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Dieb der Dämmerung


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Sebastian Birlinger

Dieb der Dämmerung Zum Inhalt: Die Söldnertruppe „Der Bund des Raben“ ist so langsam in die Jahre gekommen und nach einer Schlacht, die sie zwar gewonnen haben, aber bei der ein Mitglied ihrer Truppe ums Leben gekommen ist, fragen sie sich wie es weitergehen soll. Der Bund bestand bis dato aus sechs Menschen und einem Elfenmagier. Zehn Jahre haben sie bereits gekämpft und inzwischen ist ihr Lebensabend gesichert, doch mit dem letzten Auftrag geraten sie in Ereignisse, welche das Ende der Welt bedeuten könnten. Die Wytchlords erwachen und wollen die Welt vernichten, beginnend mit einer Invasion der Wesmen, einem Barbarenvolk das glücklicherweise durch eine Gebirgskette vom zivilisierten Teil Balaias getrennt ist. Diese Umstände lassen die alten Herren vom Raben natürlich nicht kalt, aber erstmal muss ein Vertrag her und diskutiert werden. Soweit so gut. Der Roman ist Teil einer neuaufgelegten Serie und in eine Trilogie gepackt. Das Buch startet recht eindrucksvoll und spannend, lobend hervorzuheben ist der Perspektivenwechsel innerhalb einzelner Szenen. Hier wird ein Handlungsstrang durch kurze Absätze aus der Sicht einzelner Protagonisten geschildert und dadurch ein Spannungsbogen aufrechterhalten der seinesgleichen sucht. Doch dieses Mittel nutzt sich innerhalb des Romans etwas ab und verliert den Glanz nach mehrmaligen Wiederholungen. Der Stil an sich ist gut, schlicht und nach der modernen Art der Fantasy auch mal recht derbe und zynisch. Einige Passagen sind hingegen verwirrend, so zum Beispiel die Dimensionsmagie, welche sich nicht in ein logisches Muster fassen lässt. Auch wird die Herkunft der Magie nicht beschrieben, wie der Himmel und die Erde, ist sie einfach da und kann benutzt werden. So sind die Magieanwendung und die Gestalten, welche sich auf dem Kontinenten Balaia tummeln schon recht fantastisch. Da gibt es geflügelte Dämonen, stumpfsinnige Barbaren, schlurfende Skelette, Elfen, Drachen, Nazghûls…nein, Moment, falsches Buch. Aber mal ernsthaft, die Fantasy, die sich mir in diesem Buch darbot, war zum Teil spannend und interessant und zum Teil musste ich mich wirklich fragen, was das denn jetzt bitte soll. Lebende Tote, die wiederauferstehen als wandelnde Kampmaschinen, aber das Bewusstsein vieler haben und doch ist die Seele in einer Dämonenkette gefangen, aus der sie gelöst werden kann, wenn man nur…usw. usf. Ich will nicht ungerecht sein, ich habe das Buch gerne gelesen, manchmal recht schleppend, manchmal mit Genuss. Aber insgesamt war der größte Pluspunkt derjenige, dass es ein abgeschlossener Roman ist und ich mir nicht noch zwei weitere Teile antun muss. Wenn es als Parodie gedacht war, ist es hingegen sehr gelungen, denn dann ist es subtil und nicht leicht zu durchschauen und eine Persiflage auf die großen Werke seiner Zunft. Wenn nicht, naja, dann bleibt zu hoffen, dass die anderen Teile besser sind als ihr Anfang.

Zum Inhalt:

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Die Söldnertruppe „Der Bund des Raben“ ist so langsam in die Jahre gekommen und nach einer Schlacht, die sie zwar gewonnen haben, aber bei der ein Mitglied ihrer Truppe ums Leben gekommen ist, fragen sie sich wie es weitergehen soll. Der Bund bestand bis dato aus sechs Menschen und einem Elfenmagier. Zehn Jahre haben sie bereits gekämpft und inzwischen ist ihr Lebensabend gesichert, doch mit dem letzten Auftrag geraten sie in Ereignisse, welche das Ende der Welt bedeuten könnten. Die Wytchlords erwachen und wollen die Welt vernichten, beginnend mit einer Invasion der Wesmen, einem Barbarenvolk das glücklicherweise durch eine Gebirgskette vom zivilisierten Teil Balaias getrennt ist. Diese Umstände lassen die alten Herren vom Raben natürlich nicht kalt, aber erstmal muss ein Vertrag her und diskutiert werden.

Soweit so gut. Der Roman ist Teil einer neuaufgelegten Serie und in eine Trilogie gepackt.

Das Buch startet recht eindrucksvoll und spannend, lobend hervorzuheben ist der Perspektivenwechsel innerhalb einzelner Szenen. Hier wird ein Handlungsstrang durch kurze Absätze aus der Sicht einzelner Protagonisten geschildert und dadurch ein Spannungsbogen aufrechterhalten der seinesgleichen sucht. Doch dieses Mittel nutzt sich innerhalb des Romans etwas ab und verliert den Glanz nach mehrmaligen Wiederholungen. Der Stil an sich ist gut, schlicht und nach der modernen Art der Fantasy auch mal recht derbe und zynisch. Einige Passagen sind hingegen verwirrend, so zum Beispiel die Dimensionsmagie, welche sich nicht in ein logisches Muster fassen lässt. Auch wird die Herkunft der Magie nicht beschrieben, wie der Himmel und die Erde, ist sie einfach da und kann benutzt werden.

So sind die Magieanwendung und die Gestalten, welche sich auf dem Kontinenten Balaia tummeln schon recht fantastisch. Da gibt es geflügelte Dämonen, stumpfsinnige Barbaren, schlurfende Skelette, Elfen, Drachen, Nazghûls…nein, Moment, falsches Buch. Aber mal ernsthaft, die Fantasy, die sich mir in diesem Buch darbot, war zum Teil spannend und interessant und zum Teil musste ich mich wirklich fragen, was das denn jetzt bitte soll.

Lebende Tote, die wiederauferstehen als wandelnde Kampmaschinen, aber das Bewusstsein vieler haben und doch ist die Seele in einer Dämonenkette gefangen, aus der sie gelöst werden kann, wenn man nur…usw. usf. Ich will nicht ungerecht sein, ich habe das Buch gerne gelesen, manchmal recht schleppend, manchmal mit Genuss. Aber insgesamt war der größte Pluspunkt derjenige, dass es ein abgeschlossener Roman ist und ich mir nicht noch zwei weitere Teile antun muss. Wenn es als Parodie gedacht war, ist es hingegen sehr gelungen, denn dann ist es subtil und nicht leicht zu durchschauen und eine Persiflage auf die großen Werke seiner Zunft. Wenn nicht, naja, dann bleibt zu hoffen, dass die anderen Teile besser sind als ihr Anfang.

geschrieben am 12.08.2010 | 438 Wörter | 2458 Zeichen

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