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Die Ehre der Am'churi


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Magdalena Kneisel

Die Ehre der Am'churi Sandra Gernt stellt in ihrem Buch die Geschichte zweier Todfeinde dar, welche „aneinandergekettet, auf Gedeih und Verderb einander ausgeliefert“ sind. So fällt es jedenfalls dem Leser beim Betrachten des Umschlags ins Auge. Dass es sich bei den beiden Todfeinden, um die beiden männlichen Hauptcharaktere des Buches (Jivvin und Ni'yo) handelt, dürfte Lesern, die das Konzept des „dead soft Verlag“ kennen, nicht erstaunlich sein. Auch der Handlungsverlauf, im Sinne der Slash-Literatur, dürfte hier wohl offensichtlich sein. So gilt auch bei diesem Buch der Grundsatz: Prüde und Homophobe sollten das Buch nur aus der Ferne betrachten! Jivvin und Ni'yo werden beide zu Drachenjägern ausgebildet: Gezeichnet durch den Kriegsgott Am'chur verwandeln sie sich in einer lebensbedrohlichen Situation zu mordenden Bestien, die sie selbst bezwingen müssen, um in der Welt bestehen zu können. Jivvin ist ein sehr begabter Schüler des Klosters und einige Jahre älter als Ni'yo, als dieser noch als Kind in den Tempel vor Verfolgern fließen muss. Ihre erste Begegnung endet mit abgrundtiefem, gegenseitigem Hass. Ni'yo wird Außenseiter: Angefeindet von allen Klosterschülern, hat er täglich seinen Kampf ums Überleben auszufechten – und dies ist wortwörtlich zu sehen: Er wird halb zu Tode geprügelt, vergiftet und misshandelt. Doch den größten Teil des Buches nimmt die gemeinsame Flucht der beiden vor dem gemeinsamen Feind – den Schattenelfen ein. Gefangengenommen und verschleppt müssen die beiden jungen Feinde ihre Heimat wiederfinden. Die Welt, welche Sandra Gernt anlegt, mag kunstvoll gestaltet sein. Dennoch weist sie erhebliche Lücken auf: Kurzfristig wird Verwandtschaft eingeführt, wo sie wohl am wenigsten brauchbar ist, nur um den Fortgang der Geschichte zu gewährleisten. Das Götterpantheon wird nur in groben Zügen geschildert, auch das plötzliche Auftreten der Schattenelfen ist mehr als nur unerwartet im Verlauf der Geschichte und wirkt als feindliche Größe etwas deplatziert. Zwar ist die Welt in der Geschichte in sich komplett und nachvollziehbar erzählt, dennoch fehlt das Gewisse etwas, was auch durch das sehr überstürzte Ende des Buches deutlich wird. Eine Erklärung hierfür mag im Vorwort gegeben sein, Wohlbekannt und wenn nicht doch offensichtlich ist das Konzept des Buches: Zwei Feinde, die sich bis auf das Blut hassen, werden gemeinsam der Lebensgefahr ausgesetzt und finden – wie sollte es anders sein – zueinander. Nichtsdestoweniger ist das Buch – wenn auch mit kleinen Ungenauigkeiten und der nicht vollständig konzipierten Welt – ein kurzweiliger Lesegenuss – in zwei Stunden durchaus zu erleben – wert. Und so gilt der Schlusssatz: „Die Ehre der Am'churi war gewahrt.“

Sandra Gernt stellt in ihrem Buch die Geschichte zweier Todfeinde dar, welche „aneinandergekettet, auf Gedeih und Verderb einander ausgeliefert“ sind. So fällt es jedenfalls dem Leser beim Betrachten des Umschlags ins Auge. Dass es sich bei den beiden Todfeinden, um die beiden männlichen Hauptcharaktere des Buches (Jivvin und Ni'yo) handelt, dürfte Lesern, die das Konzept des „dead soft Verlag“ kennen, nicht erstaunlich sein. Auch der Handlungsverlauf, im Sinne der Slash-Literatur, dürfte hier wohl offensichtlich sein.

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So gilt auch bei diesem Buch der Grundsatz: PrĂĽde und Homophobe sollten das Buch nur aus der Ferne betrachten!

Jivvin und Ni'yo werden beide zu Drachenjägern ausgebildet: Gezeichnet durch den Kriegsgott Am'chur verwandeln sie sich in einer lebensbedrohlichen Situation zu mordenden Bestien, die sie selbst bezwingen müssen, um in der Welt bestehen zu können.

Jivvin ist ein sehr begabter Schüler des Klosters und einige Jahre älter als Ni'yo, als dieser noch als Kind in den Tempel vor Verfolgern fließen muss. Ihre erste Begegnung endet mit abgrundtiefem, gegenseitigem Hass. Ni'yo wird Außenseiter: Angefeindet von allen Klosterschülern, hat er täglich seinen Kampf ums Überleben auszufechten – und dies ist wortwörtlich zu sehen: Er wird halb zu Tode geprügelt, vergiftet und misshandelt.

Doch den größten Teil des Buches nimmt die gemeinsame Flucht der beiden vor dem gemeinsamen Feind – den Schattenelfen ein. Gefangengenommen und verschleppt müssen die beiden jungen Feinde ihre Heimat wiederfinden.

Die Welt, welche Sandra Gernt anlegt, mag kunstvoll gestaltet sein. Dennoch weist sie erhebliche Lücken auf: Kurzfristig wird Verwandtschaft eingeführt, wo sie wohl am wenigsten brauchbar ist, nur um den Fortgang der Geschichte zu gewährleisten. Das Götterpantheon wird nur in groben Zügen geschildert, auch das plötzliche Auftreten der Schattenelfen ist mehr als nur unerwartet im Verlauf der Geschichte und wirkt als feindliche Größe etwas deplatziert. Zwar ist die Welt in der Geschichte in sich komplett und nachvollziehbar erzählt, dennoch fehlt das Gewisse etwas, was auch durch das sehr überstürzte Ende des Buches deutlich wird.

Eine Erklärung hierfür mag im Vorwort gegeben sein,

Wohlbekannt und wenn nicht doch offensichtlich ist das Konzept des Buches: Zwei Feinde, die sich bis auf das Blut hassen, werden gemeinsam der Lebensgefahr ausgesetzt und finden – wie sollte es anders sein – zueinander.

Nichtsdestoweniger ist das Buch – wenn auch mit kleinen Ungenauigkeiten und der nicht vollständig konzipierten Welt – ein kurzweiliger Lesegenuss – in zwei Stunden durchaus zu erleben – wert. Und so gilt der Schlusssatz: „Die Ehre der Am'churi war gewahrt.“

geschrieben am 21.11.2010 | 402 Wörter | 2358 Zeichen

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