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Psychologie des Lernens


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Rezension von

Kilian Kneisel

Psychologie des Lernens Allein die Tatsache, sich intensiver mit einem Psychologiehandbuch beschäftigen zu müssen, mag einige Leser abschrecken. Dass es aber auch anders geht, zeigt Guy Lefrançois eindrucksvoll in seinem Buch „Psychologie des Lernens“, das nicht zu Unrecht in der vierten Auflage vorliegt. Schlägt man das Buch auf und blättert es durch, so fallen dem Leser sofort die zahlreichen Illustrationen und die optisch hervorgehobenen Textpassagen ins Auge. Insgesamt gibt es in dem Buch 102 Abbildungen und 23 Tabellen, die gut auf die jeweiligen Themen abgestimmt sind. Am Ende finden sich ein ausführliches Literaturverzeichnis und ein Sachregister. Zuvor wird in fünf großen Abschnitten, die in insgesamt 12 fortlaufende Kapitel unterteilt sind, die ihrerseits aus gut und sinnvoll portionierten Unterkapiteln bestehen, die Psychologie des Lernens dargestellt. Nachdem im ersten Abschnitt (Wissenschaft und Theorie) die Grundlagen der psychologischen Arbeit erläutert wurden, setzt mit dem zweiten Abschnitt die eigentliche Abhandlung ein. Auf die behavioristischen Theorien folgen der Beginn des modernen Kognitivismus und die kognitiven Theorien, bevor eine Gesamtzusammenfassung geboten wird. Es werden jeweils die wichtigsten Vertreter (mit Biographien), Theorien und Versuche genannt. Jedem Kapitel geht ein eigenes Inhaltsverzeichnis voraus und die Lernziele werden vorgegeben, damit der Leser schon eine Idee davon bekommt, worum es im Folgenden gehen wird. Wichtige Begriffe sind fett hervorgehoben, Versuche und Experimente durch anschauliche Graphiken illustriert. Eine abschließende Zusammenfassung rundet jedes Kapitel ab. Als roter Faden, der von Kapitel zu Kapitel überleitet, dient die Rahmengeschichte, die im Vorwort erläutert wird: Lefrançois gibt vor, das Buch von einer alten Dame diktiert bekommen zu haben, die plötzlich in seiner Urwaldhütte stand. Das ganze Buch ist gut lesbar und stellenweise äußerst humorvoll geschrieben, sodass es durchaus passieren kann, dass man im Bus ob des plötzlichen Lachanfalls schräge Blicke erntet, die sich noch intensivieren, wenn zur Kenntnis genommen wird, dass man über ein Psychologiebuch lacht. Auch sind Anekdoten und scheinbar unwichtige Details im Text eingefügt (Pawlow wurde zum Beispiel bei seinem ersten Amerikabesuch gleich ausgeraubt; Skinner hielt seine Mutter für frigide; Watson hatte was mit seiner Assistentin), was die Anschaulichkeit und Lesbarkeit noch weiter erhöht. Dem Springer-Verlag verdanken wir ein gut geschriebenes, sinnvoll aufgebautes und offensichtlich gut übersetztes Überblickswerk zur Lernpsychologie gelungen, das nicht nur für Studenten und Lehrer geeignet ist, sondern auch der breiten Masse ein recht komplexes Themengebiet anschaulich und verständlich nahezubringen vermag.

Allein die Tatsache, sich intensiver mit einem Psychologiehandbuch beschäftigen zu müssen, mag einige Leser abschrecken. Dass es aber auch anders geht, zeigt Guy Lefrançois eindrucksvoll in seinem Buch „Psychologie des Lernens“, das nicht zu Unrecht in der vierten Auflage vorliegt.

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Schlägt man das Buch auf und blättert es durch, so fallen dem Leser sofort die zahlreichen Illustrationen und die optisch hervorgehobenen Textpassagen ins Auge. Insgesamt gibt es in dem Buch 102 Abbildungen und 23 Tabellen, die gut auf die jeweiligen Themen abgestimmt sind. Am Ende finden sich ein ausführliches Literaturverzeichnis und ein Sachregister. Zuvor wird in fünf großen Abschnitten, die in insgesamt 12 fortlaufende Kapitel unterteilt sind, die ihrerseits aus gut und sinnvoll portionierten Unterkapiteln bestehen, die Psychologie des Lernens dargestellt. Nachdem im ersten Abschnitt (Wissenschaft und Theorie) die Grundlagen der psychologischen Arbeit erläutert wurden, setzt mit dem zweiten Abschnitt die eigentliche Abhandlung ein. Auf die behavioristischen Theorien folgen der Beginn des modernen Kognitivismus und die kognitiven Theorien, bevor eine Gesamtzusammenfassung geboten wird. Es werden jeweils die wichtigsten Vertreter (mit Biographien), Theorien und Versuche genannt. Jedem Kapitel geht ein eigenes Inhaltsverzeichnis voraus und die Lernziele werden vorgegeben, damit der Leser schon eine Idee davon bekommt, worum es im Folgenden gehen wird. Wichtige Begriffe sind fett hervorgehoben, Versuche und Experimente durch anschauliche Graphiken illustriert. Eine abschließende Zusammenfassung rundet jedes Kapitel ab. Als roter Faden, der von Kapitel zu Kapitel überleitet, dient die Rahmengeschichte, die im Vorwort erläutert wird: Lefrançois gibt vor, das Buch von einer alten Dame diktiert bekommen zu haben, die plötzlich in seiner Urwaldhütte stand. Das ganze Buch ist gut lesbar und stellenweise äußerst humorvoll geschrieben, sodass es durchaus passieren kann, dass man im Bus ob des plötzlichen Lachanfalls schräge Blicke erntet, die sich noch intensivieren, wenn zur Kenntnis genommen wird, dass man über ein Psychologiebuch lacht. Auch sind Anekdoten und scheinbar unwichtige Details im Text eingefügt (Pawlow wurde zum Beispiel bei seinem ersten Amerikabesuch gleich ausgeraubt; Skinner hielt seine Mutter für frigide; Watson hatte was mit seiner Assistentin), was die Anschaulichkeit und Lesbarkeit noch weiter erhöht.

Dem Springer-Verlag verdanken wir ein gut geschriebenes, sinnvoll aufgebautes und offensichtlich gut übersetztes Überblickswerk zur Lernpsychologie gelungen, das nicht nur für Studenten und Lehrer geeignet ist, sondern auch der breiten Masse ein recht komplexes Themengebiet anschaulich und verständlich nahezubringen vermag.

geschrieben am 15.12.2008 | 378 Wörter | 2386 Zeichen

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