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Nichts ist so perfekt wie das Leben


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Rezension von

Letterschming

Nichts ist so perfekt wie das Leben "Nichts ist so perfekt wie das Leben" von Christine Hurley Deriso ist im September 2012 in gebundener Form beim Oetinger-Verlag erschienen. Seit ihrer Geburt stand Summer im Schatten ihrer Ă€lteren Schwester Shannon, obwohl sie sie nie kennengelernt hat, denn Shannon starb schon vor Summers Geburt bei einem Autounfall. Sie war gutaussehend, erfolgreich in der Schule und Summers Mutter verpasst keine Gelegenheit, ihre verbliebene Tochter daran zu erinnern, wie viel besser Shannon war. Doch dann schenkt Summers Tante Nicole ihr Shannons Tagebuch und auf einmal enthĂŒllt sich Summer ein ganz anderes Bild von ihrer großen Schwester: ein MĂ€dchen, das nicht so vorbildlich war, wie alle behaupten, und vor allem nicht so glĂŒcklich. "Nichts ist so perfekt wie das Leben": schon dieser Titel hat mir sehr gut gefallen. Es ist keiner von den abgegriffenen HalbsĂ€tzen oder ein klischeebehafteter Name wie "Der/die/das was-auch-immer", sondern eine Formulierung, die gleich das Interesse weckt. Auch das Cover fand ich sehr schön. Die Zeichnung im Vordergrund zeigt ein lĂ€chelndes, fröhliches MĂ€dchen, doch das MĂ€dchen auf dem Foto, welches man dahinter ausschnittsweise sieht, scheint traurig zu sein. Hier wird schon angedeutet, dass in der kommenden Geschichte vieles nicht so ist, wie es scheint oder wie es dargestellt wird. Das Buch ist in zwei StrĂ€nge unterteilt, die sich abwechseln. Der eine erzĂ€hlt von Summers Erlebnissen, der andere besteht aus Shannons TagebucheintrĂ€gen, die kursiv hervorgehoben sind. Dabei macht das aktuelle Geschehen allerdings einen wesentlich grĂ¶ĂŸeren Anteil der Geschichte aus. Sehr fĂŒr sich eingenommen haben mich vor allem die Figuren. Am Anfang ist deren Verhalten manchmal noch nicht wirklich nachzuvollziehen, da man als Leser die ZusammenhĂ€nge nicht kennt. Doch nach und nach enthĂŒllt sich einem die ganze Geschichte und man kann immer besser verstehen, warum die Figuren so handeln, wie sie handeln. Als erstes wird einem so Summer nĂ€hergebracht. Anstatt zu versuchen, den ĂŒberhohen Erwartungen in ihrer Familie gerecht, rebelliert sie dagegen. Je hĂ€ufiger man mitbekommt, wie es Summer zu Hause ergeht, desto besser kann man ihre Einstellung nachvollziehen. Doch das Buch ist nicht einseitig. Jede Figur hat ihre Motive und so kann man auch Summers Eltern verstehen. Insgesamt ist das Buch sehr einfĂŒhlsam geschrieben. Die Sprache ist zwar auf Jugendliche und die heutige Zeit ausgerichtet, aber an einigen Stellen doch sehr vertrĂ€umt, fast poetisch. Die Handlung konzentriert sich vor allem auf die GefĂŒhle der Figuren, ob diese nun, wie in Summers Fall, direkt beschrieben werden oder eher durch das Verhalten der Charaktere erkennbar werden. Alle Figuren bekommen ihren Platz in der Geschiche eingerĂ€umt und die Autorin nimmt sich die Zeit, alle Standpunkte zu beleuchten. Ein einfaches Schwarz und Weiß gibt es hier nicht. Fazit: "Nichts ist so perfekt wie das Leben" ist ein berĂŒhrendes Werk, das zwar fĂŒr Jugendliche geschrieben wurde, aber meiner Meinung nach genauso interessant fĂŒr Erwachsene ist, besonders fĂŒr Eltern. Eine Geschichte, die wirklich ans Herz geht.

