Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Persönlichkeitsstörungen


Statistiken
  • 9607 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Kristina Scherer

Persönlichkeitsstörungen Fiedlers bewährtes Lehrbuch rund um Persönlichkeitsstörungen dürfte das Bedürfnis nach Aufklärung des gerade in den letzten Jahren für die Öffentlichkeit interessant gewordenen Themas stillen. Das Werk klärt Fragen wie "Welche Merkmale sind für welche Persönlichkeitsstörung typisch?", "Wie unterscheiden sich die Störungen?" oder "Wie kann eine bestimmte Störung behandelt werden?". Dabei nimmt der Autor 14 unterschiedliche genau unter die Lupe, anhand derer die Schwächen und Stärken des betroffenen Menschentypus herauskristallisiert werden. Jeder Störung ist ein ausführliches Kapitel gewidmet. Paranoide, antisoziale, histironische oder zwanghafte Persönlichkeitsstörungen gehören dazu. Insgesamt werden sogar weit über 100 Störungen erwähnt. Eine gesonderte Übersicht klärt den Leser über eventuelle Weitdiagnosen der Patienten auf: So leiden Borderline- Identitäten oft zusätlich zur Instabilität ihrer Emotionen und Stimmungen unter einer Essstörung wie z.B. der Bulimie. Menschen mit einer selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung besitzen nicht selten eine soziale Phobie, welche sich aus dem Teufelskreis ergibt, engere Kontakte und Kritik vermeiden zu wollen. Alle diese Problematiken können in extremen Fällen zur Selbstzerstörung oder zur Zerstörung anderer führen, wenn nicht rechtzeitig eine Therapie in Angriff genommen wird. Die einzelnen Störungen werden in diversen Kriterien differenziert: Jemand mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, der sich nach übermäßiger Bewunderung sehnt, ist in der Gesellschaft weniger auffällig als eine schizophrene Person, welche sich meist gleich durch ein etwas eigentümliches Erscheinen bemerkbar macht. Denken und Wahrnehmung sind bei Schizophrenen häufig verzerrt und ihr grosses Aggressionspotential lässt sie keine klaren Gedanken mehr fassen. Die Grenzen zwischen Leben und Tod, Liebe und Hass sind für sie bloss dünn gezogene Linien. Emotionen werden oft in eine falsche Richtung gelenkt. Nicht alle, aber dennoch ein grosser Teil der Betroffenen verliert sich schnell in Gewalt. Dies ist einer der Gründe, warum viele Menschen vor dem Begriff "Schizophrenie" zurückschrecken und eine Konfrontation vermeiden. Der Autor gibt dem Leser aber zugleich Beispiele für positive Wesenszüge der Betroffenen. Leider wissen wir nicht sehr viel über die Entstehung und Entwicklung von Persönlichkeitsstörungen. Auch die Behandlungsmöglichkeiten sind je nach Ausmass beschränkt, werden aber nach dem derzeitigen Stand der Dinge geschildert. 14 Kapitel befassen sich mit der Therapie der jeweiligen Störungen. Die mittlerweile fünfte Auflage in überarbeiteter Form stellt die Komplexität des Themenkreises auch für den Laien verständlich dar. Nach jedem Paragraph folgt eine Informationsquelle mit den wichtigsten Definitionen der vorangegangenen Zeilen. Selten findet man ein solch ergiebiges, zusammenhängendes Werk, das so viele Arten von Störungen angemessen ausführt. Eine Besonderheit stellen die Kriterienkataloge dar, die zu einer besseren Übersicht dienen. Menschen mit Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung können sich mit Hilfe diesen selbst einschätzen und mehr über die Zusammenhänge ihrer Gefühle erfahren.

Fiedlers bewährtes Lehrbuch rund um Persönlichkeitsstörungen dürfte das Bedürfnis nach Aufklärung des gerade in den letzten Jahren für die Öffentlichkeit interessant gewordenen Themas stillen.

weitere Rezensionen von Kristina Scherer


Das Werk klärt Fragen wie "Welche Merkmale sind für welche Persönlichkeitsstörung typisch?", "Wie unterscheiden sich die Störungen?" oder "Wie kann eine bestimmte Störung behandelt werden?". Dabei nimmt der Autor 14 unterschiedliche genau unter die Lupe, anhand derer die Schwächen und Stärken des betroffenen Menschentypus herauskristallisiert werden. Jeder Störung ist ein ausführliches Kapitel gewidmet. Paranoide, antisoziale, histironische oder zwanghafte Persönlichkeitsstörungen gehören dazu. Insgesamt werden sogar weit über 100 Störungen erwähnt.

Eine gesonderte Übersicht klärt den Leser über eventuelle Weitdiagnosen der Patienten auf: So leiden Borderline- Identitäten oft zusätlich zur Instabilität ihrer Emotionen und Stimmungen unter einer Essstörung wie z.B. der Bulimie. Menschen mit einer selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung besitzen nicht selten eine soziale Phobie, welche sich aus dem Teufelskreis ergibt, engere Kontakte und Kritik vermeiden zu wollen. Alle diese Problematiken können in extremen Fällen zur Selbstzerstörung oder zur Zerstörung anderer führen, wenn nicht rechtzeitig eine Therapie in Angriff genommen wird.

Die einzelnen Störungen werden in diversen Kriterien differenziert: Jemand mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, der sich nach übermäßiger Bewunderung sehnt, ist in der Gesellschaft weniger auffällig als eine schizophrene Person, welche sich meist gleich durch ein etwas eigentümliches Erscheinen bemerkbar macht. Denken und Wahrnehmung sind bei Schizophrenen häufig verzerrt und ihr grosses Aggressionspotential lässt sie keine klaren Gedanken mehr fassen. Die Grenzen zwischen Leben und Tod, Liebe und Hass sind für sie bloss dünn gezogene Linien. Emotionen werden oft in eine falsche Richtung gelenkt. Nicht alle, aber dennoch ein grosser Teil der Betroffenen verliert sich schnell in Gewalt. Dies ist einer der Gründe, warum viele Menschen vor dem Begriff "Schizophrenie" zurückschrecken und eine Konfrontation vermeiden. Der Autor gibt dem Leser aber zugleich Beispiele für positive Wesenszüge der Betroffenen.

Leider wissen wir nicht sehr viel über die Entstehung und Entwicklung von Persönlichkeitsstörungen. Auch die Behandlungsmöglichkeiten sind je nach Ausmass beschränkt, werden aber nach dem derzeitigen Stand der Dinge geschildert. 14 Kapitel befassen sich mit der Therapie der jeweiligen Störungen.

Die mittlerweile fünfte Auflage in überarbeiteter Form stellt die Komplexität des Themenkreises auch für den Laien verständlich dar. Nach jedem Paragraph folgt eine Informationsquelle mit den wichtigsten

Definitionen der vorangegangenen Zeilen. Selten findet man ein solch

ergiebiges, zusammenhängendes Werk, das so viele Arten von Störungen angemessen ausführt. Eine Besonderheit stellen die Kriterienkataloge dar, die zu einer besseren Übersicht dienen. Menschen mit Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung können sich mit Hilfe diesen selbst einschätzen und mehr über die Zusammenhänge ihrer Gefühle erfahren.

geschrieben am 02.12.2002 | 418 Wörter | 2763 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen