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Die Stimmgabel: Berichte aus dem Wimpernschlag


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Rezension von

Antje Jürgens

Die Stimmgabel: Berichte aus dem Wimpernschlag Zum Autor Der 1961 in Cottbus geborene Autor und studierte Philosoph arbeitet als selbststĂ€ndiger Trainer fĂŒr Rhetorik und Konfliktmanagement sowie Handelsvertreter fĂŒr Industrieprodukte. Die Menschen und technischen Errungenschaften oder Erfahrungen, die er dabei kennenlernt bzw. macht, fließen in seine Geschichten mit ein. RocktĂ€schel ist MitbegrĂŒnder des Autorenvereins „Kristallfeder“. „Die Stimmgabel: Berichte aus dem Wimpernschlag“ ist sein erster Roman. Eine Figur daraus, der Wissenschaftsagent Kohlpeter, findet sich auch in seinem zweiten Roman „Vuvuzela oder Die Stimmen der Götter“ wieder, der ab September 2010 erhĂ€ltlich ist. Zum Buch Zitat aus der Homepage des Autors: "In diesem Science-Fiction-Roman nehme ich dich auf eine einzigartige und ungewöhnliche Reise mit. Stell dir vor, du bist ein reines Energiewesen, das aus dem Jenseits des Universums stammt und auf der Erde in eine andere Person einschlĂ€gt. Über diese Person entdeckst du unsere stoffliche Welt, die all deinen bisherigen Erfahrungen widerspricht. Gleichzeitig verstrickst du dich in Berlin in die Ereignisse um die Erfindung eines neuartigen autonomen Generators, mit dem die Energieprobleme der Erde gelöst werden könnten. Eine europĂ€ische Behörde und ein Agent eines Energiekonzerns jagen den Konstruktionsunterlagen des verstorbenen Erfinders hinterher. Sie ahnen nicht, dass ihnen ein Außerirdischer oder gar Außergalaktischer einen Strich durch die Rechnung macht." Meine Meinung Worum geht es denn da genau? Um unsere Erde – so wie wir sie kennen. Mit allen Höhen und Tiefen, Ängsten und WĂŒnschen, TrĂ€umen und Visionen. Da gibt es aber auch noch eine feinstoffliche Parallelwelt: Gut durchorganisiert, hoch entwickelt, friedlich. Die Bewohner dort wissen bereits von der Erde. Sie fĂŒrchten eine Disharmonie zwischen den parallel existierenden Welten. Um dem vorzubeugen oder gar gegenzusteuern, wird ein Beobachter zu uns gesandt: Styx. Das ist fĂŒr ihn mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Denn die Erde, so vertraut sie in manchen Dingen auch scheinen mag, ist eben doch eine stoffliche Welt. Und so muss Styx um seine Existenz ebenso kĂ€mpfen wie um seine RĂŒckkehr in seine Heimat, dem Energiemeer. Wie gut, dass es da Wirte gibt, in die er hineinschlĂŒpfen kann – und Computer, die ihm auf den ersten Blick doch viel Ă€hnlicher als die Menschen scheinen. Doch was passiert, wenn reine Energie in einen Menschen fĂ€hrt? Es entstehen Probleme fĂŒr die nichts ahnenden Wirte und natĂŒrlich auch fĂŒr Styx. Gelingt ihm die VerstĂ€ndigung mit dem stofflichen Wesen ‚Mensch‘? Was passiert mit dessen Körper, wenn er plötzlich mit Styx‘ Energie konfrontiert wird. Was passiert, wenn Styx in einen Computer fĂ€hrt, der deshalb plötzlich keine Energie aus der normalen, ĂŒblichen Stromversorgung benötigt? Das ruft fatalerweise Energiekonzerne und Regierungen auf den Plan, denn die können ĂŒber eben diese Stromversorgung so gut wie alles auskundschaften, was sie wissen wollen. Der vermeintlich ‚sichere‘ PC in den eigenen vier WĂ€nden? Eine Illusion – liefert er doch Energiekonzernen und Regierungen wertvolle Informationen. PrivatsphĂ€re? Pustekuchen. Einfach alles wird ĂŒberwacht. FĂŒr diejenigen, die diese machtvolle Art der Informationsbeschaffung in HĂ€nden halten, muss es ein Horrorszenario sein, dass jemand eine autonome Möglichkeit der Energiegewinnung erfindet. So erschreckend, dass sie alles tun, um den- oder diejenigen aufzuhalten. Was dafĂŒr sorgt, dass ein paar eigentlich harmlose, computerspielende Jugendliche mit in die Sache hineingezogen werden. Ich bin, offen gestanden, mit etwas gespaltenen GefĂŒhlen an dieses Buch herangegangen. Einfach weil ich mit Scifi normalerweise nicht viel am Hut habe. Da ich andererseits jedoch mehrere gute Kommentare gehört bzw. gelesen habe und immer wieder gerne etwas Neues ausprobiere, konnte ich letztlich doch nicht widerstehen, zumal mich das schlicht gehaltene Cover angesprochen hat. GlĂŒcklicherweise, denn trotz anfĂ€nglicher Probleme, drei Mal weglegen und vier Mal wieder in die Hand nehmen, weil ich mich in den feinstofflichen Protagonisten Styx zunĂ€chst nicht hineinfinden konnte, hat es mich dann doch ĂŒberraschend schnell gepackt. Was der Autor auf seiner Homepage verspricht, hĂ€lt er auf jeden Fall. RocktĂ€schel bedient sich einer philosophischen, anspruchsvolleren Sprache und bringt Technik- und Physikwissen ein, was sich fĂŒr den einen oder anderen anfangs etwas schwierig darstellen könnte. Aber durchhalten lohnt sich absolut, denn abgesehen davon, dass die Materie sich beim Weiterlesen fast von selbst öffnet, bietet er gleichzeitig DenkanstĂ¶ĂŸe, die den Leser innehalten lassen. Er zeichnet auch das Bild einer totalen Überwachung. Regeln scheinen ein Ausbrechen unmöglich zu machen. Das hat jedoch absolut nichts mit den feinstofflichen Wesen zu tun. Der Autor spielt nicht nur mit den Perspektiven (die Geschichte wird grĂ¶ĂŸtenteils von Styx selbst erzĂ€hlt, er lĂ€sst jedoch auch ‚Menschen‘ zu Wort kommen) sondern auch mit der Sprache. Und dieser Schreibstil ermöglicht dann das Eintauchen in diese ungewöhnliche, voll interessanter Wendungen steckende, stellenweise sehr bedrohlich anmutende Geschichte. Bedrohlich, weil RocktĂ€schels Roman tatsĂ€chlich keine reine Fiktion ist? Das eine oder andere ist durchaus schon ĂŒberaus real in unserem Alltag, ohne dass wir allzu viel davon mitbekommen. Fazit: Mit „Die Stimmgabel: Berichte aus dem Wimpernschlag“ hat man kein Buch in der Hand, das mal eben so nebenbei gelesen werden kann oder gelesen werden sollte. Es lohnt sich auf alle FĂ€lle, sich in die Materie zu vertiefen und ich bin schon auf die neue Geschichte des Autors gespannt. © 08/2010 Antje JĂŒrgens

