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Goofy - eine komische Historie 1


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Rezension von

Frank Drehmel

Goofy - eine komische Historie 1 Vor rund 35 Jahren als Antwort auf den fulminanten europäischen Siegeszug der historisierenden Asterix-Comics konzipiert zeitigten die komisch-historischen Abenteuer Goofys zwar nie den Erfolg der französischen Konkurrenz, waren aber immerhin so erfolgreich, dass es die Softcover-Albenreihe auf 30 deutsche Ausgaben brachte. Der vorliegende Band beinhaltet in einer kleinformatigeren Neuausgabe die ersten vier Alben – Goofy als Leonardo da Vinci; Goofy als Christoph Kolumbus, Goofy als Galileo Galilei; Goofy mit Micky als Marco Polo – sowie in deutscher Erstausgabe „Goofy mit Micky als Aladin“. Die Handlung der einzelnen Abenteuer hier wiederzugeben, ist müßig, denn auf Grund der herausragenden Bedeutung der historischen oder fiktiven Persönlichkeiten, welche durch Goofy verkörpert werden, werden die meisten Leser wenigstens eine Ahnung davon haben, worum sich die Geschichten ranken. Interessanter ist daher die Art und Weise, wie sich die Autoren der Thematik nähern. So wird nicht die gesamte Biografie der jeweiligen Person von der Wiege bis zum Grabe adaptiert, sondern der Fokus liegt auf wenigen herausragenden, den Lebensweg des Prominenten besonders kennzeichnenden Ereignissen, Errungenschaften oder Erfindungen, seien es Leonardos Umsiedlung nach Florenz, seine Lehrzeit bei Verrocchio und die Erschaffung der Mona Lisa, seien es Galileos Weiterentwicklung des Fernrohres und seine Auseinandersetzung mit der Inquisition. Dabei gehen die Autoren jedoch historisch so ungenau vor, garnieren ihre chaotisch wirkenden Storys mit so vielen – milde ausgedrückt – äußerst freien Interpretationen, überfrachten die Geschichten mit so viel vordergründigem Klamauk und Irrealem, dass der didaktische Wert dieser burlesken Historienspiele nahezu Null ist. Eine weitere Besonderheit ist das Auftreten weiterer alter Bekannter des Disney-Universums – z.B. Micky Maus, Klarabella oder Kater Karlo -, wobei sich in deren Rollen die gewohnten Charaktereigenschaften widerspiegeln. Micky spielt also grundsätzlich einen eher eloquenten Schlaumeier, Karlo kann seinem Hang zum Despotismus frönen, während Goofy selbst als Universalgenie einfältig und geistig leicht derangiert wirkt. Das Artwork selbst gestaltet sich verglichen mit andere Disney-Publikationen der damaligen Zeit tatsächlich innovativ. Zum einen sind viele Sprechblasen unterschiedlich farbig hinterlegt, was zu einem lebhaften Gesamteindruck der Seiten führt, zum anderen ist das klassische Seitenlayout durch die Einbindung runder Panels und den zeitweiligen Verzicht von Panelumrandungen und abgrenzenden Stege oftmals aufgehoben. Dadurch und durch Bildkompositionen selbst – Speedlines, verzerrte Perspektiven - wirken die Geschichten außerordentlich dynamisch. Ein absolutes, redaktionelles No-go im Bereich der hochpreisigen Hardcover ist der vollkommene Verzicht auf auf weiterführende Informationen zu Autoren, Künstlern und zur Editions-Historie. Für keiner der fünf Geschichten werden die Namen der Beteiligten oder Daten zu den Erstveröffentlichungen genannt. Fazit: Lockere, visuell dynamisch inszenierte, anspruchslose Ausflüge in die Vergangenheit, welche ihre Tendenz zur Farce und Burleske zu keinem Zeitpunkt verleugnen können.

Vor rund 35 Jahren als Antwort auf den fulminanten europäischen Siegeszug der historisierenden Asterix-Comics konzipiert zeitigten die komisch-historischen Abenteuer Goofys zwar nie den Erfolg der französischen Konkurrenz, waren aber immerhin so erfolgreich, dass es die Softcover-Albenreihe auf 30 deutsche Ausgaben brachte.

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Die Handlung der einzelnen Abenteuer hier wiederzugeben, ist müßig, denn auf Grund der herausragenden Bedeutung der historischen oder fiktiven Persönlichkeiten, welche durch Goofy verkörpert werden, werden die meisten Leser wenigstens eine Ahnung davon haben, worum sich die Geschichten ranken.

Interessanter ist daher die Art und Weise, wie sich die Autoren der Thematik nähern. So wird nicht die gesamte Biografie der jeweiligen Person von der Wiege bis zum Grabe adaptiert, sondern der Fokus liegt auf wenigen herausragenden, den Lebensweg des Prominenten besonders kennzeichnenden Ereignissen, Errungenschaften oder Erfindungen, seien es Leonardos Umsiedlung nach Florenz, seine Lehrzeit bei Verrocchio und die Erschaffung der Mona Lisa, seien es Galileos Weiterentwicklung des Fernrohres und seine Auseinandersetzung mit der Inquisition. Dabei gehen die Autoren jedoch historisch so ungenau vor, garnieren ihre chaotisch wirkenden Storys mit so vielen – milde ausgedrückt – äußerst freien Interpretationen, überfrachten die Geschichten mit so viel vordergründigem Klamauk und Irrealem, dass der didaktische Wert dieser burlesken Historienspiele nahezu Null ist.

