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Die Wichtelreise


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Die Wichtelreise Selbst wenn Geschichten schon im Original gut gelungen sind, werden sie manchmal durch eine Neuauflage mit neuer Illustration noch besser. Dies ist hier geschehen. Die „Wichtelreise“ wurde bereits im Jahr 1942 vom englischen Autor Denys Watkins-Pitchford verfasst, der Originaltitel lautete „The little grey men“. Heutzutage sind Kinderbücher über Elfen, Geister, Zwerge, Wichtel, Hexen und sonstige Fantasie- und Fabelwesen gang und gäbe, damals war das scheinbar nicht der Fall. Denn ansonsten würde man kaum das eindringliche Vorwort des Autors, das zum Glück mit übersetzt wurde, nachvollziehen können, der die Existenz der Wichtel geradezu legitimiert. Sehr schön ist darin schon die Anregung, sich (wieder) mehr auf die Natur einzulassen, sie zu beobachten und zu lauschen, um all das Leben dort wirklich wahrzunehmen - und vielleicht auch ein paar Wichtel. Diese sind nämlich die Protagonisten der Geschichte und heißen Zirbel, Nießerich und Schlucker. Sie wohnen in einem Haus unter der alten Eiche. Ein Wichtel fehlt allerdings: Wolkennase, der Bruder von Nießerich und Schlucker. Irgendwann war dieser aufgebrochen, den Wilden Bach entlang, um die Silberquelle zu finden. Zurückgekommen ist er nicht und der Verlust des Bruders schmerzt noch immer. Also beschließen zwei der Wichtel, Nießerich und Schlucker, ein Boot zu bauen und sich auf die Suche nach ihrem Bruder zu machen. Diese Reise, den Fluss hinauf, führt die Wichtel natürlich durch unbekanntes Gebiet, in gefährliche Situationen, auch durch den finsteren Krähenwald, wo sie dem Großen Grum begegnen werden. Besonders spannend wird es natürlich dadurch, dass die Reise keineswegs hindernisfrei verläuft, sondern mal ein Boot kentert, mal der Hunger nagt und andere Schwierigkeiten überwunden werden müssen. Außerdem beschließt Zirbel, den beiden doch zu folgen und bis die drei endlich wieder vereint auf der Suche nach Wolkennase sind, muss man schon etwas um die kleinen Wesen bibbern. Sie treffen aber auch neue Freunde, halten zusammen und können so ihre schwierige Reise durchführen und zuletzt wieder glücklich nach Hause gelangen - zu viert und rechtzeitig vor dem Winter. Neben den Erlebnissen der Wichtel wird der Fokus der Erzählung aber immer wieder auf die Flora und Fauna des Baches, der Wiesen und des Waldes gelegt und vor allem die darin lebenden Tiere kommen eindrücklich zur Geltung und vertiefen so die ganz besondere Stimmung, die diese naturnahe Geschichte ohnehin schon verströmt. Neben der Erzählung selbst sind aber die Illustrationen ein richtiges Glanzstück des Buches. Zum einen wird die schon beschriebene Stimmung wunderbar eingefangen und pointiert umgesetzt, zum anderen wird durch die leicht verschwommenen Konturen die geheimnisvolle Wichtelwelt passend in Szene gesetzt. Die verschiedenen Charaktere und Wesenszüge der Wichtel kommen ebenfalls gut zur Geltung, ebenso wie die Tier- und Pflanzenwelt. Die Geschichte ist sehr lang, sodass man sie nur in Etappen lesen bzw. vorlesen kann. Die einzelnen Vorgänge sind durchaus naturnah, etwa wenn Fische gefangen und verspeist werden oder andere Elemente der Nahrungs- und Jagdkette beschrieben werden, sodass der Altersrahmen zwischen 4 und 8 Jahren vielleicht am ehesten zutreffen würde. Noch kleinere Kinder könnten von der Sprache und den Zusammenhängen evtl. überfordert sein. Ob größere Kinder, d.h. ab der 3. Klasse, das Buch zum Selbstlesen thematisch auch noch spannend finden, dürfte einzelfallabhängig sein. Ein sehr schönes und empfehlenswertes Kinderbuch.

