht, der im direkten Zusammenhang mit dem Ersten steht. Auch bei den Ermittlungen dazu wird immer klarer, dass die Vergangenheit lĂ€ngst nicht vergangen ist und dynastische MachtgefĂŒge und ein uralter Schatz korrupte Machenschaften nach sich ziehen, die so manchen Beteiligten auch heute noch nicht nur ĂŒber Leichen gehen lassen, sondern auch die moderne Justiz in die Knie zwingen können. Jahnke lĂ€sst uns durch die ĂŒberaus wachen Augen seiner Hauptfigur nicht nur sehr authentisch an der spannenden Geschichte Sachsens teilnehmen, sondern stĂ¶ĂŸt uns auch auf aktuelle Probleme des Freistaates. Der eine oder andere Leser dĂŒrfte Probleme haben, alles zu verstehen, sofern er das Buch einfach mal so nebenbei liest und keine BezĂŒge zum Handlungsort hat. Doch wer sich auf Jahnkes Buch einlĂ€sst, merkt schnell, dass es dem Autor spielend gelingt, seinen Kommissar sicher alle Details erkennen, vereinen und klĂ€ren zu lassen, ohne dass die historischen Elemente den aktuellen Bezug ĂŒberdecken. Fazit ‚Hohburg - Ein Schatz und seine HĂŒter‘ fesselt durch seinen spannenden Verlauf und macht eindeutig Lust, die ĂŒbrigen BĂ€nde der Reihe um Kommissar Zech zu lesen. Lunden, August 2010 © Antje JĂŒrgens

Zum Autor

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Stefan Jahnke, 1967 geboren, wuchs in Dresden auf. Nach Schlosserlehre und MilitĂ€rdienst folgte ein abgeschlossenes Maschinenbaustudium an der TU Dresden. Die TĂ€tigkeit in einer Werbeagentur in London ging in Anstellungen in der Verlagsbranche ĂŒber, was wiederum von der Leitung und Beteiligung an einer Bildungseinrichtung oder leitenden Forschungs- und Entwicklungsaufgaben bei einem der grĂ¶ĂŸten Reprografen Deutschlands abgelöst wurde. Jahnke ist verheiratet und lebt zusammen mit seiner Frau und zwei Kindern wieder in Dresden und Radebeul. Er ist MitbegrĂŒnder des Autorenvereins Kristallfeder (Autorenhomepage www.stefan-janke.de)

Zum Buch

Wer die Homepage des Autors besucht, erfĂ€hrt, dass er von 2008 bis 2010 insgesamt 16 BĂŒcher veröffentlicht hat. Klingt nach viel und wirft die Frage auf, wie gut ein Roman dann sein kann. Doch kritische Leser dĂŒrfen beruhigt sein. Die Entscheidung des Autors sich mit seinen Manuskripten auf den Buchmarkt zu begeben, hat sich fĂŒr den Leser gelohnt.

Die Zeit der Wende und Wiedervereinigung Deutschlands hat den Autor geprĂ€gt und diese PrĂ€gung macht sich in seinen BĂŒchern ebenso wie sein Geschichtswissen bemerkbar. Sein Spektrum reicht von ReiseerzĂ€hlungen ĂŒber Wirtschaftsthriller zu Krimis und historischen Romanen. Mit ‚Hohburg - Ein Schatz und seine HĂŒter‘ schafft der Autor es zudem spielend, alle Genres zu vereinen. Der Roman ist der Auftakt zu einer Reihe um Kommissar Zech, der FĂ€lle im Hier und Jetzt lösen muss, deren Ursachen aber weit in die Geschichte zurĂŒckreichen. Im Fall des Mordes im Hoburgtunnel gar ĂŒber August dem Starken, der eben jenen Tunnel erbauen ließ, bis in die AnfĂ€nge des 15. Jahrhunderts.

Meine Meinung

Der von Jahnke gezeichnete Protagonist in Form von Kommissar Zech offenbart sich dem Leser als liebenswert unbestĂ€ndiger Mensch, der im Beruf jedoch akribisch recherchiert und ein GespĂŒr fĂŒr historische ZusammenhĂ€nge hat. Letzteres ist ĂŒberaus sinnvoll, denn im Laufe der Ermittlungen wird er relativ schnell mit dem Diebstahl historischer Dokumente konfrontiert, die im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt stehen. Und – wie so vielen Ermittlern – wird ihm von seinem Vorgesetzten zunĂ€chst der (Ermittlungs-)Weg eher mit Steinen zugeschĂŒttet als hilfreich gepflastert. WĂ€hrend der Autor seinen Kommissar ganz nebenbei noch in eine Beziehungskrise geraten lĂ€sst, fĂŒhrt er uns bei den Ermittlungen in eine bewegende, aufwĂŒhlende Reise quer

durch die Jahrhunderte, ohne aktuelle Geschehnisse außer Acht zu lassen.

Denn der Tote im Tunnel ist nicht nur der Retter einer insolventen Firma in Dresden, sondern auch der Nachfahre einer alten Verwalterdynastie der Burg, die direkt ĂŒber dem Tunnel steht. Und er bleibt nicht alleine. Ein zweiter Mord geschieht, der im direkten Zusammenhang mit dem Ersten steht. Auch bei den Ermittlungen dazu wird immer klarer, dass die Vergangenheit lĂ€ngst nicht vergangen ist und dynastische MachtgefĂŒge und ein uralter Schatz korrupte Machenschaften nach sich ziehen, die so manchen Beteiligten auch heute noch nicht nur ĂŒber Leichen gehen lassen, sondern auch die moderne Justiz in die Knie zwingen können.

Jahnke lĂ€sst uns durch die ĂŒberaus wachen Augen seiner Hauptfigur nicht nur sehr authentisch an der spannenden Geschichte Sachsens teilnehmen, sondern stĂ¶ĂŸt uns auch auf aktuelle Probleme des Freistaates. Der eine oder andere Leser dĂŒrfte Probleme haben, alles zu verstehen, sofern er das Buch einfach mal so nebenbei liest und keine BezĂŒge zum Handlungsort hat. Doch wer sich auf Jahnkes Buch einlĂ€sst, merkt schnell, dass es dem Autor spielend gelingt, seinen Kommissar sicher alle Details erkennen, vereinen und klĂ€ren zu lassen, ohne dass die historischen Elemente den aktuellen Bezug ĂŒberdecken.

Fazit

‚Hohburg - Ein Schatz und seine HĂŒter‘ fesselt durch seinen spannenden Verlauf und macht eindeutig Lust, die ĂŒbrigen BĂ€nde der Reihe um Kommissar Zech zu lesen.

Lunden, August 2010

© Antje JĂŒrgens

geschrieben am 15.09.2010 | 583 Wörter | 3417 Zeichen

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