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Röslein stach


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Rezension von

Letterschming

Röslein stach „Röslein stach“ von der deutschen Autorin Susanne Mischke erschien im Januar 2012 als Taschenbuch beim Arena-Verlag. Antonia ist ĂŒberglĂŒcklich, als ihre alte Schulfreundin ihr anbietet, in ihre WG mit einzuziehen. Endlich kann Antonia von dem kleinen Dorf, in dem sie die letzten Jahre verbracht hat, wieder in die Stadt ziehen, wo sie frĂŒher gelebt hat. Und endlich ist sie Ralph los, den gewalttĂ€tigen neuen Freund ihrer Mutter, den sie so abgrundtief hasst. Antonias neues Zuhause ist eine alte Villa. Die liegt zwar direkt an der Schnellstraße und ist schon ein bisschen heruntergekommen, aber endlich ist Antonia frei. Doch die Villa birgt ein dĂŒsteres Geheimnis. Vor zwanzig Jahren wurde eine junge Frau auf dem Dachboden des Hauses auf bestialische Weise ermordet. Die vier neuen Bewohner, Antonia, Katie und die beiden Jungs Robert und Matthias, machen sich zunĂ€chst ĂŒber diese Geschichte lustig. Doch dann wird ein weiteres MĂ€dchen umgebracht, auf die gleiche, grausame Art wie damals. Der Mörder ist zurĂŒck und die vier Jugendlichen sind ihm schon viel nĂ€her, als sie ahnen. „Röslein stach“ ist eindeutig fĂŒr Jugendliche bestimmt. Die Hauptthemen neben dem Kriminalfall sind beispielsweise der Auszug von Zuhause, das Leben in einer WG von Jugendlichen, die erste große Liebe oder die AktivitĂ€ten von jugendlichen Umweltrechtlern. Auch der Fall selbst ist fĂŒr einen alteingesessenen Krimileser vermutlich zu schnell zu durchschauen. Allen Dreizehn- bis AchtzehnjĂ€hrigen ist dieser Roman jedoch sehr ans Herz zu legen. Die Autorin versteht es, kontinuierlich Spannung aufzubauen und der Geschichte dabei immer wieder unvorhergesehene Wendungen zu verleihen. So ahnt man die ganze Zeit, dass etwas im Busch ist, weil man dieses unterschwellige GefĂŒhl der Bedrohung wahrnimmt. Man kann aber zumeist nicht vorhersehen, wie sich das Geschehen tatsĂ€chlich entwickelt. Lediglich die IdentitĂ€t des Mörders fand ich recht einfach zu erahnen, wobei ich mir aber bis zum Schluss nicht ganz sicher war, ob es wirklich diese Person sein wĂŒrde. Ich hĂ€tte mir nur gewĂŒnscht, dass es jemand sein wĂŒrde, den man so gar nicht verdĂ€chtigt. Alle anderen Fragen, die im Laufe der Geschichte aufgeworfen werden, sind allerdings nicht so leicht zu beantworten. Auch die Figuren sind sehr gut gelungen. Ohne dass die Autorin seitenweise die Vergangenheit der Charaktere schildert oder innere Monologe herunterrattert, erscheinen einem die handelnden Personen sehr schnell bekannt und ĂŒberzeugen durch ihre realistischen Persönlichkeiten. Besonders gut gefallen hat mir, dass es zum Schluss wirklich zur Sache ging und der Roman die ZĂŒge eines richtigen Thrillers angenommen hat. Ein einfacher Kriminalfall wĂ€re, gerade fĂŒr die angesprochene Altersklasse, vielleicht etwas langweilig geworden. Durch diese Vermischung der Genres kommt aber am Ende noch richtig Action auf, auch wenn diese leider sehr abrupt endet. Fazit: „Röslein stach“ ist vielleicht nicht unbedingt das Richtige fĂŒr Erwachsene, aber die eigentliche Zielgruppe, nĂ€mlich die Jugendlichen, wird durch die Themenwahl und die Figuren auf jeden Fall angesprochen. Auch die Sprache ist dem Alter angepasst. Sie kommt ohne Berge von Fachbegriffen aus und erscheint trotzdem nicht zu simpel.

