Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Silberlicht


Statistiken
  • 1884 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Letterschming

Silberlicht „Silberlicht“ ist der erste Roman der US-amerikanischen Autorin Laura Whitcomb. Er wurde mit vier Literaturpreisen ausgezeichnet und fĂŒr fĂŒnf weitere nominiert. Mittlerweile wurde er in neun Sprachen ĂŒbersetzt und die Filmrechte an die Produzentin Kristin Hahn (The Departed) verkauft. Helen ist schon vor Jahrzehnten gestorben, doch es war ihr nicht vergönnt, in den Himmel aufzusteigen. Warum, daran hat Helen seit ihrem Tod keine Erinnerung mehr. Nun muss sie als „Licht“ auf der Erde bleiben. Sie hat keinen festen Körper, kann nicht gesehen oder gehört werden – außer von Billy. Langsam lernt Helen den unscheinbaren Jungen besser kennen und erfĂ€hrt, dass Billy, der ein Drogenproblem hatte, seinen Körper verlassen hat und stattdessen James von ihm Besitz ergriffen hat. James war bis zu diesem Moment ebenfalls Licht und ist somit der einzige Mensch auf der ganzen Welt, der Helen verstehen kann. Die beiden verlieben sich ineinander, doch immer mehr entwickelt sich in ihnen der Wunsch, einander auch berĂŒhren zu können. Also fassen sie einen Entschluss: Sie mĂŒssen auch fĂŒr Helen einen Körper finden. „Silberlicht“ zeichnet sich vor allem durch seine schöne Sprache aus. Die meisten SĂ€tze sind relativ lang mit vielen NebensĂ€tzen und die Autorin arbeitet oft mit Metaphern und anderen sprachlichen Mitteln. Außerdem verwendet sie viel Zeit auf Beschreibungen der Umgebung wie auch der GefĂŒhle der Protagonisten. Das ist in diesem Fall jedoch nicht störend, da die Beschreibungen gut gelungen sind und einem einen sehr guten Eindruck von dem Geschehen vermitteln. Die Dialoge sind ebenfalls sehr geschickt aufgebaut und in ihrer Sprache den jeweiligen Handelnden angepasst, ohne klischeehaft zu wirken. Am Anfang ist die Handlung ein wenig verwirrend. Helens Vergangenheit wird aus ihrer Sicht beschrieben, wobei der Leser lediglich ein paar Andeutungen erhĂ€lt, die ihm zu Beginn noch nicht viel verraten. Schnell kommt Helen jedoch mit James ins GesprĂ€ch und als sie ihm aus ihrer Vergangenheit berichtet, versteht auch der Leser nach und nach, was sie erlebt hat. Die Geschichte enthĂ€lt keine wirkliche Action, was in diesem Fall aber auch nicht stört. Die Autorin konzentriert sich viel mehr auf ihre Protagonisten und deren GefĂŒhle, sowie auf den Aufbau einer dichten, geheimnisvollen AtmosphĂ€re und das gelingt ihr hervorragend. Obwohl Helen und James in den Körpern von Jugendlichen stecken, sind sie ja beide schon etliche Jahrzehnte alt und diesen Umstand bemerkt der Leser auch an ihrer Sprache und ihrem Verhalten. Dennoch kann man sich gut in die beiden hineinversetzen. Sie ergehen sich nicht in irgendwelchen weisen SprĂŒchen, sondern empfinden genauso Verwirrung, Trauer oder Angst, sodass Leser jeden Alters mit ihnen fĂŒhlen können. Auch die anderen Charaktere sind sehr sorgfĂ€ltig ausgearbeitet. Man erfĂ€hrt einiges ĂŒber die beiden Teenager Jenny und Billy, aber auch ĂŒber deren Familien und die Probleme, die in diesen auftreten. Das Ende ist eigentlich absehbar, aber auch das stört nicht, da man ja als romantischer Leser auch gewisse Erwartungen an das Ende einer solchen Liebesgeschichte hat. Gestört hat mich hingegen, dass das Ende etwas plötzlich kommt. Zuerst wird noch ein großes Geheimnis um Helens Vergangenheit gemacht und dann wird dem Leser auf wenigen Seiten eine zĂŒgige Auflösung vorgesetzt, die im ersten Moment ein wenig verwirrend ist. Fazit: Eine sehr schöne Liebesgeschichte, die statt erzwungener Action oder schnulzigen Klischees auf eine wunderschöne Sprache und faszinierende Beschreibungen und GedankengĂ€nge setzt.