Zum Autor

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Der 1961 in Cottbus geborene Autor und studierte Philosoph arbeitet als selbststĂ€ndiger Trainer fĂŒr Rhetorik und Konfliktmanagement sowie Handelsvertreter fĂŒr Industrieprodukte. Die Menschen und technischen Errungenschaften oder Erfahrungen, die er dabei kennenlernt bzw. macht, fließen in seine Geschichten mit ein. RocktĂ€schel ist MitbegrĂŒnder des Autorenvereins „Kristallfeder“.

„Die Stimmgabel: Berichte aus dem Wimpernschlag“ ist sein erster Roman. Eine Figur daraus, der Wissenschaftsagent Kohlpeter, findet sich auch in seinem zweiten Roman „Vuvuzela oder Die Stimmen der Götter“ wieder, der ab September 2010 erhĂ€ltlich ist.

Zum Buch

Zitat aus der Homepage des Autors: "In diesem Science-Fiction-Roman nehme ich dich auf eine einzigartige und ungewöhnliche Reise mit. Stell dir vor, du bist ein reines Energiewesen, das aus dem Jenseits des Universums stammt und auf der Erde in eine andere Person einschlĂ€gt. Über diese Person entdeckst du unsere stoffliche Welt, die all deinen bisherigen Erfahrungen widerspricht. Gleichzeitig verstrickst du dich in Berlin in die Ereignisse um die Erfindung eines neuartigen autonomen Generators, mit dem die Energieprobleme der Erde gelöst werden könnten. Eine europĂ€ische Behörde und ein Agent eines Energiekonzerns jagen den Konstruktionsunterlagen des verstorbenen Erfinders hinterher. Sie ahnen nicht, dass ihnen ein Außerirdischer oder gar Außergalaktischer einen Strich durch die Rechnung macht."

Meine Meinung

Worum geht es denn da genau? Um unsere Erde – so wie wir sie kennen. Mit allen Höhen und Tiefen, Ängsten und WĂŒnschen, TrĂ€umen und Visionen. Da gibt es aber auch noch eine feinstoffliche Parallelwelt: Gut durchorganisiert, hoch entwickelt, friedlich. Die Bewohner dort wissen bereits von der Erde. Sie fĂŒrchten eine Disharmonie zwischen den parallel existierenden Welten. Um dem vorzubeugen oder gar gegenzusteuern, wird ein Beobachter zu uns gesandt: Styx. Das ist fĂŒr ihn mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Denn die Erde, so vertraut sie in manchen Dingen auch scheinen mag, ist eben doch eine stoffliche Welt. Und so muss Styx um seine Existenz ebenso kĂ€mpfen wie um seine RĂŒckkehr in seine Heimat, dem Energiemeer. Wie gut, dass es da Wirte gibt, in die er hineinschlĂŒpfen kann – und Computer, die ihm auf den ersten Blick doch viel Ă€hnlicher als die Menschen scheinen.

