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Remember


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Rezension von

Letterschming

Remember „Remember“ ist der DebĂŒtroman von Roland Jungbluth und erschien im Juli 2012 in gebundener Form beim Arena-Verlag. Eines Tages wacht Annabel in einer psychiatrischen Klinik auf und kann sich nicht mehr daran erinnern, was in den letzten Tagen geschehen ist. Kurz darauf stĂ¶ĂŸt sie auf Michael, Eric und George, die genauso festsitzen wie sie. Als Annabels Eltern sie besuchen, sieht sie zwei Fremde vor sich. Genauso erging es den anderen. Die vier Jugendlichen sind ratlos. Da erhalten sie von einer anderen Patientin den rĂ€tselhaften Hinweis, ein bestimmtes Haus liefere die Lösung auf all ihre Fragen. Als Annabel ein Foto des betreffenden Hauses im BĂŒro des Klinikleiters finden, planen die vier ihren Ausbruch, um das Haus und damit endlich Antworten zu finden. „Remember“ wird aus mehreren Perspektiven geschildert. Protagonistin und damit fĂŒr die meiste Zeit auch ErzĂ€hlerin ist Annabel. Allerdings wird auch immer wieder aus der Sicht der drei Jungen geschrieben. Außerdem sind Ausschnitte eines Fernsehinterviews in das Geschehen eingeflochten, deren Zusammenhang mit den Ereignissen zunĂ€chst nicht ersichtlich ist. Erst mit der Zeit erfĂ€hrt der Leser, worum es in dem Interview wirklich geht und kann so langsam auch den Rest der Geschichte entschlĂŒsseln. Die Hauptfiguren sind alle ziemlich gut gelungen. Jeder Charakter fĂŒr sich stellt eine ĂŒberzeugende Persönlichkeit dar, mit Ecken und Kanten, wie sie auch reale Menschen haben. Die Beziehungen zwischen den vier Jugendlichen und die regelmĂ€ĂŸigen Auseinandersetzungen sorgen genauso fĂŒr Spannung wie die Suche nach Antworten. Etwas schade fand ich, dass die InterviewauszĂŒge zum Ende hin doch ziemlich viel preisgaben. So konnte man die Auflösung schon recht frĂŒh erahnen und der Überraschungseffekt war entsprechend gedĂ€mpft. Den Großteil der Geschichte hindurch hat man jedoch keine Ahnung, worum genau es geht und insgesamt bin ich mit der Auflösung sehr zufrieden. Der Autor hĂ€tte hier auch ein offenes Ende oder irgendeine an den Haaren herbeigezogene Mystery-Lösung einbauen können. Stattdessen erscheint alles im Nachhinein sehr logisch und jede WissenslĂŒcke wird geschlossen. Obwohl der Roman fĂŒr Leser von zwölf bis fĂŒnfzehn Jahren empfohlen wird, kann er meiner Meinung nach Ă€ltere Leser genauso gut unterhalten. Es handelt sich zwar zweifelsfrei um einen Jugendroman, doch auch die Protagonisten sind schon Ă€lter als die angegebene Zielgruppe. Die emotionalen Konflikte und die RĂ€tsel passen jedenfalls ebenso zu einem Ă€lteren Publikum. Fazit: „Remember“ ist ein sehr unterhaltsamer Jugendroman, fĂŒr Vielleser ab einem gewissen Punkt vielleicht etwas vorhersehbar, aber insgesamt sehr verworren und gut verschlĂŒsselt. Die Figuren werden einem schnell sympathisch und ĂŒberzeugen in ihren GefĂŒhlen und Handlungen. Die Auflösung ist gelungen und der Spannungsbogen bis dahin reißt nicht ein Mal ab, sodass ich das Buch an einem Tag verschlungen habe.

„Remember“ ist der DebĂŒtroman von Roland Jungbluth und erschien im Juli 2012 in gebundener Form beim Arena-Verlag.

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Buchtitel
2
06.06.2016
4
06.06.2016

Eines Tages wacht Annabel in einer psychiatrischen Klinik auf und kann sich nicht mehr daran erinnern, was in den letzten Tagen geschehen ist. Kurz darauf stĂ¶ĂŸt sie auf Michael, Eric und George, die genauso festsitzen wie sie. Als Annabels Eltern sie besuchen, sieht sie zwei Fremde vor sich. Genauso erging es den anderen. Die vier Jugendlichen sind ratlos.

Da erhalten sie von einer anderen Patientin den rĂ€tselhaften Hinweis, ein bestimmtes Haus liefere die Lösung auf all ihre Fragen. Als Annabel ein Foto des betreffenden Hauses im BĂŒro des Klinikleiters finden, planen die vier ihren Ausbruch, um das Haus und damit endlich Antworten zu finden.

„Remember“ wird aus mehreren Perspektiven geschildert. Protagonistin und damit fĂŒr die meiste Zeit auch ErzĂ€hlerin ist Annabel. Allerdings wird auch immer wieder aus der Sicht der drei Jungen geschrieben. Außerdem sind Ausschnitte eines Fernsehinterviews in das Geschehen eingeflochten, deren Zusammenhang mit den Ereignissen zunĂ€chst nicht ersichtlich ist. Erst mit der Zeit erfĂ€hrt der Leser, worum es in dem Interview wirklich geht und kann so langsam auch den Rest der Geschichte entschlĂŒsseln.

Die Hauptfiguren sind alle ziemlich gut gelungen. Jeder Charakter fĂŒr sich stellt eine ĂŒberzeugende Persönlichkeit dar, mit Ecken und Kanten, wie sie auch reale Menschen haben. Die Beziehungen zwischen den vier Jugendlichen und die regelmĂ€ĂŸigen Auseinandersetzungen sorgen genauso fĂŒr Spannung wie die Suche nach Antworten.

Etwas schade fand ich, dass die InterviewauszĂŒge zum Ende hin doch ziemlich viel preisgaben. So konnte man die Auflösung schon recht frĂŒh erahnen und der Überraschungseffekt war entsprechend gedĂ€mpft. Den Großteil der Geschichte hindurch hat man jedoch keine Ahnung, worum genau es geht und insgesamt bin ich mit der Auflösung sehr zufrieden. Der Autor hĂ€tte hier auch ein offenes Ende oder irgendeine an den Haaren herbeigezogene Mystery-Lösung einbauen können. Stattdessen erscheint alles im Nachhinein sehr logisch und jede WissenslĂŒcke wird geschlossen.

Obwohl der Roman fĂŒr Leser von zwölf bis fĂŒnfzehn Jahren empfohlen wird, kann er meiner Meinung nach Ă€ltere Leser genauso gut unterhalten. Es handelt sich zwar zweifelsfrei um einen Jugendroman, doch auch die Protagonisten sind schon Ă€lter als die angegebene Zielgruppe. Die emotionalen Konflikte und die RĂ€tsel passen jedenfalls ebenso zu einem Ă€lteren Publikum.

Fazit: „Remember“ ist ein sehr unterhaltsamer Jugendroman, fĂŒr Vielleser ab einem gewissen Punkt vielleicht etwas vorhersehbar, aber insgesamt sehr verworren und gut verschlĂŒsselt. Die Figuren werden einem schnell sympathisch und ĂŒberzeugen in ihren GefĂŒhlen und Handlungen. Die Auflösung ist gelungen und der Spannungsbogen bis dahin reißt nicht ein Mal ab, sodass ich das Buch an einem Tag verschlungen habe.

geschrieben am 15.04.2013 | 431 Wörter | 2545 Zeichen

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