
| ISBN | 3833498552 | |
| Buchreihe | Die Zwei Schwerter | |
| Autor | Holger de Grandpair | |
| Verlag | BoD - Books on Demand GmbH | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 320 | |
| Erscheinungsjahr | 2008 | |
| Extras | - |

„Lemuria und Rhodrim, die Reiche der Menschen des wunderbaren Kontinents Arthilien, leben in Frieden mit Elben, Drachen, Zwergen, Ogern und anderen Völkern, bis sich eine gewaltige Bedrohung über sie erhebt. Die Orks aus Dantar-Mar haben sich auf den Befehl des geheimnisvollen Schwarzen Gebieters hin zur Horde Durotars vereint und marschieren nach Norden, um die Welt der Menschen mit Krieg und Untergang zu überziehen.

Zehn Gefährten, angeführt vom Fürstensohn Arnhelm, Braccas Rotbart und dem Zwergen Dwari, machen sich auf den gefahrvollen Weg in die unerforschte Wildnis des Ostens, um das legendäre Goldene Schwert ihrer Ahnen aufzufinden und damit dem unheilvollen Schwarzen Schwert des Feindes zu widerstehen ...“
Holger De Grandpair macht mit „Der Ansturm der Orks“ den Anfang zu seiner Trilogie „Die zwei Schwerter“. Zugegeben: Anfangs habe ich dieses erste Buch mit großer Skepsis betrachtet, da ich Tolkiens Werke liebe und schätze. Leider ist es gerade seit den „Herr der Ringe“-Verfilmungen ja so, dass die Thematik in Buchform breit getreten wird und sich die Veröffentlichungen um Zwerge, Elfen, Orks sowie Menschenvölker und der gleichen häufen und jeder irgendwie noch seine Scheibe von dem großen Braten des „Herrn der Ringe“-Erfolgs abbekommen möchte.
Auf den ersten Blick betrachtet fiel auch „Der Ansturm der Orks“ für mich in dieses Schema, denn immerhin dreht es sich hier ebenfalls um Menschenvölker, Elben, Zwerge sowie Orks und anderen Völkern. Neu war für mich allerdings die Erwähnung von Ogern, Harpyen und dergleichen, die hier ebenso wie die Zwerge, Drachen und andere als „ältere Rassen“ aufgezählt werden. Gerade diese Aufzählung finde ich direkt zum Buchanfang sehr interessant, da auf 15 Seiten die vorkommenden Völker/Lebensformen erklärt werden mit ihrem Erscheinungsbild, ihrer Lebensweise sowie deren Lebensraum auf den Kontinenten Arthilien und Orgard.
Auf diese zwei Kontinente beschränkt sich dann auch die Handlung dieses Buches sowie die der Trilogie. Auf jeden Fall ist erwähnenswert, dass der Autor ebenfalls eine Schöpfer-Rolle erschaffen hat wie es Tolkien auch in seinem Silmarillion tat. Immer wieder kommt es zu Passagen, in denen „Der Eine“ erwähnt wird. Hier fängt allerdings die Problematik des Geschehens an, weil die Orks nach den Reichen (dem Kontinent) der Menschen trachten, nachdem die Elben offenbar verschwunden bzw. verstreut sind.
Holger De Grandpair kann in seinem ersten Buch dieser Trilogie sehr schnell mit seiner Schreibweise sowie seinem Stil überzeugen, selbst wenn man sich anfangs doch durch den Informationsfluss ein wenig überfordert sieht. Nur muss ich hier wirklich sagen "ein wenig", da sich zu dem Hauptgeschehen alles schnell verstehen lässt. Zudem ist vorne im Buch eine Karte, die zum besseren Verständnis dient, sowie eine Auflistung der wichtigsten Personen und Örtlichkeiten am Buchende enthalten, da es unumgänglich ist, ab und an während des Buches sich erneut zu orientieren bzw. doch mal was nachzuschlagen. Abgesehen davon sind die einzelnen Kapitel übersichtlich und den Geschehnissen nach geordnet.
Holger De Grandpair hat seinen Charakteren hier eine einmalige und starke Persönlichkeit zugeteilt, so dass man schnell mit den verschiedenen Namen, Rängen und Eigenheiten zurecht kommt. Die besten Beispiele sind hier die beiden Streithähne der Orks: Ugluk und Uchnoth, sowie der Zwerg Dwari, der mit seinem losen Mundwerk sowie seinem „zwergischen Scharm“ immer wieder zu einem Schmunzeln anregt. Hier verhält es sich so wie mit Gimli bei Tolkien: Dwari macht keinen Hehl daraus, die Elben nicht zu mögen und er ist überheblich stolz auf sein Zwergen-Dasein.
Die Idee mit den „Zwei Schwertern“ finde ich sehr gelungen, zudem wird deren Entstehung sowie deren Bedeutung in diesem Buch hohe Aufmerksamkeit geschenkt, so dass man die Handlungsweise und den Hintergrund versteht, weswegen sich hier zehn Gefährten aufmachen um gerade zu versuchen, diesem „Ansturm der Orks“ entgegenzutreten.
Dieses Buch fesselt einen von Anfang an und lässt einen in eine fremde Welt eintauchen. Hinzu kommen dann noch Dinge wie Zauberkräfte und Magien sowie die Tatsache, dass besonders der „dunkle Herrscher“ bei den Orks in seinem Auftreten sowie in seinem Verhalten eine besondere Art der Mystik behält. Sätze und Begriffe in der Sprache der Orks, Zwerge und Elben runden das Buch noch weiter ab, zumal immer wieder an den Seitenenden diese „Fremdwörter“ erklärt werden. Mir hat dieses erste Buch von den dreien hervorragend gefallen und ich hoffe, dass es sich mit den anderen jetzt weiter so verhält.
geschrieben am 18.10.2008 | 691 Wörter | 3993 Zeichen
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