Doch was passiert, wenn reine Energie in einen Menschen fĂ€hrt? Es entstehen Probleme fĂŒr die nichts ahnenden Wirte und natĂŒrlich auch fĂŒr Styx. Gelingt ihm die VerstĂ€ndigung mit dem stofflichen Wesen ‚Mensch‘? Was passiert mit dessen Körper, wenn er plötzlich mit Styx‘ Energie konfrontiert wird.

Was passiert, wenn Styx in einen Computer fĂ€hrt, der deshalb plötzlich keine Energie aus der normalen, ĂŒblichen Stromversorgung benötigt? Das ruft fatalerweise Energiekonzerne und Regierungen auf den Plan, denn die können ĂŒber eben diese Stromversorgung so gut wie alles auskundschaften, was sie wissen wollen. Der vermeintlich ‚sichere‘ PC in den eigenen vier WĂ€nden? Eine Illusion – liefert er doch Energiekonzernen und Regierungen wertvolle Informationen. PrivatsphĂ€re? Pustekuchen. Einfach alles wird ĂŒberwacht. FĂŒr diejenigen, die diese machtvolle Art der Informationsbeschaffung in HĂ€nden halten, muss es ein Horrorszenario sein, dass jemand eine autonome Möglichkeit der Energiegewinnung erfindet. So erschreckend, dass sie alles tun, um den- oder diejenigen aufzuhalten. Was dafĂŒr sorgt, dass ein paar eigentlich harmlose, computerspielende Jugendliche mit in die Sache hineingezogen werden.

Ich bin, offen gestanden, mit etwas gespaltenen GefĂŒhlen an dieses Buch herangegangen. Einfach weil ich mit Scifi normalerweise nicht viel am Hut habe. Da ich andererseits jedoch mehrere gute Kommentare gehört bzw. gelesen habe und immer wieder gerne etwas Neues ausprobiere, konnte ich letztlich doch nicht widerstehen, zumal mich das schlicht gehaltene Cover angesprochen hat. GlĂŒcklicherweise, denn trotz anfĂ€nglicher Probleme, drei Mal weglegen und vier Mal wieder in die Hand nehmen, weil ich mich in den feinstofflichen Protagonisten Styx zunĂ€chst nicht hineinfinden konnte, hat es mich dann doch ĂŒberraschend schnell gepackt. Was der Autor auf seiner Homepage verspricht, hĂ€lt er auf jeden Fall.

RocktĂ€schel bedient sich einer philosophischen, anspruchsvolleren Sprache und bringt Technik- und Physikwissen ein, was sich fĂŒr den einen oder anderen anfangs etwas schwierig darstellen könnte. Aber durchhalten lohnt sich absolut, denn abgesehen davon, dass die Materie sich beim Weiterlesen fast von selbst öffnet, bietet er gleichzeitig DenkanstĂ¶ĂŸe, die den Leser innehalten lassen. Er zeichnet auch das Bild einer totalen Überwachung. Regeln scheinen ein Ausbrechen unmöglich zu machen. Das hat jedoch absolut nichts mit den feinstofflichen Wesen zu tun. Der Autor spielt nicht nur mit den Perspektiven (die Geschichte wird grĂ¶ĂŸtenteils von Styx selbst erzĂ€hlt, er lĂ€sst jedoch auch ‚Menschen‘ zu Wort kommen) sondern auch mit der Sprache. Und dieser Schreibstil ermöglicht dann das Eintauchen in diese ungewöhnliche, voll interessanter Wendungen steckende, stellenweise sehr bedrohlich anmutende Geschichte. Bedrohlich, weil RocktĂ€schels Roman tatsĂ€chlich keine reine Fiktion ist? Das eine oder andere ist durchaus schon ĂŒberaus real in unserem Alltag, ohne dass wir allzu viel davon mitbekommen.

Fazit:

Mit „Die Stimmgabel: Berichte aus dem Wimpernschlag“ hat man kein Buch in der Hand, das mal eben so nebenbei gelesen werden kann oder gelesen werden sollte. Es lohnt sich auf alle FĂ€lle, sich in die Materie zu vertiefen und ich bin schon auf die neue Geschichte des Autors gespannt.

© 08/2010 Antje JĂŒrgens

geschrieben am 30.08.2010 | 820 Wörter | 4957 Zeichen

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