
| ISBN | 342662432X | |
| Buchreihe | Darren Shan | |
| Autor | Darren Shan | |
| Verlag | Droemer Knaur | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 250 | |
| Erscheinungsjahr | 2003 | |
| Extras | - |

Die "Darren Shan"-Reihe stammt von dem britischen Autor Darren O'Shaughnessy, der als Pseudonym den Namen Darren Shan verwendet und seinem Protagonisten den gleichen Namen verliehen hat. Alle zwölf BĂ€nde der Reihe sind in deutscher Sprache erhĂ€ltlich und die Verfilmung der ersten drei BĂ€nde kam im Januar 2010 in die Kinos. Neben den gewöhnlichen EinzelbĂ€nden bietet der Knaur-Verlag noch zwei SammelbĂ€nde an, die die BĂŒcher 1-3 beziehungsweise die BĂŒcher 4-6 enthalten. Das Cover dieser SammelbĂ€nde wird von Bildern aus dem Kinofilm geschmĂŒckt, doch der Inhalt weicht nicht von den Originalromanen ab.

"Die Freunde der Nacht" ist der zweite Band der "Darren Shan"-Reihe.
Nachdem Darren sich Mr Crepsley angeschlossen hat, fĂ€ngt er schnell an, sich zu langweilen und sehnt sich nach der Gesellschaft Gleichaltriger. Daraufhin beschlieĂen die beiden Vampire, sich wieder dem Mitternachtszirkus anzuschlieĂen. Dort schlieĂt Darren rasch Freundschaft mit dem Schlangenjungen Evra und dem Meschenjungen Sam. Auf einem ihrer StreifzĂŒge lernen sie auch den Umweltaktivisten R.V. kennen. Doch als R.V. von dem Mitternachtszirkus erfĂ€hrt, ist er entsetzt darĂŒber, wie die Artisten â wie etwa der gefĂ€hrliche Wolfsmann â dort eingesperrt und vorgefĂŒhrt werden, und er entwickelt einen Plan, der nicht nur Darren und seine Freunde sondern den gesamten Zirkus in Gefahr bringt.
Hatte man im ersten Band noch das GefĂŒhl, es handle sich eher um eine Einleitung fĂŒr die Geschichte, wird es in "Die Freunde der Nacht" schon wesentlich rasanter.
Zu Beginn lernt Darren erst einmal seine neuen Vampireigenschaften kennen. In diesem Punkt zeigt der Autor einige KreativitĂ€t. Seine Vampire sind ganz anders als in anderen bekannten Geschichten wie zum Beispiel der "Twilight"-Saga. Es fĂ€llt Darren jedoch sehr schwer, sich an dieses neue Leben zu gewöhnen und schon bald fĂŒhlt er sich einsam, weil er auĂer seinem ReisegefĂ€hrten und Lehrmeister Mr Crepsley und dessen Spinne keine Gesellschaft hat.
Also schlieĂen sich die beiden wieder dem Mitternachtszirkus an, wo der Leser einige Charaktere nĂ€her kennen lernt, die schon im ersten Band ErwĂ€hnung fanden. Dabei wird das Geschehen dieses Mal von der anderen Seite betrachtet. Darren muss "hinter den Kulissen" mit anpacken und darf schlieĂlich sogar als Mr Crepsleys Gehilfe auf die BĂŒhne. Hier werden nun auch einige neue Charaktere eingefĂŒhrt. Der Schlangenjunge Evra findet im ersten Band ja nur kurz ErwĂ€hnung. Jetzt wird er zu Darrens bestem Freund. Dazu kommen Sam, der Menschenjunge, dessen gröĂter Wunsch es ist, mit dem Mitternachtszirkus reisen zu dĂŒrfen, und R.V., der Umweltaktivist, der sich zuerst sehr gut mit den Kindern versteht und dann zu einer ernsthaften Bedrohung fĂŒr den Zirkus wird. AuĂerdem taucht zum ersten Mal der geheimnisvolle Meister Schick auf, zu dem die Kleinen Leute gehören, die ebenfalls schon im ersten Band auftauchen. Hier baut der Autor einige Spannung auf, verrĂ€t aber leider nur sehr wenig, auĂer dass alle ziemliche Angst vor Meister Schick und seinen Kleinen Leuten haben und dies wohl auch nicht ganz unberechtigt ist.
In "Die Freunde der Nacht" schwebt zum ersten Mal Darren selbst in "Lebensgefahr" und wie der erste Band ist auch dieser Folgeroman stellenweise sehr traurig. DafĂŒr kommt hier erst richtig Spannung auf, denn wĂ€hrend die Handlung des ersten Teils eigentlich schon durch den Klappentext oder die Kurzbeschreibung im Internet mehr oder weniger ersichtlich ist, ahnt der Leser dieses Mal noch nicht, was auf ihn zukommt.
Wie der erst Roman schlieĂt auch dieser Band wieder in sich ab, wobei er dennoch deutlich macht, dass eine Fortsetzung folgt und Lust auf mehr macht.
Fazit: Im Vergleich zum ersten Band gefĂ€llt mir "Die Freunde der Nacht" deutlich besser. Man merkt, dass "Der Mitternachtszirkus" eher eine Einleitung fĂŒr die gesamte Geschichte ist, aber bei der geringen Seitenanzahl der EinzelbĂ€nde ist das wohl auch akzeptabel und man kann die Reihe einfach als ein dickes Buch betrachten. Das Buch lĂ€sst sich schnell herunterlesen, zum Einen wegen seiner einfachen Sprache, zum Anderen aber auch wegen seiner subtilen Art, dem Leser immer wieder das GefĂŒhl zu geben, gleich passiere etwas Aufregendes, auch wenn der Showdown noch weit entfernt ist. So lĂ€sst sich das Buch, einmal angefangen, kaum aus der Hand legen.
geschrieben am 09.02.2010 | 665 Wörter | 3711 Zeichen
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