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Die Worte der weißen Königin


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Letterschming

Die Worte der weißen Königin „Die Worte der weißen Königin“ von der deutschen Autorin Antonia Michaelis erschien im August 2011 in gebundener Form beim Oetinger-Verlag. Michaelis hat schon fast fünfzig Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht. Lion ist zehn Jahre alt und lebt in einem kleinen Dorf an der Ostsee. Hier wohnt er gemeinsam mit seinem Vater, seit die Mutter die Familie vor Jahren verlassen hat. Doch dann verliert Lions Vater, der schwarze König, seinen Job und fängt an zu trinken. Er beginnt seinen Sohn zu schlagen oder sperrt ihn allein im Keller ein. Als Lion es nicht mehr aushält, läuft er von zu Hause weg und macht sich auf den Weg nach Berlin. Er will die weiße Königin suchen, eine Frau, die ihm früher vorgelesen hat. Sie liegt in einem Berliner Krankenhaus. Sein einziger Begleiter auf der Reise ist einer der Seeadler, die er früher immer für ihre Freiheit bewundert hat. „Die Worte der weißen Königin“ zeichnet sich besonders durch die märchenhafte Sprache aus. Die gesamte reale Geschichte von dem kleinen Jungen, der zuhause misshandelt wird und dann wegläuft, verläuft parallel zu einer Phantasiegeschichte, die sich in Lions Kopf abspielt. In seiner Vorstellung wird der gewalttätige Vater zum schwarzen König und die Frau, die ihm einst vorgelesen hat und ihn mit ihren Worten verzaubert hat, zur weißen Königin, die er finden muss. Die Sprache der Autorin passt hervorragend zu dieser Mischung aus realistischer und phantastischer Geschichte und lässt einen mitunter glatt vergessen, was wirklich ist. In verschlungenen, kunstvoll gestalteten Satzgebilden erzählt die Autorin eine tiefgehende, äußerst emotionale Geschichte. Besonders der junge Protagonist Lion überrascht einen immer wieder in seiner Stärke. Auch wenn er erst zehn Jahre alt ist, ist er sehr entschlossen und stark und rührt einen mit seinem Willen zu kämpfen. Dabei bleiben seine Handlungen immer noch überzeugend für das Alter, da er all seine Erlebnisse in eine Phantasiewelt projiziert, die ihm die Kraft gibt, weiterzumachen. Leider kommt dabei die Spannung etwas kurz. Auch wenn Lion auf seinem Weg einiges erlebt, handelt es sich nicht unbedingt um einen Pageturner. Wer ein Buch möchte, dass er in einem Schwung herunterlesen kann, ist mit „Die Worte der weißen Königin“ nicht unbedingt richtig beraten. Für diesen Roman sollte man sich Zeit nehmen. Nicht nur die mitunter komplizierten Sätzen erfordern, dass man sich auf den Text konzentriert. Auch die vielen Gedanken und Anekdoten der Autorin bringen einen immer wieder zum Nachdenken. So hat man schon lange etwas von den knapp 300 Seiten, besonders wenn man sich die Zeit nimmt, die eine oder andere Stelle auch nochmal zu lesen oder zumindest zu überfliegen und ab und zu seinen Gedanken einfach freien Lauf zu lassen. Allerdings hinterlässt die Geschichte dafür auch einen bleibenden Eindruck. Besonders die Ausführungen der Autorin über die Kraft und den Einfluss von Worten sind neu und interessant. Da Worte wohl für jeden Leser wichtig sind, dürften die Schilderungen der Autorin das Herz jedes Bücherfans höher schlagen lassen. Fazit: Obwohl „Die Worte der weißen Königin“ nicht unbedingt mit einer überaus rasanten Handlung aufwartet und einen die langen Sätze ab und zu ins Stocken bringen, bleibt dieser Roman im Gedächtnis. Die neuen und faszinierenden Anekdoten der Autorin sind sehr interessant und die märchenhafte Atmosphäre des Buches vermag einen schnell zu verzaubern.

