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Bushidô - Die Sieben Tugenden des Samurai


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Rezension von

Philipp Schaefer

Bushidô - Die Sieben Tugenden des Samurai Bevor ich genauer auf den Inhalt des Buches eingehen will, einige Worte zu dem Autor Inazô Nitobe: Der Sohn einer Samuraifamilie studierte "Internationale Beziehungen" zunächst in Tokyo, dann in Baltimore an der Johns-Hopkins-Universität und an diversen deutschen Universitäten. In den USA hat er sich den Quäkern angeschlossen und eine Quäkerin geheiratet. In dem Buch, das 1899 in amerikanischer Sprache unter dem Titel "Bushidô. The Soule of Japan. An Expositon of Japanese Thought" erstveröffentlicht wurde, beschreibt Inazo die Moralvorstellungen der Samurai, der Kriegerklasse des Feudalen Japan, wie sie auf die anderen Bevölkerungsschichten abfärbt und wie sie das Denken der Japaner am Ende des 19. Jahrhundert immer noch beeinflusste. Zu Beginn des Buches geht der Autor kurz auf die Quellen des Bushidos ein, was nach seiner Übersetzung "Die Wege ritterlicher Soldaten" bedeutet. Unter anderem nennt er hier den Buddhismus, den Schintoismus und die Lehren Konfuzius. Den Quellen folgt eine Behandlung der Tugenden, die den Bushido ausmachen - Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Mut, Güte, Höflichkeit, Wahrheit, Ehre, Treue und Selbstbeherrschung - wobei er versucht die zwangsläufig auftretenden Widersprüche, die einige Tugenden aufwerfen, zu klären, unter anderem indem er die Tugenden unterschwellig nach ihrem Gewicht ordnet. Dieser gesamte Textteil ist mit Vergleichen zum europäischen Rittertum oder anderen feudalen Systemen gespickt, um die scheinbare Intuitivität einiger Dinge zu zeigen. Danach geht Nitobe genauer auf die Lebensinhalte eines Samurai ein. Im speziellen sind das die Erziehung, die Selbsttötung, die Rache zur Gerechtigkeitsdurchsetzung und die Bedeutung seines Schwertes zu feudalen Zeiten. Der Rolle der Frau wird auch in diesem Buch, wie es bei so vielen historischen Themen die Regel ist, ein gesondertes Kapitel gewidmet. Abschließend wird in drei Kapiteln auf die Wirkung in Vergangenheit, Gegenwart (1899) und Zukunft eingegangen. Insgesamt ist es doch etwas Sinnvolles dieses Buch zu lesen in einer Zeit, in der einem viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vorleben, dass man seine Moralvorstellungen auch jeden Tag auf's Neue auswürfeln kann, je nachdem wie es einem gerade in den Kram passt. Der Autor liefert durch seinen Schreibstil viel Anregung zum Nachdenken, über die eigenen Vorstellungen, über die von Anderen und wie man diese in Einklang bringen kann. Das Buch in der Ausgabe des Piperverlags hat ein passendes Hardcoverdesign, welches in Verbindung mit einem schwarzen Lederband ein edles Erscheinungsbild bildet. Jedes Kapitel wird mit dem Bild eines oder mehrerer Samurai in dem Stil des feudalen Japan begonnen, wobei sich die Personendarstellungen in verschiedenen Kombinationen ständig wiederholen. Die Schrift und der Zeilenabstand sind relativ groß, was der Lesbarkeit zugute kommt. Leider ist die Klebebindung eher schwach, da sie sich bereits nach einmaligem Lesen trotz sorgfältigem Umgang an einigen Stellen löste, so dass man sich beim Kauf vielleicht nach einer stabileren Ausgabe umsehen sollte, wenn man nicht zu sehr auf die schöne Aufmachung Wert legt.

Bevor ich genauer auf den Inhalt des Buches eingehen will, einige Worte zu dem Autor Inazô Nitobe: Der Sohn einer Samuraifamilie studierte "Internationale Beziehungen" zunächst in Tokyo, dann in Baltimore an der Johns-Hopkins-Universität und an diversen deutschen Universitäten. In den USA hat er sich den Quäkern angeschlossen und eine Quäkerin geheiratet.

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In dem Buch, das 1899 in amerikanischer Sprache unter dem Titel "Bushidô. The Soule of Japan. An Expositon of Japanese Thought" erstveröffentlicht wurde, beschreibt Inazo die Moralvorstellungen der Samurai, der Kriegerklasse des Feudalen Japan, wie sie auf die anderen Bevölkerungsschichten abfärbt und wie sie das Denken der Japaner am Ende des 19. Jahrhundert immer noch beeinflusste.

Zu Beginn des Buches geht der Autor kurz auf die Quellen des Bushidos ein, was nach seiner Übersetzung "Die Wege ritterlicher Soldaten" bedeutet. Unter anderem nennt er hier den Buddhismus, den Schintoismus und die Lehren Konfuzius.

Den Quellen folgt eine Behandlung der Tugenden, die den Bushido ausmachen - Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Mut, Güte, Höflichkeit, Wahrheit, Ehre, Treue und Selbstbeherrschung - wobei er versucht die zwangsläufig auftretenden Widersprüche, die einige Tugenden aufwerfen, zu klären, unter anderem indem er die Tugenden unterschwellig nach ihrem Gewicht ordnet. Dieser gesamte Textteil ist mit Vergleichen zum europäischen Rittertum oder anderen feudalen Systemen gespickt, um die scheinbare Intuitivität einiger Dinge zu zeigen.

Danach geht Nitobe genauer auf die Lebensinhalte eines Samurai ein. Im speziellen sind das die Erziehung, die Selbsttötung, die Rache zur Gerechtigkeitsdurchsetzung und die Bedeutung seines Schwertes zu feudalen Zeiten. Der Rolle der Frau wird auch in diesem Buch, wie es bei so vielen historischen Themen die Regel ist, ein gesondertes Kapitel gewidmet. Abschließend wird in drei Kapiteln auf die Wirkung in Vergangenheit, Gegenwart (1899) und Zukunft eingegangen.

Insgesamt ist es doch etwas Sinnvolles dieses Buch zu lesen in einer Zeit, in der einem viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vorleben, dass man seine Moralvorstellungen auch jeden Tag auf's Neue auswürfeln kann, je nachdem wie es einem gerade in den Kram passt. Der Autor liefert durch seinen Schreibstil viel Anregung zum Nachdenken, über die eigenen Vorstellungen, über die von Anderen und wie man diese in Einklang bringen kann.

Das Buch in der Ausgabe des Piperverlags hat ein passendes Hardcoverdesign, welches in Verbindung mit einem schwarzen Lederband ein edles Erscheinungsbild bildet. Jedes Kapitel wird mit dem Bild eines oder mehrerer Samurai in dem Stil des feudalen Japan begonnen, wobei sich die Personendarstellungen in verschiedenen Kombinationen ständig wiederholen. Die Schrift und der Zeilenabstand sind relativ groß, was der Lesbarkeit zugute kommt. Leider ist die Klebebindung eher schwach, da sie sich bereits nach einmaligem Lesen trotz sorgfältigem Umgang an einigen Stellen löste, so dass man sich beim Kauf vielleicht nach einer stabileren Ausgabe umsehen sollte, wenn man nicht zu sehr auf die schöne Aufmachung Wert legt.

geschrieben am 29.11.2004 | 452 Wörter | 2679 Zeichen

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