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Total Immersion: Schwimmen nach Art der Fische


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Rezension von

Ragan Tanger

Total Immersion: Schwimmen nach Art der Fische Genieße jeden Zug, den du nimmst, lautet eines der Mottos dieses faszinierenden Buches. Und Obacht, wer an dieser Stelle an einen Hinweis im Rahmen von fröhlicher Genußraucherei denkt, liegt falsch, völlig falsch. Vielmehr handelt es sich um die Freude an der eigenen Bewegung, die nicht durch stereotype und kraftzehrende Leistungseffizienz behindert wird. Terry Laughlin ist dafür zuständig, dass man tatsächlich den Fischen gleich durchs Wasser gleiten kann und dabei jeden Armzug - und dieser war in der oben beschriebenen Sentenz gemeint - genießen kann. Seit über dreißig Jahren arbeitet Laughlin als Schwimmtrainer und -lehrer und hat es aufgrund seiner innovativen und empirischen Methode dazu gebracht, das meist gelesenste Schwimmbuch der Welt zu veröffentlichen. Natürlich ist es damit nicht genug: eine eigene Website, urheberrechtlich geschützte Trainingsprinzipien, Kurse und Angebote und zahlreiche begeisterte Breiten- wie Spitzensportler sprechen für den überragenden Erfolg dieser Idee. Was macht Laughlin anders als die herkömmlichen Trainer, die der Jugend in Schule und Sportverein vom Beckenrand die Kommandos geben? In erster Linie orientiert er sich, wie alle guten Bewegungspädagogen an, der Natur: Das heißt, Bewegung kommt von innen und von ihrer Aufgabe her und nicht von außen und ihrer Leistung her. Und zweitens orientiert er sich an den didaktischen Prinzipien des Bewegungslernens. Heißt: Vom Leichten zum Schweren, freudvolles Erleben und individuelle Ausgestaltung. Zwang, Druck und Perfektion, die zwar zu bestimmten Leistungen in der Vergangenheit geführt haben, werden nicht der Weite unseres Herzens gerecht. Laughlin hat genau zugehört, hat sich die weltbesten Schwimmer und die Tiere im Wasser angesehen, hat mitgefühlt und aufgepasst - herausgekommen ist das Werk, dass Sie, sofern sie sich nur ein bisschen fürs Schwimmen interessieren, unbedingt lesen sollten. Und haben sie das getan, werden sie es auch genau so unbedingt ausprobieren wollen. Viele der im Buch vorgestellten Techniken mögen auf den ersten Blick denen widersprechen, die viele seit ihrer Kindheit an in Erinnerung haben. Statt wie wild mit den Armen Züge zu machen, schlägt Laughlin geduldiges Gleiten in die Länge vor und ein Front-Quadrat-Swimming (mindestens immer einer der Arme vor dem Kopf). Statt schwerem Becken, das nach unten zieht, bietet Laughlin die Methodik eines schweren Brustkorbs, der dem gesamten Körper zu mehr Auftrieb und somit besserer Widerstandsnutzung verhilft. Und krönend und verständlich legen sich Laughlins Schwimmer zur Seite, um so den Wasserwiderstand zu reduzieren - der hydrodynamische Schwimmer ist die lohnende Folge. Nach der theoretischen Einleitung, die in den ersten Kapiteln oben genannte Prinzipien veranschaulicht und deren Hintergründe plausibel offenlegt, bietet der zweite Teil des Buches dann die praktische Herangehensweise - äußerst behutsam und ein Genuss für jeden Pädagogen. Immer wieder hört hier jemand auf das Seelenleben des Sportlers, der ganz bewusst von der funktionierenden Maschine zum adaptiven und pulsierenden Lebewesen generieren darf. Dem Covadonga-Verlag muss man großen Dank aussprechen dieses, in den USA schon mehrfach neu aufgelegte Buch, endlich ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht zu haben. Natürlich kann man sich die eine oder andere Übung auch bei YouTube im Video ansehen, aber die fundamentale, zusammenhängende Übersicht bietet nur das Buch. Natürlich darf man sich hier an der typisch amerikanischen, weltverändernden und selbstbewussten, Art des Erzählens erfreuen, was ja nicht immer jedermanns Sache ist. In dem Fall aber, vom erfahrenen Bewegeungspädagogen, ein uneingeschränktes Lob für Methodik, Didaktik und die bewusste Klarheit dieses Blickes, der tatsächlich hilft, müheloser zu schwimmen. Also rein ins Wasser und es den Fischen nachgemacht.