„Röslein stach“ von der deutschen Autorin Susanne Mischke erschien im Januar 2012 als Taschenbuch beim Arena-Verlag.

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06.06.2016
4
06.06.2016

Antonia ist ĂŒberglĂŒcklich, als ihre alte Schulfreundin ihr anbietet, in ihre WG mit einzuziehen. Endlich kann Antonia von dem kleinen Dorf, in dem sie die letzten Jahre verbracht hat, wieder in die Stadt ziehen, wo sie frĂŒher gelebt hat. Und endlich ist sie Ralph los, den gewalttĂ€tigen neuen Freund ihrer Mutter, den sie so abgrundtief hasst.

Antonias neues Zuhause ist eine alte Villa. Die liegt zwar direkt an der Schnellstraße und ist schon ein bisschen heruntergekommen, aber endlich ist Antonia frei. Doch die Villa birgt ein dĂŒsteres Geheimnis. Vor zwanzig Jahren wurde eine junge Frau auf dem Dachboden des Hauses auf bestialische Weise ermordet. Die vier neuen Bewohner, Antonia, Katie und die beiden Jungs Robert und Matthias, machen sich zunĂ€chst ĂŒber diese Geschichte lustig.

Doch dann wird ein weiteres MĂ€dchen umgebracht, auf die gleiche, grausame Art wie damals. Der Mörder ist zurĂŒck und die vier Jugendlichen sind ihm schon viel nĂ€her, als sie ahnen.

„Röslein stach“ ist eindeutig fĂŒr Jugendliche bestimmt. Die Hauptthemen neben dem Kriminalfall sind beispielsweise der Auszug von Zuhause, das Leben in einer WG von Jugendlichen, die erste große Liebe oder die AktivitĂ€ten von jugendlichen Umweltrechtlern. Auch der Fall selbst ist fĂŒr einen alteingesessenen Krimileser vermutlich zu schnell zu durchschauen. Allen Dreizehn- bis AchtzehnjĂ€hrigen ist dieser Roman jedoch sehr ans Herz zu legen.

Die Autorin versteht es, kontinuierlich Spannung aufzubauen und der Geschichte dabei immer wieder unvorhergesehene Wendungen zu verleihen. So ahnt man die ganze Zeit, dass etwas im Busch ist, weil man dieses unterschwellige GefĂŒhl der Bedrohung wahrnimmt. Man kann aber zumeist nicht vorhersehen, wie sich das Geschehen tatsĂ€chlich entwickelt. Lediglich die IdentitĂ€t des Mörders fand ich recht einfach zu erahnen, wobei ich mir aber bis zum Schluss nicht ganz sicher war, ob es wirklich diese Person sein wĂŒrde. Ich hĂ€tte mir nur gewĂŒnscht, dass es jemand sein wĂŒrde, den man so gar nicht verdĂ€chtigt. Alle anderen Fragen, die im Laufe der Geschichte aufgeworfen werden, sind allerdings nicht so leicht zu beantworten.

Auch die Figuren sind sehr gut gelungen. Ohne dass die Autorin seitenweise die Vergangenheit der Charaktere schildert oder innere Monologe herunterrattert, erscheinen einem die handelnden Personen sehr schnell bekannt und ĂŒberzeugen durch ihre realistischen Persönlichkeiten.

Besonders gut gefallen hat mir, dass es zum Schluss wirklich zur Sache ging und der Roman die ZĂŒge eines richtigen Thrillers angenommen hat. Ein einfacher Kriminalfall wĂ€re, gerade fĂŒr die angesprochene Altersklasse, vielleicht etwas langweilig geworden. Durch diese Vermischung der Genres kommt aber am Ende noch richtig Action auf, auch wenn diese leider sehr abrupt endet.

Fazit: „Röslein stach“ ist vielleicht nicht unbedingt das Richtige fĂŒr Erwachsene, aber die eigentliche Zielgruppe, nĂ€mlich die Jugendlichen, wird durch die Themenwahl und die Figuren auf jeden Fall angesprochen. Auch die Sprache ist dem Alter angepasst. Sie kommt ohne Berge von Fachbegriffen aus und erscheint trotzdem nicht zu simpel.

geschrieben am 22.02.2012 | 482 Wörter | 2804 Zeichen

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