"Nichts ist so perfekt wie das Leben" von Christine Hurley Deriso ist im September 2012 in gebundener Form beim Oetinger-Verlag erschienen.

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Seit ihrer Geburt stand Summer im Schatten ihrer Ă€lteren Schwester Shannon, obwohl sie sie nie kennengelernt hat, denn Shannon starb schon vor Summers Geburt bei einem Autounfall. Sie war gutaussehend, erfolgreich in der Schule und Summers Mutter verpasst keine Gelegenheit, ihre verbliebene Tochter daran zu erinnern, wie viel besser Shannon war. Doch dann schenkt Summers Tante Nicole ihr Shannons Tagebuch und auf einmal enthĂŒllt sich Summer ein ganz anderes Bild von ihrer großen Schwester: ein MĂ€dchen, das nicht so vorbildlich war, wie alle behaupten, und vor allem nicht so glĂŒcklich.

"Nichts ist so perfekt wie das Leben": schon dieser Titel hat mir sehr gut gefallen. Es ist keiner von den abgegriffenen HalbsÀtzen oder ein klischeebehafteter Name wie "Der/die/das was-auch-immer", sondern eine Formulierung, die gleich das Interesse weckt. Auch das Cover fand ich sehr schön. Die Zeichnung im Vordergrund zeigt ein lÀchelndes, fröhliches MÀdchen, doch das MÀdchen auf dem Foto, welches man dahinter ausschnittsweise sieht, scheint traurig zu sein. Hier wird schon angedeutet, dass in der kommenden Geschichte vieles nicht so ist, wie es scheint oder wie es dargestellt wird.

Das Buch ist in zwei StrĂ€nge unterteilt, die sich abwechseln. Der eine erzĂ€hlt von Summers Erlebnissen, der andere besteht aus Shannons TagebucheintrĂ€gen, die kursiv hervorgehoben sind. Dabei macht das aktuelle Geschehen allerdings einen wesentlich grĂ¶ĂŸeren Anteil der Geschichte aus.

Sehr fĂŒr sich eingenommen haben mich vor allem die Figuren. Am Anfang ist deren Verhalten manchmal noch nicht wirklich nachzuvollziehen, da man als Leser die ZusammenhĂ€nge nicht kennt. Doch nach und nach enthĂŒllt sich einem die ganze Geschichte und man kann immer besser verstehen, warum die Figuren so handeln, wie sie handeln. Als erstes wird einem so Summer nĂ€hergebracht. Anstatt zu versuchen, den ĂŒberhohen Erwartungen in ihrer Familie gerecht, rebelliert sie dagegen. Je hĂ€ufiger man mitbekommt, wie es Summer zu Hause ergeht, desto besser kann man ihre Einstellung nachvollziehen. Doch das Buch ist nicht einseitig. Jede Figur hat ihre Motive und so kann man auch Summers Eltern verstehen.

Insgesamt ist das Buch sehr einfĂŒhlsam geschrieben. Die Sprache ist zwar auf Jugendliche und die heutige Zeit ausgerichtet, aber an einigen Stellen doch sehr vertrĂ€umt, fast poetisch. Die Handlung konzentriert sich vor allem auf die GefĂŒhle der Figuren, ob diese nun, wie in Summers Fall, direkt beschrieben werden oder eher durch das Verhalten der Charaktere erkennbar werden. Alle Figuren bekommen ihren Platz in der Geschiche eingerĂ€umt und die Autorin nimmt sich die Zeit, alle Standpunkte zu beleuchten. Ein einfaches Schwarz und Weiß gibt es hier nicht.

Fazit: "Nichts ist so perfekt wie das Leben" ist ein berĂŒhrendes Werk, das zwar fĂŒr Jugendliche geschrieben wurde, aber meiner Meinung nach genauso interessant fĂŒr Erwachsene ist, besonders fĂŒr Eltern. Eine Geschichte, die wirklich ans Herz geht.

geschrieben am 25.06.2013 | 470 Wörter | 2675 Zeichen

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