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Das Tarot Cafe


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Rezension von

Kristina Scherer

Das Tarot Cafe In ihrem Tarot Café empfängt Pamela Kunden, die sich wichtige Ratschläge von ihr erhoffen. Die junge Frau erzählt den Menschen aus ihrer Vergangenheit und wenn Zeit und Raum zusammentreffen, kann sie auch in die Zukunft sehen. Pünktlich um Mitternacht öffnet Pamela das Tor zu einer anderen Welt- einer Welt durchtränkt von Melancholie, Sinnlichkeit und düsterer Romantik. Denn dann öffnet sie das Tarot Café für ihre besonderen Gäste, die fernab der Alltäglich leben und oftmals von qualvollen Erinnerungen geplagt werden. Um welche Wesen es sich handelt, kann Pamela nicht genau definieren. „Sie sind Menschen und sind es doch nicht, oder vielleicht einfach andere Wesen, die unter den Menschen leben.“ Jedenfalls sind es allesamt Individualisten, deren Geschichten von Freude und Leid, Liebe und Schmerz oder Leben und Tod handeln. Da ist die Geschichte eines Katzenmenschen, der die Wünsche eines jungen Mädchens erfüllt. Bei jedem dieser Wünsche verliert er jedoch eines seiner Leben. Aus Liebe verschenkt der selbstlose Protagonist des ersten Kapitels zwei davon und so bleibt ihm nur noch ein einziges Leben. Nun möchte er schließlich von der Kartenlegerin wissen, ob es sich lohnt, auch sein letztes Leben für den Herzenswunsch seiner großen Liebe einzutauschen. Im zweiten Kapitel begegnen wir dem weltberühmten Vampir Kalik Chepeshue- dem Inbegriff unvergänglicher Schönheit. Er verstößt gegen das ungeschriebene Gesetz der Vampire und bleibt für den Rest seines Lebens in einem Teufelskreis gefangen. Seine dramatische Liebesgeschichte trifft mitten ins Herz. Sie ist die wohl ausführlichste und beeindruckendste unter ihnen. Dem Schicksal des Vampirs folgt ein modernes Märchen voller Ironie über eine Fee, die anderen Glück bringt, aber selbst kein Glück erfährt. Zuletzt treffen wir auf einen Puppenmacher, einen Clown und eine herzlose Prinzessin. Es dauert eine Weile, bis der Alchimist erkennt, wie grausam schöne Menschen doch sein können. Nach und nach offenbart sich das Schicksal der einzelnen Wesen, von dem nicht nur die Inhaberin des Tarot Cafés berührt ist. Die einzige, die ihr Geheimnis bewahrt, ist Pamela selbst... Häufig werden die Tarot- Karten „Die Liebenden“, „Der Mond“ oder „Der Gehenkte“ gezogen. Die Autorin entwickelt in dem vorliegenden Werk eine ganz individuelle Interpretation dieser Karten, was die magische Stimmung der Geschichten zu ihrem Höhepunkt führt. Mit dem im Duoton gedruckten koreanischen Manga (=Manwha) „Das Tarot Café“ hat Park Sang Sun ein absolutes Ausnahmewerk geschaffen, welches nahezu alle Kriterien erfüllt, die einen guten Comic ausmachen: Er schreitet mit jeder Menge Spannung voran, besticht durch atmosphärische, atemberaubende Zeichnungen sowie ein umwerfend- fantasievolles Layout und basiert auf einer einzigartigen Story, welche genügend Stoff für weitere Bände erahnen lässt. Alle Figuren und Kulissen wurden mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet, was ihnen das gewisse Etwas verleiht. Die Illustrationen erfüllen alle Regeln von Kunst und Ästhetik. Die Charaktere tragen düstere Outfits, faszinierendes Make- up, extravagante Frisuren und sind reichlich mit Accessoires geschmückt. Durch die makellose Ausarbeitung der Gesichter wirken die Charaktere dieses hochkarätigen Comic- Bandes sehr lebendig. Gestik und Mimik harmonieren in einer fast schon beängstigenden Weise perfekt miteinander und jede Schattierung sitzt perfekt. Der Leser kann die Figuren förmlich sprechen hören. Er bedauert, dass es solche Individualisten im wahren Leben nicht gibt oder er ihnen zumindest noch nicht begegnet ist. In einem Vorwort erwähnt die selbstkritische Autorin, dass sie nicht sicher ist, ob ihre Manwhas gut oder schlecht sind und überweist diese Entscheidung an die Leserschaft. Gut sind ihre Zeichnungen nicht- sie sind einfach weltklasse. So sehr hat mich jedenfalls noch kein Comic überzeugt...

