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Reclams Lexikon der antiken Mythologie


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Rezension von

Lesefreund

Reclams Lexikon der antiken Mythologie Dieses Lexikon ist Nachschlagewerk und Zugang in einem. Über diesen gelangt der Leser in die Welt der antiken Götter und Heroen, zu den großen Sagenkreisen der im Altertum berühmten Städte wie Theben, Troja oder etwa Olympia. Er gelangt darüber hinaus zu den literarischen Quellen, aus denen der Mythos – bis in unsere Zeit – scheinbar unerschöpflich hervorsprudelt. Alle wollen genannt und beschrieben werden: Achilles – der berühmteste Krieger – , Herakles – der größte Held – und Zeus – der mächtigste Herrscher – geben sich ein lexikalisches Stelldichein in den über 2200 Artikeln des Bandes. Immer wieder treffen diese und viele andere Figuren, Orte, Namen und Ereignisse in den unterschiedlichsten Konstellationen aufeinander, beispielsweise wenn Zeus die Geburt eines mächtigen Nachkommen ankündigt und Hera alles Göttinnenmögliche unternimmt, um dem Neuankömmling so umfassend wie möglich zu schaden. Der durch seine Stiefmutter verfolgte Herakles schießt nun während seiner Abenteuer und Reisen seinerseits den Vogel ab, indem bei seiner Wanderung durch den Kaukasus den Adler des Zeus tötet, der dort täglich die immer wieder nachwachsende Leber des gefesselten Titanensprosses Prometheus qualbereitend benagt. Man erfährt so manches über Pikanterien und andere interessante – weil weniger bekannte – Geschichten und Geschichtchen der Gestalten des Mythos. So wuchs Achilles zum Beispiel in Mädchenkleidern unter Mädchen auf, was ihn jedoch nicht davon abhielt, in jungen Jahren mit einer seiner vorübergehenden Geschlechtsgenossinnen einen Sohn zu zeugen, der wie sein Vater einige Jahre die Reservebank drücken musste, ehe er für die Eroberung Trojas herangezogen wurde. Man kommt beim Lesen des Buches leicht vom Hundertsten ins Tausendste der Mythologie ohne jedoch den Faden oder das Interesse am Thema zu verlieren. Im Gegenteil: Diese Welt wirkt fesselnd. Besonders hilfreich erscheint die Auflistung der verschiedenen Versionen mythologischer Namen, Begriffe oder sonstiger Benennungen. Heißt es Ödipus oder Oidipus, Odysseus oder Ulysses – oder gar Ulixes? Mit Fragen dieser Art muss sich der Leser nicht überfordern, da sämtliche bekannten Varianten in den jeweiligen Artikeln zu Beginn aufgeführt werden oder bei anders lautenden Benennungen einen verweisenden Eintrag im Lexikon erhalten haben. So findet man sich schnell zurecht in der weiten Welt des Mythos und seiner Überlieferungen. Abschließend sei noch gesagt, dass die Artikel je nach Bedeutung und Gewichtung eines Eintrags an Umfang zu- oder abnehmen. Überschneidungen finden sich notwendigerweise, da einzelne Personen neben den Ereignissen aufgeführt sind, mit denen sie im Allgemeinen in Verbindung gebracht werden. Im Fall von Tripps Kompendium stellt dies jedoch einen Zugewinn an Information und keine Redundanz dar, da die Einträge inhaltlich jeweils so weit gefasst sind, dass sie immer noch etwas Neues und Anderes zu erzählen wissen und damit der Vielschichtigkeit und Verdichtungsfähigkeit des Mythos aufs Angenehmste gerecht werden. Dieses Buch ist unbedingt lesens- und vor allem anschaffenswert. Prädikat: ein Kulturschlüssel in Buchform.

Dieses Lexikon ist Nachschlagewerk und Zugang in einem. Über diesen gelangt der Leser in die Welt der antiken Götter und Heroen, zu den großen Sagenkreisen der im Altertum berühmten Städte wie Theben, Troja oder etwa Olympia.

Er gelangt darüber hinaus zu den literarischen Quellen, aus denen der Mythos – bis in unsere Zeit – scheinbar unerschöpflich hervorsprudelt.

Alle wollen genannt und beschrieben werden: Achilles – der berühmteste Krieger – , Herakles – der größte Held – und Zeus – der mächtigste Herrscher – geben sich ein lexikalisches Stelldichein in den über 2200 Artikeln des Bandes.

Immer wieder treffen diese und viele andere Figuren, Orte, Namen und Ereignisse in den unterschiedlichsten Konstellationen aufeinander, beispielsweise wenn Zeus die Geburt eines mächtigen Nachkommen ankündigt und Hera alles Göttinnenmögliche unternimmt, um dem Neuankömmling so umfassend wie möglich zu schaden.

Der durch seine Stiefmutter verfolgte Herakles schießt nun während seiner Abenteuer und Reisen seinerseits den Vogel ab, indem bei seiner Wanderung durch den Kaukasus den Adler des Zeus tötet, der dort täglich die immer wieder nachwachsende Leber des gefesselten Titanensprosses Prometheus qualbereitend benagt.

Man erfährt so manches über Pikanterien und andere interessante – weil weniger bekannte – Geschichten und Geschichtchen der Gestalten des Mythos.

So wuchs Achilles zum Beispiel in Mädchenkleidern unter Mädchen auf, was ihn jedoch nicht davon abhielt, in jungen Jahren mit einer seiner vorübergehenden Geschlechtsgenossinnen einen Sohn zu zeugen, der wie sein Vater einige Jahre die Reservebank drücken musste, ehe er für die Eroberung Trojas herangezogen wurde.

Man kommt beim Lesen des Buches leicht vom Hundertsten ins Tausendste der Mythologie ohne jedoch den Faden oder das Interesse am Thema zu verlieren. Im Gegenteil: Diese Welt wirkt fesselnd.

Besonders hilfreich erscheint die Auflistung der verschiedenen Versionen mythologischer Namen, Begriffe oder sonstiger Benennungen. Heißt es Ödipus oder Oidipus, Odysseus oder Ulysses – oder gar Ulixes?

Mit Fragen dieser Art muss sich der Leser nicht überfordern, da sämtliche bekannten Varianten in den jeweiligen Artikeln zu Beginn aufgeführt werden oder bei anders lautenden Benennungen einen verweisenden Eintrag im Lexikon erhalten haben.

So findet man sich schnell zurecht in der weiten Welt des Mythos und seiner Überlieferungen.

Abschließend sei noch gesagt, dass die Artikel je nach Bedeutung und Gewichtung eines Eintrags an Umfang zu- oder abnehmen. Überschneidungen finden sich notwendigerweise, da einzelne Personen neben den Ereignissen aufgeführt sind, mit denen sie im Allgemeinen in Verbindung gebracht werden.

Im Fall von Tripps Kompendium stellt dies jedoch einen Zugewinn an Information und keine Redundanz dar, da die Einträge inhaltlich jeweils so weit gefasst sind, dass sie immer noch etwas Neues und Anderes zu erzählen wissen und damit der Vielschichtigkeit und Verdichtungsfähigkeit des Mythos aufs Angenehmste gerecht werden.

Dieses Buch ist unbedingt lesens- und vor allem anschaffenswert. Prädikat: ein Kulturschlüssel in Buchform.

geschrieben am 02.12.2006 | 451 Wörter | 2683 Zeichen

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