Eine weitere Besonderheit ist das Auftreten weiterer alter Bekannter des Disney-Universums – z.B. Micky Maus, Klarabella oder Kater Karlo -, wobei sich in deren Rollen die gewohnten Charaktereigenschaften widerspiegeln. Micky spielt also grundsätzlich einen eher eloquenten Schlaumeier, Karlo kann seinem Hang zum Despotismus frönen, während Goofy selbst als Universalgenie einfältig und geistig leicht derangiert wirkt.

Das Artwork selbst gestaltet sich verglichen mit andere Disney-Publikationen der damaligen Zeit tatsächlich innovativ. Zum einen sind viele Sprechblasen unterschiedlich farbig hinterlegt, was zu einem lebhaften Gesamteindruck der Seiten führt, zum anderen ist das klassische Seitenlayout durch die Einbindung runder Panels und den zeitweiligen Verzicht von Panelumrandungen und abgrenzenden Stege oftmals aufgehoben. Dadurch und durch Bildkompositionen selbst – Speedlines, verzerrte Perspektiven - wirken die Geschichten außerordentlich dynamisch.

Ein absolutes, redaktionelles No-go im Bereich der hochpreisigen Hardcover ist der vollkommene Verzicht auf auf weiterführende Informationen zu Autoren, Künstlern und zur Editions-Historie. Für keiner der fünf Geschichten werden die Namen der Beteiligten oder Daten zu den Erstveröffentlichungen genannt.

Fazit: Lockere, visuell dynamisch inszenierte, anspruchslose Ausflüge in die Vergangenheit, welche ihre Tendenz zur Farce und Burleske zu keinem Zeitpunkt verleugnen können.

geschrieben am 16.11.2009 | 422 Wörter | 2834 Zeichen

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Rezension von

Kilian Kneisel

Goofy - eine komische Historie 1 Goofy hat oftmals den Ruf weg, im Vergleich zu Micky der etwas naivere und tollpatschigere zu sein. Dafür ist er sehr freundlich und treu, man kann sich in dieser Hinsicht eigentlich keinen besseren Freund vorstellen. In dieser vorliegenden Wiederveröffentlichung alter Goofy-Comics steht nun der wohl bekannteste Disney-Hund im Zentrum der Handlung. Fünf verschiedene, mehr oder weniger historische Charaktere verkörpert Goofy, deren Geschichten jeweils auf knapp 50 Seiten geschildert werden: Galileo Galilei, Aladin, Kolumbus, Marco Polo und Leonardo da Vinci. Die Geschichten sind nicht gerade tiefgehend, teilweise recht seicht. Der Humor ist ebenso nicht jedermanns Sache. Dabei legten die Zeichner viel Wert auf die Details, wobei diese überhaupt nicht in die gezeichnete Zeit passen wollen: Ritterrüstungen mit einer Eistüte in der Hand, eine Cocktailbar im mittelalterlichen Schloss oder ein Kran auf einem fliegenden Teppich. Etwas befremdlich wirken zunächst auch die grellen Farben und die bunten Sprechblasen. Die Geschichten sind letzten Endes aber in bester Disney-Tradition gezeichnet, der Humor kommt also nicht zu kurz. Nicht jeder wird sich unbedingt mit dem „historischen Goofy“ anfreunden können. Man sollte das Buch am besten als das nehmen, was es ist: die Wiederveröffentlichung von alten Comics in Buchform, eine Zusammenstellung für Liebhaber und Fans. Diese werden mit dem ersten Band der Reihe sicherlich ihre Freude haben. Goofy in verschiedenen historischen Rollen ist also etwas gewöhnungsbedürftig, die Geschichten etwas seicht, aber dennoch für Liebhaber ein gutes Angebot.

Goofy hat oftmals den Ruf weg, im Vergleich zu Micky der etwas naivere und tollpatschigere zu sein. Dafür ist er sehr freundlich und treu, man kann sich in dieser Hinsicht eigentlich keinen besseren Freund vorstellen. In dieser vorliegenden Wiederveröffentlichung alter Goofy-Comics steht nun der wohl bekannteste Disney-Hund im Zentrum der Handlung.

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Nicht jeder wird sich unbedingt mit dem „historischen Goofy“ anfreunden können. Man sollte das Buch am besten als das nehmen, was es ist: die Wiederveröffentlichung von alten Comics in Buchform, eine Zusammenstellung für Liebhaber und Fans. Diese werden mit dem ersten Band der Reihe sicherlich ihre Freude haben. Goofy in verschiedenen historischen Rollen ist also etwas gewöhnungsbedürftig, die Geschichten etwas seicht, aber dennoch für Liebhaber ein gutes Angebot.

geschrieben am 01.02.2010 | 230 Wörter | 1395 Zeichen

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