„Silberlicht“ ist der erste Roman der US-amerikanischen Autorin Laura Whitcomb. Er wurde mit vier Literaturpreisen ausgezeichnet und fĂŒr fĂŒnf weitere nominiert. Mittlerweile wurde er in neun Sprachen ĂŒbersetzt und die Filmrechte an die Produzentin Kristin Hahn (The Departed) verkauft.

weitere Rezensionen von Letterschming

#
rezensiert seit
Buchtitel
2
06.06.2016
4
06.06.2016

Helen ist schon vor Jahrzehnten gestorben, doch es war ihr nicht vergönnt, in den Himmel aufzusteigen. Warum, daran hat Helen seit ihrem Tod keine Erinnerung mehr. Nun muss sie als „Licht“ auf der Erde bleiben. Sie hat keinen festen Körper, kann nicht gesehen oder gehört werden – außer von Billy. Langsam lernt Helen den unscheinbaren Jungen besser kennen und erfĂ€hrt, dass Billy, der ein Drogenproblem hatte, seinen Körper verlassen hat und stattdessen James von ihm Besitz ergriffen hat. James war bis zu diesem Moment ebenfalls Licht und ist somit der einzige Mensch auf der ganzen Welt, der Helen verstehen kann. Die beiden verlieben sich ineinander, doch immer mehr entwickelt sich in ihnen der Wunsch, einander auch berĂŒhren zu können. Also fassen sie einen Entschluss: Sie mĂŒssen auch fĂŒr Helen einen Körper finden.

„Silberlicht“ zeichnet sich vor allem durch seine schöne Sprache aus. Die meisten SĂ€tze sind relativ lang mit vielen NebensĂ€tzen und die Autorin arbeitet oft mit Metaphern und anderen sprachlichen Mitteln. Außerdem verwendet sie viel Zeit auf Beschreibungen der Umgebung wie auch der GefĂŒhle der Protagonisten. Das ist in diesem Fall jedoch nicht störend, da die Beschreibungen gut gelungen sind und einem einen sehr guten Eindruck von dem Geschehen vermitteln. Die Dialoge sind ebenfalls sehr geschickt aufgebaut und in ihrer Sprache den jeweiligen Handelnden angepasst, ohne klischeehaft zu wirken.

Am Anfang ist die Handlung ein wenig verwirrend. Helens Vergangenheit wird aus ihrer Sicht beschrieben, wobei der Leser lediglich ein paar Andeutungen erhÀlt, die ihm zu Beginn noch nicht viel verraten. Schnell kommt Helen jedoch mit James ins GesprÀch und als sie ihm aus ihrer Vergangenheit berichtet, versteht auch der Leser nach und nach, was sie erlebt hat.

Die Geschichte enthĂ€lt keine wirkliche Action, was in diesem Fall aber auch nicht stört. Die Autorin konzentriert sich viel mehr auf ihre Protagonisten und deren GefĂŒhle, sowie auf den Aufbau einer dichten, geheimnisvollen AtmosphĂ€re und das gelingt ihr hervorragend.

Obwohl Helen und James in den Körpern von Jugendlichen stecken, sind sie ja beide schon etliche Jahrzehnte alt und diesen Umstand bemerkt der Leser auch an ihrer Sprache und ihrem Verhalten. Dennoch kann man sich gut in die beiden hineinversetzen. Sie ergehen sich nicht in irgendwelchen weisen SprĂŒchen, sondern empfinden genauso Verwirrung, Trauer oder Angst, sodass Leser jeden Alters mit ihnen fĂŒhlen können.

Auch die anderen Charaktere sind sehr sorgfĂ€ltig ausgearbeitet. Man erfĂ€hrt einiges ĂŒber die beiden Teenager Jenny und Billy, aber auch ĂŒber deren Familien und die Probleme, die in diesen auftreten.

Das Ende ist eigentlich absehbar, aber auch das stört nicht, da man ja als romantischer Leser auch gewisse Erwartungen an das Ende einer solchen Liebesgeschichte hat. Gestört hat mich hingegen, dass das Ende etwas plötzlich kommt. Zuerst wird noch ein großes Geheimnis um Helens Vergangenheit gemacht und dann wird dem Leser auf wenigen Seiten eine zĂŒgige Auflösung vorgesetzt, die im ersten Moment ein wenig verwirrend ist.

Fazit: Eine sehr schöne Liebesgeschichte, die statt erzwungener Action oder schnulzigen Klischees auf eine wunderschöne Sprache und faszinierende Beschreibungen und GedankengÀnge setzt.

geschrieben am 16.04.2010 | 537 Wörter | 3085 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen