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Werte-Erziehung und Schule - Ein Handbuch für Unterrichtende


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Rezension von

Anna Kneisel

Werte-Erziehung und Schule - Ein Handbuch für Unterrichtende Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft und die gesellschaftliche Institution Schule ist ein Raum pädagogischen Handelns. Sie hat unter Anderem die Vermittlung von Werten zur Aufgabe oder besser gesagt die Vermittlung der Fähigkeit, sich selbst ein Urteil über Werte zu bilden. – Denn das Elternhaus kann vielfach schon lange nicht mehr alle Erziehungsaufgaben allein stemmen. Als unterstützende Lektüre für Unterrichtende haben die in Osnabrück tätigen Professoren Reinhold Mokrosch und Arnim Regenbogen ihren Band „Werte-Erziehung und Schule“ konzipiert. Die Paperback-Ausgabe enthält nach dem Vorwort in fünf Kapiteln zahlreiche Aufsätze von insgesamt 33 im Lehren erfahrenen Autoren. Das erste Kapitel dient der Orientierung, es geht um das Verständnis von Bildung und Erziehung bei der Werte-Erziehung in der Schule, um Werte an sich und um aktuelle Modelle für die Schule bezüglich der Werte-Erziehung. Welche Grundwerte gibt es überhaupt? Begriffe wie Frieden, Freiheit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Solidarität, Menschenwürde, Gesundheit und Schönheit – um nur einige zu nennen- werden in Kapitel zwei aufgelistet und besprochen. Es geht weiter mit den allgemeinen Grundlagen einer Werte-Erziehung in der Schule in Form soziologischer Reflexionen, es wird informiert über die Geschichte der Werte- und Normen-Erziehung, wie sich das moralische Urteil eines Menschen im Laufe seines Lebens verändert. Der Aufsatz „Jugendsprache und Werte“ scheint auf den ersten Blick nicht so ganz in den Zusammenhang zu passen, doch bei der Lektüre wird klar: Jugendsprache ist verbunden mit dem, was Jugendliche bewegt, was sie als wichtig empfinden. Am Unterrichtsbeispiel einer Diskussion über einen Liedtext von Sido wird veranschaulicht, wie Jugendliche sich Gedanken über die Liebe von Eltern zu ihren Kindern machen, ohne dabei eine Indoktrination zu erfahren. Die Lehrperson holt die Schüler da ab, wo sie sich befinden, kommuniziert mit ihnen in ihrer Sprache. Auch der Werte-Wandel in unserer Gesellschaft wird thematisiert. Die Kapitel „Werte-Erziehung als Fächer übergreifendes Unterrichtsprinzip“, „Werte-Erziehung in spezifischen Fächern und Fächergruppen“ folgen und den Abschluss des Bandes bildet das Kapitel„Lexikon der Werte“ mit einer umfangreichen Auflistung von A wie Abstand bis Z wie Zuwendung. Wie es sich für jedes wissenschaftliche Buch gehört, gibt es am Ende des Buches außerdem ein Sachregister und ein Register der Bezugspersonen. Wer Informationen zu den Verfassern der Beiträge möchte, wird ebenfalls fündig. Auf 375 Seiten wird ein wirklich umfangreiches und vor allem facettenreiches Bild zur Werte-Erziehung in der Schule entworfen, bei dem ein Bezug zur Realität der Heranwachsenden hergestellt wird, in dem Chancen und Gefahren aufgezeigt werden. An manchen Stellen schmunzelt man auch mal beim Lesen, primär geht es aber um Fakten und damit wird man durch die wirklich kenntnisreichen Beiträge bestens versorgt. Fazit: Besonders für Lehrende, aber auch für Studenten des Lehramts ist dieses Werk ein Gewinn, denn es beantwortet wesentliche Fragen zur Werte-Vermittlung in der Schule und zeigt, dass diese ihren Platz nicht nur im Religions- und Ethik-Unterricht, sondern in allen Fächern hat.

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft und die gesellschaftliche Institution Schule ist ein Raum pädagogischen Handelns. Sie hat unter Anderem die Vermittlung von Werten zur Aufgabe oder besser gesagt die Vermittlung der Fähigkeit, sich selbst ein Urteil über Werte zu bilden. – Denn das Elternhaus kann vielfach schon lange nicht mehr alle Erziehungsaufgaben allein stemmen.

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Als unterstützende Lektüre für Unterrichtende haben die in Osnabrück tätigen Professoren Reinhold Mokrosch und Arnim Regenbogen ihren Band „Werte-Erziehung und Schule“ konzipiert. Die Paperback-Ausgabe enthält nach dem Vorwort in fünf Kapiteln zahlreiche Aufsätze von insgesamt 33 im Lehren erfahrenen Autoren.

Das erste Kapitel dient der Orientierung, es geht um das Verständnis von Bildung und Erziehung bei der Werte-Erziehung in der Schule, um Werte an sich und um aktuelle Modelle für die Schule bezüglich der Werte-Erziehung.

Welche Grundwerte gibt es überhaupt? Begriffe wie Frieden, Freiheit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Solidarität, Menschenwürde, Gesundheit und Schönheit – um nur einige zu nennen- werden in Kapitel zwei aufgelistet und besprochen.

Es geht weiter mit den allgemeinen Grundlagen einer Werte-Erziehung in der Schule in Form soziologischer Reflexionen, es wird informiert über die Geschichte der Werte- und Normen-Erziehung, wie sich das moralische Urteil eines Menschen im Laufe seines Lebens verändert. Der Aufsatz „Jugendsprache und Werte“ scheint auf den ersten Blick nicht so ganz in den Zusammenhang zu passen, doch bei der Lektüre wird klar: Jugendsprache ist verbunden mit dem, was Jugendliche bewegt, was sie als wichtig empfinden. Am Unterrichtsbeispiel einer Diskussion über einen Liedtext von Sido wird veranschaulicht, wie Jugendliche sich Gedanken über die Liebe von Eltern zu ihren Kindern machen, ohne dabei eine Indoktrination zu erfahren. Die Lehrperson holt die Schüler da ab, wo sie sich befinden, kommuniziert mit ihnen in ihrer Sprache. Auch der Werte-Wandel in unserer Gesellschaft wird thematisiert. Die Kapitel „Werte-Erziehung als Fächer übergreifendes Unterrichtsprinzip“, „Werte-Erziehung in spezifischen Fächern und Fächergruppen“ folgen und den Abschluss des Bandes bildet das Kapitel„Lexikon der Werte“ mit einer umfangreichen Auflistung von A wie Abstand bis Z wie Zuwendung. Wie es sich für jedes wissenschaftliche Buch gehört, gibt es am Ende des Buches außerdem ein Sachregister und ein Register der Bezugspersonen. Wer Informationen zu den Verfassern der Beiträge möchte, wird ebenfalls fündig.

Auf 375 Seiten wird ein wirklich umfangreiches und vor allem facettenreiches Bild zur Werte-Erziehung in der Schule entworfen, bei dem ein Bezug zur Realität der Heranwachsenden hergestellt wird, in dem Chancen und Gefahren aufgezeigt werden. An manchen Stellen schmunzelt man auch mal beim Lesen, primär geht es aber um Fakten und damit wird man durch die wirklich kenntnisreichen Beiträge bestens versorgt.

Fazit: Besonders für Lehrende, aber auch für Studenten des Lehramts ist dieses Werk ein Gewinn, denn es beantwortet wesentliche Fragen zur Werte-Vermittlung in der Schule und zeigt, dass diese ihren Platz nicht nur im Religions- und Ethik-Unterricht, sondern in allen Fächern hat.

geschrieben am 20.05.2009 | 461 Wörter | 2773 Zeichen

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