Genieße jeden Zug, den du nimmst, lautet eines der Mottos dieses faszinierenden Buches. Und Obacht, wer an dieser Stelle an einen Hinweis im Rahmen von fröhlicher Genußraucherei denkt, liegt falsch, völlig falsch. Vielmehr handelt es sich um die Freude an der eigenen Bewegung, die nicht durch stereotype und kraftzehrende Leistungseffizienz behindert wird. Terry Laughlin ist dafür zuständig, dass man tatsächlich den Fischen gleich durchs Wasser gleiten kann und dabei jeden Armzug - und dieser war in der oben beschriebenen Sentenz gemeint - genießen kann. Seit über dreißig Jahren arbeitet Laughlin als Schwimmtrainer und -lehrer und hat es aufgrund seiner innovativen und empirischen Methode dazu gebracht, das meist gelesenste Schwimmbuch der Welt zu veröffentlichen. Natürlich ist es damit nicht genug: eine eigene Website, urheberrechtlich geschützte Trainingsprinzipien, Kurse und Angebote und zahlreiche begeisterte Breiten- wie Spitzensportler sprechen für den überragenden Erfolg dieser Idee.

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Was macht Laughlin anders als die herkömmlichen Trainer, die der Jugend in Schule und Sportverein vom Beckenrand die Kommandos geben? In erster Linie orientiert er sich, wie alle guten Bewegungspädagogen an, der Natur: Das heißt, Bewegung kommt von innen und von ihrer Aufgabe her und nicht von außen und ihrer Leistung her. Und zweitens orientiert er sich an den didaktischen Prinzipien des Bewegungslernens. Heißt: Vom Leichten zum Schweren, freudvolles Erleben und individuelle Ausgestaltung. Zwang, Druck und Perfektion, die zwar zu bestimmten Leistungen in der Vergangenheit geführt haben, werden nicht der Weite unseres Herzens gerecht. Laughlin hat genau zugehört, hat sich die weltbesten Schwimmer und die Tiere im Wasser angesehen, hat mitgefühlt und aufgepasst - herausgekommen ist das Werk, dass Sie, sofern sie sich nur ein bisschen fürs Schwimmen interessieren, unbedingt lesen sollten. Und haben sie das getan, werden sie es auch genau so unbedingt ausprobieren wollen.

Viele der im Buch vorgestellten Techniken mögen auf den ersten Blick denen widersprechen, die viele seit ihrer Kindheit an in Erinnerung haben. Statt wie wild mit den Armen Züge zu machen, schlägt Laughlin geduldiges Gleiten in die Länge vor und ein Front-Quadrat-Swimming (mindestens immer einer der Arme vor dem Kopf). Statt schwerem Becken, das nach unten zieht, bietet Laughlin die Methodik eines schweren Brustkorbs, der dem gesamten Körper zu mehr Auftrieb und somit besserer Widerstandsnutzung verhilft. Und krönend und verständlich legen sich Laughlins Schwimmer zur Seite, um so den Wasserwiderstand zu reduzieren - der hydrodynamische Schwimmer ist die lohnende Folge.

Nach der theoretischen Einleitung, die in den ersten Kapiteln oben genannte Prinzipien veranschaulicht und deren Hintergründe plausibel offenlegt, bietet der zweite Teil des Buches dann die praktische Herangehensweise - äußerst behutsam und ein Genuss für jeden Pädagogen. Immer wieder hört hier jemand auf das Seelenleben des Sportlers, der ganz bewusst von der funktionierenden Maschine zum adaptiven und pulsierenden Lebewesen generieren darf.

Dem Covadonga-Verlag muss man großen Dank aussprechen dieses, in den USA schon mehrfach neu aufgelegte Buch, endlich ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht zu haben. Natürlich kann man sich die eine oder andere Übung auch bei YouTube im Video ansehen, aber die fundamentale, zusammenhängende Übersicht bietet nur das Buch. Natürlich darf man sich hier an der typisch amerikanischen, weltverändernden und selbstbewussten, Art des Erzählens erfreuen, was ja nicht immer jedermanns Sache ist. In dem Fall aber, vom erfahrenen Bewegeungspädagogen, ein uneingeschränktes Lob für Methodik, Didaktik und die bewusste Klarheit dieses Blickes, der tatsächlich hilft, müheloser zu schwimmen. Also rein ins Wasser und es den Fischen nachgemacht.

geschrieben am 05.06.2010 | 548 Wörter | 3352 Zeichen

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