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Die Duftapotheke (4). Das Turnier der tausend Talente


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Die Duftapotheke (4). Das Turnier der tausend Talente Die Reihe der Duftapotheke ist außergewöhnlich auf dem deutschen Jugendbuchmarkt. Altbewährte Konzepte - wie: ein Außenseiter oder Durchschnitts-Held erfährt, eine besondere Begabung zu haben und ist darin der Beste von allen – treffen auf völlig neue Settings – wie: die Macht der Düfte verleiht den einen ewiges Leben und weckt damit Begehrlichkeiten und rücksichtslose Herrschaftsphantasien. Die Welt der Düfte ist jedem bekannt, ebenso die Empfindung, dass ein Duft aus der Vergangenheit an längst vergangene Zeiten und Orte versetzen kann. Die Macht der Düfte wie sie in der Duftapotheke von Luzie Alvenstein und ihren Gefährten ausgeübt wird, hat natürlich magische und überhöhte Anteile. Doch kann sich jeder Leser leicht mitreißen lassen, da das Konzept so eingängig und nachvollziehbar wird. Die Sprache der Autorin ist lebensnah und flüssig, nur kleinere Ausreißer wie auf S.86, wo gleich zweimal über den Ozean „geschippert“ wird, sind verzeihlich. Der vorliegende vierte Band der Reihe ist mit Abstand der mitreißendste, getriebenste und der Leser fühlt sich in den Duftstrudel gerissen, der beim „Turnier der tausend Talente“ die Manege füllt, so dass er das Buch kaum aus der Hand legen kann. Luzie und ihre Freunde Mats und Leon haben in den vorherigen Bänden den Kampf gegen die „Ewigen“ aufgenommen. Diese Gruppe von „Bessergeborenen“ konsumierte über lange Zeit den Duft, der ewiges Leben verleiht, und wollte die Weltherrschaft übernehmen. Nachdem Luzie und ihre Freunde ihnen das Handwerk legten, erhalten sie nun über Umwege eine Einladung zum Turnier der tausend Talente. Auf ihrer Seite stehen Daan de Bruijn, der Erfinder des Dufts der Ewigkeit, Willem, sein ehemaliger Gärtner und Edgar, dessen Enkel, der aus der Knechtschaft der Ewigen befreit wurde. Gemeinsam unterstützen sie Luzie, die als echte „Sentifleur“ – d.h. mit einem allumfassenden Geruchssinn ausgestattet – an dem Turnier teilnimmt und gegen Elodie de Richemont antritt, der Wortführerin der Ewigen. Luzie schafft es in die Endrunde und es gibt einen spannenden Schlusskampf, bei dem Luzie zwar einen Feind besiegt, doch einen neuen Feind erhält. Wieder schafft es die Autorin, die großen Themen des Lebens in die Geschichte zu verweben. Freundschaft und Zusammenhalt während großer Schwierigkeiten finden sich zwar in vielen Büchern. Doch hier werden Täuschung und Verrat, falsche Verdächtigung und Vorurteile so lebensnah unterfüttert, dass die jugendlichen Leser davon profitieren können. Das Gefühl, jemandem vertraut zu haben, der sich als Gegenteil dessen entpuppte, für den er sich ausgab, ist schmerzlich und die Autorin transportiert diese Empfindungen nachfühlbar. Auch die Unsicherheiten ersten Verliebtseins, Zweifel an sich selbst und an dem eigenen Können, sowie Versagensängste durchleben Luzie und ihre Gefährten. Die Illustration des Buches ist wieder einmal gekonnt und liebenswert und könnte in den folgenden Bänden gerne noch ausgebaut werden. Das völlig überraschende Ende des Buches spannt einen neuen Bogen auf, der die Tür öffnet für neue Abenteuer in weiteren Bänden der Duftapotheke, auf die sich jeder, der in den Bann dieser Reihe gezogen wurde, mit Sicherheit freuen wird.

