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Neue Ufer


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  • 2695 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Juan Fernandez

Neue Ufer „Neue Ufer“ ist sehr eng an das Rollenspiel „Heredium“ angelegt, welches vom selben Verlag veröffentlicht worden ist. Auf 304 Seiten versucht der Autor dem Leser nicht nur die Welt und die Charaktere näher zu bringen, sondern auch eine Stimmung aufzubauen, die endzeitlich geprägt ist und vom Kampf Mensch gegen Natur gezeichnet ist. Sowohl in dem Prolog als auch den ersten knapp 50 Seiten, werden die wichtigsten Charaktere vorgestellt. Da der Roman in einer gewaltigen Biosphäre beginnt, die unter dem Namen Hirohito City bekannt ist und mit einem asiatischen Flair unterlegt ist, hat man einige Probleme mit den ebenfalls asiatischen Namen, doch da selbst diese amerikanisiert sind und sich, was sehr lobenswert ist, in einem erträglichen Rahmen wiederholen, hat man sie sich schnell eingeprägt. Eine Ausnahme bildet hier der Protagonist des Romans, der den eingängigen Namen Lennard trägt und eine sehr schöne charakterliche Entwicklung beschreitet. Anfangs ist Lennard auf die Hilfe von anderen angewiesen, wie zum Beispiel der Krankenschwester Ai Tanaka, doch im Verlauf der Reise zeigt sich nicht nur das Lennard hart im nehmen ist, sondern auch über ganz besondere Kräfte verfügt. Dies ist auch unter anderem der Grund warum er aus der Kuppelstadt fliehen muss und die Reise antritt, von der der Roman im Prinzip handelt. „Neue Ufer“ ist eigentlich ein Abenteuerroman und auch wenn viele Grenzen klar definiert sind, was Gut und Böse, richtig oder falsch ist, gibt es dennoch genug Spielraum für die eigene Fantasie und eigene Interpretationen. Lennard stellt seine eigene Moral oft in Frage, reflektiert seine Taten und stellt unangenehme Fragen, sowohl an sich selbst aber auch an die Antagonisten die mit ihm ziehen. Dabei ist das herrliche das die Charaktere so unterschiedlich sind, dabei aber so klar umrissen und beschrieben sind, dass man sich in dem Buch verlieren kann und es eigentlich bedauert, dass es nach knapp 300 Seiten schon zu Ende ist. Dabei wird es nie langweilige und es gibt eigentlich keine Passagen die ermüdend sind. Der Autor, Andreas Schnell, schafft es durch schnelle Szenenwechsel den Leser beinahe atemlos durch den Roman zu treiben und gönnt dem Leser nur selten eine Verschnaufpause. Negativ fällt eigentlich nur die Karte am Ende des Romans auf, welche viel zu dunkel ist. Ebenfalls gibt es keine Legende oder Erklärung dazu. Ich vermute das es sich dabei um die Route handeln soll, welche Lennard und seine Freunde während des Romans genommen haben. Dies ist aber rein spekulativ und da das Bild dunkel und verwaschen scheint, leider nur zu vermuten. Da der Rest des Buches, vor allem das Titelbild, sehr schön und sauber gelayouted ist, wirkt dies ein wenig störend, fällt aber nicht weiter ins Gewicht. Wer Endzeit mag und von Dreck, Blut und Gewalt nicht zurückschreckt, denn davon gibt es mehr als genug in dem Roman, ist mit „Neue Ufer“ sehr gut bedient. Selten habe ich mich für unter 10 Euro so gut unterhalten gefühlt.

„Neue Ufer“ ist sehr eng an das Rollenspiel „Heredium“ angelegt, welches vom selben Verlag veröffentlicht worden ist. Auf 304 Seiten versucht der Autor dem Leser nicht nur die Welt und die Charaktere näher zu bringen, sondern auch eine Stimmung aufzubauen, die endzeitlich geprägt ist und vom Kampf Mensch gegen Natur gezeichnet ist.

weitere Rezensionen von Juan Fernandez

#
rezensiert seit
Buchtitel
1
22.01.2010

Sowohl in dem Prolog als auch den ersten knapp 50 Seiten, werden die wichtigsten Charaktere vorgestellt. Da der Roman in einer gewaltigen Biosphäre beginnt, die unter dem Namen Hirohito City bekannt ist und mit einem asiatischen Flair unterlegt ist, hat man einige Probleme mit den ebenfalls asiatischen Namen, doch da selbst diese amerikanisiert sind und sich, was sehr lobenswert ist, in einem erträglichen Rahmen wiederholen, hat man sie sich schnell eingeprägt. Eine Ausnahme bildet hier der Protagonist des Romans, der den eingängigen Namen Lennard trägt und eine sehr schöne charakterliche Entwicklung beschreitet. Anfangs ist Lennard auf die Hilfe von anderen angewiesen, wie zum Beispiel der Krankenschwester Ai Tanaka, doch im Verlauf der Reise zeigt sich nicht nur das Lennard hart im nehmen ist, sondern auch über ganz besondere Kräfte verfügt. Dies ist auch unter anderem der Grund warum er aus der Kuppelstadt fliehen muss und die Reise antritt, von der der Roman im Prinzip handelt.

„Neue Ufer“ ist eigentlich ein Abenteuerroman und auch wenn viele Grenzen klar definiert sind, was Gut und Böse, richtig oder falsch ist, gibt es dennoch genug Spielraum für die eigene Fantasie und eigene Interpretationen. Lennard stellt seine eigene Moral oft in Frage, reflektiert seine Taten und stellt unangenehme Fragen, sowohl an sich selbst aber auch an die Antagonisten die mit ihm ziehen. Dabei ist das herrliche das die Charaktere so unterschiedlich sind, dabei aber so klar umrissen und beschrieben sind, dass man sich in dem Buch verlieren kann und es eigentlich bedauert, dass es nach knapp 300 Seiten schon zu Ende ist. Dabei wird es nie langweilige und es gibt eigentlich keine Passagen die ermüdend sind. Der Autor, Andreas Schnell, schafft es durch schnelle Szenenwechsel den Leser beinahe atemlos durch den Roman zu treiben und gönnt dem Leser nur selten eine Verschnaufpause.

Negativ fällt eigentlich nur die Karte am Ende des Romans auf, welche viel zu dunkel ist. Ebenfalls gibt es keine Legende oder Erklärung dazu. Ich vermute das es sich dabei um die Route handeln soll, welche Lennard und seine Freunde während des Romans genommen haben. Dies ist aber rein spekulativ und da das Bild dunkel und verwaschen scheint, leider nur zu vermuten. Da der Rest des Buches, vor allem das Titelbild, sehr schön und sauber gelayouted ist, wirkt dies ein wenig störend, fällt aber nicht weiter ins Gewicht.

Wer Endzeit mag und von Dreck, Blut und Gewalt nicht zurückschreckt, denn davon gibt es mehr als genug in dem Roman, ist mit „Neue Ufer“ sehr gut bedient. Selten habe ich mich für unter 10 Euro so gut unterhalten gefühlt.

geschrieben am 22.01.2010 | 477 Wörter | 2535 Zeichen

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