Selbst wenn Geschichten schon im Original gut gelungen sind, werden sie manchmal durch eine Neuauflage mit neuer Illustration noch besser. Dies ist hier geschehen. Die „Wichtelreise“ wurde bereits im Jahr 1942 vom englischen Autor Denys Watkins-Pitchford verfasst, der Originaltitel lautete „The little grey men“. Heutzutage sind Kinderbücher über Elfen, Geister, Zwerge, Wichtel, Hexen und sonstige Fantasie- und Fabelwesen gang und gäbe, damals war das scheinbar nicht der Fall. Denn ansonsten würde man kaum das eindringliche Vorwort des Autors, das zum Glück mit übersetzt wurde, nachvollziehen können, der die Existenz der Wichtel geradezu legitimiert. Sehr schön ist darin schon die Anregung, sich (wieder) mehr auf die Natur einzulassen, sie zu beobachten und zu lauschen, um all das Leben dort wirklich wahrzunehmen - und vielleicht auch ein paar Wichtel.

weitere Rezensionen von Dr. Benjamin Krenberger


Diese sind nämlich die Protagonisten der Geschichte und heißen Zirbel, Nießerich und Schlucker. Sie wohnen in einem Haus unter der alten Eiche.

Ein Wichtel fehlt allerdings: Wolkennase, der Bruder von Nießerich und Schlucker. Irgendwann war dieser aufgebrochen, den Wilden Bach entlang, um die Silberquelle zu finden. Zurückgekommen ist er nicht und der Verlust des Bruders schmerzt noch immer. Also beschließen zwei der Wichtel, Nießerich und Schlucker, ein Boot zu bauen und sich auf die Suche nach ihrem Bruder zu machen. Diese Reise, den Fluss hinauf, führt die Wichtel natürlich durch unbekanntes Gebiet, in gefährliche Situationen, auch durch den finsteren Krähenwald, wo sie dem Großen Grum begegnen werden. Besonders spannend wird es natürlich dadurch, dass die Reise keineswegs hindernisfrei verläuft, sondern mal ein Boot kentert, mal der Hunger nagt und andere Schwierigkeiten überwunden werden müssen. Außerdem beschließt Zirbel, den beiden doch zu folgen und bis die drei endlich wieder vereint auf der Suche nach Wolkennase sind, muss man schon etwas um die kleinen Wesen bibbern. Sie treffen aber auch neue Freunde, halten zusammen und können so ihre schwierige Reise durchführen und zuletzt wieder glücklich nach Hause gelangen - zu viert und rechtzeitig vor dem Winter. Neben den Erlebnissen der Wichtel wird der Fokus der Erzählung aber immer wieder auf die Flora und Fauna des Baches, der Wiesen und des Waldes gelegt und vor allem die darin lebenden Tiere kommen eindrücklich zur Geltung und vertiefen so die ganz besondere Stimmung, die diese naturnahe Geschichte ohnehin schon verströmt.

Neben der Erzählung selbst sind aber die Illustrationen ein richtiges Glanzstück des Buches. Zum einen wird die schon beschriebene Stimmung wunderbar eingefangen und pointiert umgesetzt, zum anderen wird durch die leicht verschwommenen Konturen die geheimnisvolle Wichtelwelt passend in Szene gesetzt. Die verschiedenen Charaktere und Wesenszüge der Wichtel kommen ebenfalls gut zur Geltung, ebenso wie die Tier- und Pflanzenwelt.

Die Geschichte ist sehr lang, sodass man sie nur in Etappen lesen bzw. vorlesen kann. Die einzelnen Vorgänge sind durchaus naturnah, etwa wenn Fische gefangen und verspeist werden oder andere Elemente der Nahrungs- und Jagdkette beschrieben werden, sodass der Altersrahmen zwischen 4 und 8 Jahren vielleicht am ehesten zutreffen würde. Noch kleinere Kinder könnten von der Sprache und den Zusammenhängen evtl. überfordert sein. Ob größere Kinder, d.h. ab der 3. Klasse, das Buch zum Selbstlesen thematisch auch noch spannend finden, dürfte einzelfallabhängig sein.

Ein sehr schönes und empfehlenswertes Kinderbuch.

geschrieben am 25.02.2015 | 517 Wörter | 3054 Zeichen

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