Die Reihe der Duftapotheke ist außergewöhnlich auf dem deutschen Jugendbuchmarkt. Altbewährte Konzepte - wie: ein Außenseiter oder Durchschnitts-Held erfährt, eine besondere Begabung zu haben und ist darin der Beste von allen – treffen auf völlig neue Settings – wie: die Macht der Düfte verleiht den einen ewiges Leben und weckt damit Begehrlichkeiten und rücksichtslose Herrschaftsphantasien. Die Welt der Düfte ist jedem bekannt, ebenso die Empfindung, dass ein Duft aus der Vergangenheit an längst vergangene Zeiten und Orte versetzen kann. Die Macht der Düfte wie sie in der Duftapotheke von Luzie Alvenstein und ihren Gefährten ausgeübt wird, hat natürlich magische und überhöhte Anteile. Doch kann sich jeder Leser leicht mitreißen lassen, da das Konzept so eingängig und nachvollziehbar wird.

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Die Sprache der Autorin ist lebensnah und flüssig, nur kleinere Ausreißer wie auf S.86, wo gleich zweimal über den Ozean „geschippert“ wird, sind verzeihlich. Der vorliegende vierte Band der Reihe ist mit Abstand der mitreißendste, getriebenste und der Leser fühlt sich in den Duftstrudel gerissen, der beim „Turnier der tausend Talente“ die Manege füllt, so dass er das Buch kaum aus der Hand legen kann. Luzie und ihre Freunde Mats und Leon haben in den vorherigen Bänden den Kampf gegen die „Ewigen“ aufgenommen. Diese Gruppe von „Bessergeborenen“ konsumierte über lange Zeit den Duft, der ewiges Leben verleiht, und wollte die Weltherrschaft übernehmen. Nachdem Luzie und ihre Freunde ihnen das Handwerk legten, erhalten sie nun über Umwege eine Einladung zum Turnier der tausend Talente. Auf ihrer Seite stehen Daan de Bruijn, der Erfinder des Dufts der Ewigkeit, Willem, sein ehemaliger Gärtner und Edgar, dessen Enkel, der aus der Knechtschaft der Ewigen befreit wurde. Gemeinsam unterstützen sie Luzie, die als echte „Sentifleur“ – d.h. mit einem allumfassenden Geruchssinn ausgestattet – an dem Turnier teilnimmt und gegen Elodie de Richemont antritt, der Wortführerin der Ewigen. Luzie schafft es in die Endrunde und es gibt einen spannenden Schlusskampf, bei dem Luzie zwar einen Feind besiegt, doch einen neuen Feind erhält.

Wieder schafft es die Autorin, die großen Themen des Lebens in die Geschichte zu verweben. Freundschaft und Zusammenhalt während großer Schwierigkeiten finden sich zwar in vielen Büchern. Doch hier werden Täuschung und Verrat, falsche Verdächtigung und Vorurteile so lebensnah unterfüttert, dass die jugendlichen Leser davon profitieren können. Das Gefühl, jemandem vertraut zu haben, der sich als Gegenteil dessen entpuppte, für den er sich ausgab, ist schmerzlich und die Autorin transportiert diese Empfindungen nachfühlbar. Auch die Unsicherheiten ersten Verliebtseins, Zweifel an sich selbst und an dem eigenen Können, sowie Versagensängste durchleben Luzie und ihre Gefährten.

Die Illustration des Buches ist wieder einmal gekonnt und liebenswert und könnte in den folgenden Bänden gerne noch ausgebaut werden. Das völlig überraschende Ende des Buches spannt einen neuen Bogen auf, der die Tür öffnet für neue Abenteuer in weiteren Bänden der Duftapotheke, auf die sich jeder, der in den Bann dieser Reihe gezogen wurde, mit Sicherheit freuen wird.

geschrieben am 12.07.2020 | 476 Wörter | 2716 Zeichen

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