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Zwerg Zwirbels magisches Märchen-ABC


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Zwerg Zwirbels magisches MĂ€rchen-ABC Wenn ein Kinderbuch wie dieses schon mit dem Titel „magisches MĂ€rchen ABC“ aufwartet, ist der Erwartungshorizont ĂŒberschaubar: das Alphabet wird mit MĂ€rchenthemen einmal durchgeackert. So ist es auch hier. Der Zwerg Zwirbel ist – leider – nur der Einstiegskatalysator, der am MĂ€rchen(buch)see Buchstaben angelt und lustige SĂ€tze daraus bildet. Im gesamten weiteren Buch kommt dieses Bild bzw. das Thema aber nicht mehr vor: man sieht nur noch die doppelseitig aufbereiteten Buchstaben samt Sprachspielen, aber von Zwirbel ist keine Rede mehr. Nur am Ende sieht man Zwirbel mit anderen Zwergen im Kreis sitzen. Das ist schade und zeugt von einem nicht so ganz durchdachten Konzept. Die nach der Einleitung folgende Abarbeitung der Buchstaben ist mehr oder weniger gelungen. Man muss sich zunĂ€chst vergegenwĂ€rtigen, dass das Buch fĂŒr Kinder von 5-7 Jahren eingestuft wird. Von dieser Zielgruppe kann man durchaus erwarten, dass sie alle Buchstaben kennt und Freude daran hat, mit den Worten zu spielen oder ĂŒber sie nachzudenken. Kleinere Kinder haben sicher auch Spaß, das Buch vorgelesen zu bekommen, aber die Textbestandteile sind fĂŒr kleinere Kinder auf jeden Fall zu kompliziert. Doch auch die Kinder von 5-7 Jahren dĂŒrften von vielen der Texte ĂŒberfordert sein, was schlicht daran liegt, dass Anspielungen auf MĂ€rchen gemacht werden, die nicht mehr zwingend zum Allgemeinwissen gehören (z.B. Jorinde und Joringel, der Löwenkönig Leonhard von Janosch, Oberon und Ozeanide) und die mangels Legende am Ende des Buches auch nicht von den Eltern nachgeschlagen werden können, um den Kindern die verschiedenen Gestalten und Assoziationen genauer erlĂ€utern zu können. Zudem sind die Texte auch – in der Altersgruppe – nicht aus sich heraus verstĂ€ndlich. Das ist schade und macht das Buch fĂŒr mich schon einmal weniger lobenswert. Einige Beispiele, Buchstabe C: „Cinderella campt chaotisch beim ‚Cambridge Cottage‘.“ Schön, dass so viele C-Worte enthalten sind, aber welches Kind zwischen 5 und 7 Jahren versteht das? Und was außer Cinderella hat das mit MĂ€rchen zu tun? oder bei I: „Im Ideenreich ist immer irgendein interessierter IgelfĂŒrst.“ Auch das hinterlĂ€sst bei Kindern – wie auch bei Erwachsenen – ein dickes Fragezeichen auf dem Gesicht. Es gibt aber natĂŒrlich auch tolle und richtig lustige Buchstabenseiten, etwa zu P mit dem pupsenden Pudel, zu F mit dem Froschkönig Ferdinand, und sogar zum X! Doch der Gesamteindruck, rein zur sprachlichen Erscheinung des Buches, ist durchwachsen. Nun zu den Illustrationen. Es mag ja sein, dass Silke Leffler mit Preisen ausgezeichnet wurde, genannt werden sie jedenfalls nicht im Buch. Mir gefallen die meisten Illustrationen in diesem Buch jedenfalls nicht, vor allem die groben Gesichter und der mitunter detailarme Ansatz der großflĂ€chigen Bilder haben mich enttĂ€uscht. Gelungen finde ich allerdings das collagenhafte der Doppelseiten aus Buchstaben und Bebilderung, was an mancher Stelle potenzierend wirkt, etwa bei den Buchstaben P und Q. Insofern auch illustratorisch ein nur mittelprĂ€chtiger Eindruck. Insgesamt kann ich deshalb bekunden, dass mir das Buch zwar gefallen hat, aber ich nicht ĂŒberzeugt bin. Dies liegt an der sprachlichen Überforderung der Kinder, der fehlenden Quellenangaben zu den MĂ€rchen, dem fehlenden Konnex zum titelgebenden Zwerg Zwirbel und den mir grĂ¶ĂŸtenteils nicht gefallenden Illustrationen. Man hĂ€tte aus diesem Buch mehr machen können.