In ihrem Tarot Café empfängt Pamela Kunden, die sich wichtige Ratschläge von ihr erhoffen. Die junge Frau erzählt den Menschen aus ihrer Vergangenheit und wenn Zeit und Raum zusammentreffen, kann sie auch in die Zukunft sehen. Pünktlich um Mitternacht öffnet Pamela das Tor zu einer anderen Welt- einer Welt durchtränkt von Melancholie, Sinnlichkeit und düsterer Romantik. Denn dann öffnet sie das Tarot Café für ihre besonderen Gäste, die fernab der Alltäglich leben und oftmals von qualvollen Erinnerungen geplagt werden. Um welche Wesen es sich handelt, kann Pamela nicht genau definieren. „Sie sind Menschen und sind es doch nicht, oder vielleicht einfach andere Wesen, die unter den Menschen leben.“ Jedenfalls sind es allesamt Individualisten, deren Geschichten von Freude und Leid, Liebe und Schmerz oder Leben und Tod handeln.

weitere Rezensionen von Kristina Scherer


Da ist die Geschichte eines Katzenmenschen, der die Wünsche eines jungen Mädchens erfüllt. Bei jedem dieser Wünsche verliert er jedoch eines seiner Leben. Aus Liebe verschenkt der selbstlose Protagonist des ersten Kapitels zwei davon und so bleibt ihm nur noch ein einziges Leben. Nun möchte er schließlich von der Kartenlegerin wissen, ob es sich lohnt, auch sein letztes Leben für den Herzenswunsch seiner großen Liebe einzutauschen.

Im zweiten Kapitel begegnen wir dem weltberühmten Vampir Kalik Chepeshue- dem Inbegriff unvergänglicher Schönheit. Er verstößt gegen das ungeschriebene Gesetz der Vampire und bleibt für den Rest seines Lebens in einem Teufelskreis gefangen. Seine dramatische Liebesgeschichte trifft mitten ins Herz. Sie ist die wohl ausführlichste und beeindruckendste unter ihnen.

Dem Schicksal des Vampirs folgt ein modernes Märchen voller Ironie über eine Fee, die anderen Glück bringt, aber selbst kein Glück erfährt.

Zuletzt treffen wir auf einen Puppenmacher, einen Clown und eine herzlose Prinzessin. Es dauert eine Weile, bis der Alchimist erkennt, wie grausam schöne Menschen doch sein können.

Nach und nach offenbart sich das Schicksal der einzelnen Wesen, von dem nicht nur die Inhaberin des Tarot Cafés berührt ist. Die einzige, die ihr Geheimnis bewahrt, ist Pamela selbst...

Häufig werden die Tarot- Karten „Die Liebenden“, „Der Mond“ oder „Der Gehenkte“ gezogen. Die Autorin entwickelt in dem vorliegenden Werk eine ganz individuelle Interpretation dieser Karten, was die magische Stimmung der Geschichten zu ihrem Höhepunkt führt.

Mit dem im Duoton gedruckten koreanischen Manga (=Manwha) „Das Tarot Café“ hat Park Sang Sun ein absolutes Ausnahmewerk geschaffen, welches nahezu alle Kriterien erfüllt, die einen guten Comic ausmachen: Er schreitet mit jeder Menge Spannung voran, besticht durch atmosphärische, atemberaubende Zeichnungen sowie ein umwerfend- fantasievolles Layout und basiert auf einer einzigartigen Story, welche genügend Stoff für weitere Bände erahnen lässt.

Alle Figuren und Kulissen wurden mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet, was ihnen das gewisse Etwas verleiht. Die Illustrationen erfüllen alle Regeln von Kunst und Ästhetik. Die Charaktere tragen düstere Outfits, faszinierendes Make- up, extravagante Frisuren und sind reichlich mit Accessoires geschmückt. Durch die makellose Ausarbeitung der Gesichter wirken die Charaktere dieses hochkarätigen Comic- Bandes sehr lebendig. Gestik und Mimik harmonieren in einer fast schon beängstigenden Weise perfekt miteinander und jede Schattierung sitzt perfekt. Der Leser kann die Figuren förmlich sprechen hören. Er bedauert, dass es solche Individualisten im wahren Leben nicht gibt oder er ihnen zumindest noch nicht begegnet ist.

In einem Vorwort erwähnt die selbstkritische Autorin, dass sie nicht sicher ist, ob ihre Manwhas gut oder schlecht sind und überweist diese Entscheidung an die Leserschaft. Gut sind ihre Zeichnungen nicht- sie sind einfach weltklasse.

So sehr hat mich jedenfalls noch kein Comic überzeugt...

geschrieben am 03.08.2004 | 563 Wörter | 3307 Zeichen

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