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Die Legende von Sigurd und Gudrún


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Rezension von

Sebastian Birlinger

Die Legende von Sigurd und GudrĂșn Achtung Tolkien-Fans, ein neues Buch des Vaters der Fantasy ist erschienen. Diesmal aber keine Belletristik im eigentlichen Sinne, sondern eine Neubearbeitung der Wölsungensaga. Wer sich also auf eine nordisch angehauchte Prosa-Geschichte a lĂ  „Der Hobbit“ usw. eingestellt hat wird sich wundern. Denn Tolkien prĂ€sentiert die Geschichte zwar im modernen Englisch, aber im altnordischen Metrum. Der Liedcharakter ist im heutigen Sinne schwer nachzuvollziehen, da nicht die Wörter sondern die Laute sich aufeinander „reimen“. Ungewöhnlich aber nicht ungewohnt. Das Buch zeigt somit, dass Tolkien nicht nur mit einer außerordentlichen Fantasie gesegnet, sondern auch ein begnadeter Philologe war. Zu sagen Tolkien hĂ€tte dies neu gedichtet, wĂŒrde aber die eigentliche Arbeit, die er mit dem Stoff gehabt haben dĂŒrfte, unterschlagen. Er nahm sozusagen den Inhalt und gab ihm ein neues sprachliches Gewand, ließ ihn aber den Schnitt selbst bestimmen und besserte einige Stellen aus, die im alten Kleide fehlten. Es ist keine komplette NeuerzĂ€hlung, sondern eine Variation, eben die Interpretation der Sage aus Tolkiens Sicht. Der Text ist im ĂŒbrigen bilingual, auf der linken Seite ist das englische Original, auf der rechten Seite die deutsche Übersetzung. Zu dieser muss gesagt werden, dass sie dem Original in nichts nachsteht, was an sich schon Lob genug sein dĂŒrfte. Der Inhalt lĂ€sst sich mit den Nibelungen hoffentlich ausreichend beschreiben. Wer die Sage nicht kennt, kann nichts damit falsch machen mit der Version Tolkiens zu beginnen. Und wer sie kennt, dĂŒrfte ebenso seine Freude daran habe. Mein Fazit zu dem Buch lĂ€sst sich folgendermaßen zusammenfassen: Wer Mythologie, Sagen und nordische Dichtung mag, wird seine helle Freude haben. Wer damit nichts anfangen kann, aber den Herrn der Ringe liebt, wird zunĂ€chst enttĂ€uscht sein, könnte sich aber beim Lesen dennoch umstimmen lassen und Spaß daran haben.

Achtung Tolkien-Fans, ein neues Buch des Vaters der Fantasy ist erschienen. Diesmal aber keine Belletristik im eigentlichen Sinne, sondern eine Neubearbeitung der Wölsungensaga. Wer sich also auf eine nordisch angehauchte Prosa-Geschichte a lĂ  „Der Hobbit“ usw. eingestellt hat wird sich wundern. Denn Tolkien prĂ€sentiert die Geschichte zwar im modernen Englisch, aber im altnordischen Metrum.

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Der Liedcharakter ist im heutigen Sinne schwer nachzuvollziehen, da nicht die Wörter sondern die Laute sich aufeinander „reimen“. Ungewöhnlich aber nicht ungewohnt. Das Buch zeigt somit, dass Tolkien nicht nur mit einer außerordentlichen Fantasie gesegnet, sondern auch ein begnadeter Philologe war.

Zu sagen Tolkien hĂ€tte dies neu gedichtet, wĂŒrde aber die eigentliche Arbeit, die er mit dem Stoff gehabt haben dĂŒrfte, unterschlagen. Er nahm sozusagen den Inhalt und gab ihm ein neues sprachliches Gewand, ließ ihn aber den Schnitt selbst bestimmen und besserte einige Stellen aus, die im alten Kleide fehlten.

Es ist keine komplette NeuerzÀhlung, sondern eine Variation, eben die Interpretation der Sage aus Tolkiens Sicht.

Der Text ist im ĂŒbrigen bilingual, auf der linken Seite ist das englische Original, auf der rechten Seite die deutsche Übersetzung. Zu dieser muss gesagt werden, dass sie dem Original in nichts nachsteht, was an sich schon Lob genug sein dĂŒrfte. Der Inhalt lĂ€sst sich mit den Nibelungen hoffentlich ausreichend beschreiben. Wer die Sage nicht kennt, kann nichts damit falsch machen mit der Version Tolkiens zu beginnen. Und wer sie kennt, dĂŒrfte ebenso seine Freude daran habe.

Mein Fazit zu dem Buch lĂ€sst sich folgendermaßen zusammenfassen: Wer Mythologie, Sagen und nordische Dichtung mag, wird seine helle Freude haben. Wer damit nichts anfangen kann, aber den Herrn der Ringe liebt, wird zunĂ€chst enttĂ€uscht sein, könnte sich aber beim Lesen dennoch umstimmen lassen und Spaß daran haben.

geschrieben am 07.11.2010 | 286 Wörter | 1658 Zeichen

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