Wenn ein Kinderbuch wie dieses schon mit dem Titel „magisches MĂ€rchen ABC“ aufwartet, ist der Erwartungshorizont ĂŒberschaubar: das Alphabet wird mit MĂ€rchenthemen einmal durchgeackert. So ist es auch hier. Der Zwerg Zwirbel ist – leider – nur der Einstiegskatalysator, der am MĂ€rchen(buch)see Buchstaben angelt und lustige SĂ€tze daraus bildet. Im gesamten weiteren Buch kommt dieses Bild bzw. das Thema aber nicht mehr vor: man sieht nur noch die doppelseitig aufbereiteten Buchstaben samt Sprachspielen, aber von Zwirbel ist keine Rede mehr. Nur am Ende sieht man Zwirbel mit anderen Zwergen im Kreis sitzen. Das ist schade und zeugt von einem nicht so ganz durchdachten Konzept.

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Die nach der Einleitung folgende Abarbeitung der Buchstaben ist mehr oder weniger gelungen. Man muss sich zunĂ€chst vergegenwĂ€rtigen, dass das Buch fĂŒr Kinder von 5-7 Jahren eingestuft wird. Von dieser Zielgruppe kann man durchaus erwarten, dass sie alle Buchstaben kennt und Freude daran hat, mit den Worten zu spielen oder ĂŒber sie nachzudenken. Kleinere Kinder haben sicher auch Spaß, das Buch vorgelesen zu bekommen, aber die Textbestandteile sind fĂŒr kleinere Kinder auf jeden Fall zu kompliziert. Doch auch die Kinder von 5-7 Jahren dĂŒrften von vielen der Texte ĂŒberfordert sein, was schlicht daran liegt, dass Anspielungen auf MĂ€rchen gemacht werden, die nicht mehr zwingend zum Allgemeinwissen gehören (z.B. Jorinde und Joringel, der Löwenkönig Leonhard von Janosch, Oberon und Ozeanide) und die mangels Legende am Ende des Buches auch nicht von den Eltern nachgeschlagen werden können, um den Kindern die verschiedenen Gestalten und Assoziationen genauer erlĂ€utern zu können. Zudem sind die Texte auch – in der Altersgruppe – nicht aus sich heraus verstĂ€ndlich. Das ist schade und macht das Buch fĂŒr mich schon einmal weniger lobenswert. Einige Beispiele, Buchstabe C: „Cinderella campt chaotisch beim ‚Cambridge Cottage‘.“ Schön, dass so viele C-Worte enthalten sind, aber welches Kind zwischen 5 und 7 Jahren versteht das? Und was außer Cinderella hat das mit MĂ€rchen zu tun? oder bei I: „Im Ideenreich ist immer irgendein interessierter IgelfĂŒrst.“ Auch das hinterlĂ€sst bei Kindern – wie auch bei Erwachsenen – ein dickes Fragezeichen auf dem Gesicht. Es gibt aber natĂŒrlich auch tolle und richtig lustige Buchstabenseiten, etwa zu P mit dem pupsenden Pudel, zu F mit dem Froschkönig Ferdinand, und sogar zum X! Doch der Gesamteindruck, rein zur sprachlichen Erscheinung des Buches, ist durchwachsen.

Nun zu den Illustrationen. Es mag ja sein, dass Silke Leffler mit Preisen ausgezeichnet wurde, genannt werden sie jedenfalls nicht im Buch. Mir gefallen die meisten Illustrationen in diesem Buch jedenfalls nicht, vor allem die groben Gesichter und der mitunter detailarme Ansatz der großflĂ€chigen Bilder haben mich enttĂ€uscht. Gelungen finde ich allerdings das collagenhafte der Doppelseiten aus Buchstaben und Bebilderung, was an mancher Stelle potenzierend wirkt, etwa bei den Buchstaben P und Q. Insofern auch illustratorisch ein nur mittelprĂ€chtiger Eindruck.

Insgesamt kann ich deshalb bekunden, dass mir das Buch zwar gefallen hat, aber ich nicht ĂŒberzeugt bin. Dies liegt an der sprachlichen Überforderung der Kinder, der fehlenden Quellenangaben zu den MĂ€rchen, dem fehlenden Konnex zum titelgebenden Zwerg Zwirbel und den mir grĂ¶ĂŸtenteils nicht gefallenden Illustrationen. Man hĂ€tte aus diesem Buch mehr machen können.

geschrieben am 16.07.2015 | 514 Wörter | 2975 Zeichen

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