„Die Worte der weißen Königin“ von der deutschen Autorin Antonia Michaelis erschien im August 2011 in gebundener Form beim Oetinger-Verlag. Michaelis hat schon fast fünfzig Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht.

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Lion ist zehn Jahre alt und lebt in einem kleinen Dorf an der Ostsee. Hier wohnt er gemeinsam mit seinem Vater, seit die Mutter die Familie vor Jahren verlassen hat. Doch dann verliert Lions Vater, der schwarze König, seinen Job und fängt an zu trinken. Er beginnt seinen Sohn zu schlagen oder sperrt ihn allein im Keller ein. Als Lion es nicht mehr aushält, läuft er von zu Hause weg und macht sich auf den Weg nach Berlin. Er will die weiße Königin suchen, eine Frau, die ihm früher vorgelesen hat. Sie liegt in einem Berliner Krankenhaus. Sein einziger Begleiter auf der Reise ist einer der Seeadler, die er früher immer für ihre Freiheit bewundert hat.

„Die Worte der weißen Königin“ zeichnet sich besonders durch die märchenhafte Sprache aus. Die gesamte reale Geschichte von dem kleinen Jungen, der zuhause misshandelt wird und dann wegläuft, verläuft parallel zu einer Phantasiegeschichte, die sich in Lions Kopf abspielt. In seiner Vorstellung wird der gewalttätige Vater zum schwarzen König und die Frau, die ihm einst vorgelesen hat und ihn mit ihren Worten verzaubert hat, zur weißen Königin, die er finden muss.

Die Sprache der Autorin passt hervorragend zu dieser Mischung aus realistischer und phantastischer Geschichte und lässt einen mitunter glatt vergessen, was wirklich ist. In verschlungenen, kunstvoll gestalteten Satzgebilden erzählt die Autorin eine tiefgehende, äußerst emotionale Geschichte. Besonders der junge Protagonist Lion überrascht einen immer wieder in seiner Stärke. Auch wenn er erst zehn Jahre alt ist, ist er sehr entschlossen und stark und rührt einen mit seinem Willen zu kämpfen. Dabei bleiben seine Handlungen immer noch überzeugend für das Alter, da er all seine Erlebnisse in eine Phantasiewelt projiziert, die ihm die Kraft gibt, weiterzumachen.

Leider kommt dabei die Spannung etwas kurz. Auch wenn Lion auf seinem Weg einiges erlebt, handelt es sich nicht unbedingt um einen Pageturner. Wer ein Buch möchte, dass er in einem Schwung herunterlesen kann, ist mit „Die Worte der weißen Königin“ nicht unbedingt richtig beraten. Für diesen Roman sollte man sich Zeit nehmen. Nicht nur die mitunter komplizierten Sätzen erfordern, dass man sich auf den Text konzentriert. Auch die vielen Gedanken und Anekdoten der Autorin bringen einen immer wieder zum Nachdenken.

So hat man schon lange etwas von den knapp 300 Seiten, besonders wenn man sich die Zeit nimmt, die eine oder andere Stelle auch nochmal zu lesen oder zumindest zu überfliegen und ab und zu seinen Gedanken einfach freien Lauf zu lassen. Allerdings hinterlässt die Geschichte dafür auch einen bleibenden Eindruck. Besonders die Ausführungen der Autorin über die Kraft und den Einfluss von Worten sind neu und interessant. Da Worte wohl für jeden Leser wichtig sind, dürften die Schilderungen der Autorin das Herz jedes Bücherfans höher schlagen lassen.

Fazit: Obwohl „Die Worte der weißen Königin“ nicht unbedingt mit einer überaus rasanten Handlung aufwartet und einen die langen Sätze ab und zu ins Stocken bringen, bleibt dieser Roman im Gedächtnis. Die neuen und faszinierenden Anekdoten der Autorin sind sehr interessant und die märchenhafte Atmosphäre des Buches vermag einen schnell zu verzaubern.

geschrieben am 27.04.2012 | 535 Wörter | 2911 Zeichen

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