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Marina


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Marina Der bereits 1999 in Spanien erschienene Erstlingsroman von Carlos Ruiz Zafón, der in Deutschland eher aufgrund der in deutscher Übersetzung schon länger verfügbaren Werke „Der Schatten des Windes“ und „Das Spiel des Engels“ bekannt ist, wird vom Autor selbst als das persönlichste Buch beschrieben. Der 1964 in Barcelona geborene Autor besuchte eben jene Jesuitenschule Sarriá, in der auch Oscár, der Held des Romans lebt. Die Verliebtheit des Autors in seine Stadt spricht aus jeder Seite seiner Bücher. Sie wurde oft kritisiert – wer jedoch „Marina“ gelesen hat, ist entweder mutig und fährt nach Barcelona um die geheimen Winkel und dunklen Orte zu entdecken, die ihn im Buch in den Bann gezogen haben; oder er wird Barcelona nie mehr besuchen und fragt sich, ob die im Schatten und Untergrund verborgenen Kreaturen nicht auch ihn überraschen könnten, wenn er nach Einbruch der Dunkelheit durch die Gassen der Stadt streift. „Marina“ ist der Bericht von Oscár über seine Erlebnisse mit Marina, der zweiten Heldin des Buches vor über 15 Jahren. Oscárs Prolog aus der Gegenwart endet mit der Feststellung: „Wir alle haben im Dachgeschoss der Seele ein Geheimnis unter Verschluss. Das hier ist das meine.“ Der folgende Bericht aus Sicht Oscárs nimmt den Leser mit auf die Suche nach dem Geheimnis der Schwarzen Dame, die jeden letzten Sonntag des Monats ein Grab auf einem verschwiegenen Friedhof besucht, das mit einem schwarzen Schmetterling verziert ist. Der Leser wird ebenso wie Oscár und Marina in eine Geschichte gezogen, die sich nach und nach bruchstückhaft aus den Lebensbeichten der von Oscár und Marina aufgesuchten Personen zusammensetzt. Die verschiedenen Geschichten in der Geschichte offenbaren die Schicksale und Lebenswege vieler an der Handlung beteiligter Personen. Auf ihrem Weg, das Rätsel der Schwarzen Dame zu lösen, werden Oscár und Marina immer tiefer in die Handlung hinein gezogen, so dass sie am Ende, als sich das Puzzle zusammensetzen lässt, kaum mehr entrinnen können. Die großen Themen des Buches sind die unerschütterliche Liebe über alle Krankheiten, Gebrechen und Schicksalsschläge hinweg, sowie die Suche nach einem Weg, der grausamen Natur Einhalt zu gebieten und den Tod aufzuhalten. Dieser Weg, den der ebenso mysteriöse wie getriebene Michail Kolwenik, auf dessen Spuren sich Oscár und Marina begeben, findet, geht über Leichen. Die Schauplätze, an denen sich mit brutaler und hässlicher Fratze ein Mosaikstein des Rätsels nach dem anderen zusammenfügt, lassen den Leser schaudern. Die Sprachgewalt des Autors und die Fähigkeit, wie auf einer Kinoleinwand mit plötzlichen Wendungen rasante Schnitte im Kopfkino zu erzeugen, lassen den Herzschlag des Lesers galoppieren. Ein Buch, das aufgrund des Tempos der Geschichte und des packenden Sprachstils des Autors in kürzester Zeit verschlungen werden will. Alle Attribute, die diesem Roman zugesprochen werden können (mysteriös, packend, phantastisch, schaurig, erschreckend, ängstigend, verzückend, herzerwärmend, zu Tränen rührend), sollten jeden davon überzeugen, dieses Buch zur Hand zu nehmen.

Der bereits 1999 in Spanien erschienene Erstlingsroman von Carlos Ruiz Zafón, der in Deutschland eher aufgrund der in deutscher Übersetzung schon länger verfügbaren Werke „Der Schatten des Windes“ und „Das Spiel des Engels“ bekannt ist, wird vom Autor selbst als das persönlichste Buch beschrieben. Der 1964 in Barcelona geborene Autor besuchte eben jene Jesuitenschule Sarriá, in der auch Oscár, der Held des Romans lebt. Die Verliebtheit des Autors in seine Stadt spricht aus jeder Seite seiner Bücher. Sie wurde oft kritisiert – wer jedoch „Marina“ gelesen hat, ist entweder mutig und fährt nach Barcelona um die geheimen Winkel und dunklen Orte zu entdecken, die ihn im Buch in den Bann gezogen haben; oder er wird Barcelona nie mehr besuchen und fragt sich, ob die im Schatten und Untergrund verborgenen Kreaturen nicht auch ihn überraschen könnten, wenn er nach Einbruch der Dunkelheit durch die Gassen der Stadt streift.

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„Marina“ ist der Bericht von Oscár über seine Erlebnisse mit Marina, der zweiten Heldin des Buches vor über 15 Jahren. Oscárs Prolog aus der Gegenwart endet mit der Feststellung: „Wir alle haben im Dachgeschoss der Seele ein Geheimnis unter Verschluss. Das hier ist das meine.“ Der folgende Bericht aus Sicht Oscárs nimmt den Leser mit auf die Suche nach dem Geheimnis der Schwarzen Dame, die jeden letzten Sonntag des Monats ein Grab auf einem verschwiegenen Friedhof besucht, das mit einem schwarzen Schmetterling verziert ist. Der Leser wird ebenso wie Oscár und Marina in eine Geschichte gezogen, die sich nach und nach bruchstückhaft aus den Lebensbeichten der von Oscár und Marina aufgesuchten Personen zusammensetzt. Die verschiedenen Geschichten in der Geschichte offenbaren die Schicksale und Lebenswege vieler an der Handlung beteiligter Personen. Auf ihrem Weg, das Rätsel der Schwarzen Dame zu lösen, werden Oscár und Marina immer tiefer in die Handlung hinein gezogen, so dass sie am Ende, als sich das Puzzle zusammensetzen lässt, kaum mehr entrinnen können.

Die großen Themen des Buches sind die unerschütterliche Liebe über alle Krankheiten, Gebrechen und Schicksalsschläge hinweg, sowie die Suche nach einem Weg, der grausamen Natur Einhalt zu gebieten und den Tod aufzuhalten. Dieser Weg, den der ebenso mysteriöse wie getriebene Michail Kolwenik, auf dessen Spuren sich Oscár und Marina begeben, findet, geht über Leichen. Die Schauplätze, an denen sich mit brutaler und hässlicher Fratze ein Mosaikstein des Rätsels nach dem anderen zusammenfügt, lassen den Leser schaudern. Die Sprachgewalt des Autors und die Fähigkeit, wie auf einer Kinoleinwand mit plötzlichen Wendungen rasante Schnitte im Kopfkino zu erzeugen, lassen den Herzschlag des Lesers galoppieren. Ein Buch, das aufgrund des Tempos der Geschichte und des packenden Sprachstils des Autors in kürzester Zeit verschlungen werden will.

Alle Attribute, die diesem Roman zugesprochen werden können (mysteriös, packend, phantastisch, schaurig, erschreckend, ängstigend, verzückend, herzerwärmend, zu Tränen rührend), sollten jeden davon überzeugen, dieses Buch zur Hand zu nehmen.

geschrieben am 05.07.2011 | 464 Wörter | 2691 Zeichen

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