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Heath Ledger. Die unbekannte Seite des Hollywood-Stars


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Rezension von

Julia Göpfert

Heath Ledger. Die unbekannte Seite des Hollywood-Stars A Knight’s Tale Im Februar 2009 wurde Heath Ledger posthum der Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle als Joker in „Batman – The Black Knight“ verliehen. Sein tragischer, früher Tod mit nur 28 Jahren dürfte noch allen im Gedächtnis sein. Brian J. Robb, der u.a. auch Biographien über Johnny Depp und Brad Pitt schrieb, hat das Leben des Stars näher beleuchtet. Heath Andrew Ledger wurde am 4. April 1979 in Perth in Australien geboren. Der Name Heath ist an den Helden Heathcliff aus dem Lieblingsbuch seiner Mutter „Wuthering Height“ („Sturmhöhe“) angelehnt. Obwohl sich seine Eltern scheiden ließen, wuchs Heath in einem harmonischen und unterstützenden Elternhaus auf. Sein vielfach bewundertes Können erlangte er, ohne jemals eine Schauspielschule besucht zu haben. Mit nur 16 Jahren ging er nach Sydney, um Schauspieler zu werden. Dort spielte er in der Serie „Roar!“ und der Krimikomödie „Two hands“ mit. Seinen Durchbruch hatte er mit „10 Things I hate about you“ („10 Dinge, die ich an Dir hasse“), das an William Shakespeares „The Taming of the Shrew“ („Der Widerspenstigen Zähmung“) angelehnt war. Heath wehrte sich dagegen, in die Rolle als Teenieschwarm hineingedrängt zu werden und wartete daher ein Jahr, bis er 1999 seine nächste Rolle in „The Patriot“ („Der Patriot“) bekam, wo er an der Seite von Mel Gibson spielte. Es folgte der Film „A Knight’s Tale“ („Ritter aus Leidenschaft“), für den er erstmals im Mittelpunkt einer Marketing-Kampange stand, obwohl er zeitlebens jeden Rummel um seine Privatperson verabscheute. Heath drehte noch viele weitere Filme, von denen manche sehr, einige weniger erfolgreich waren. Wichtig war ihm, dass er selbst bestimmen konnte, welche Rollen er spielen wollte. Er wollte sich keinen Stempel aufdrücken lassen, sondern anspruchsvolle, gute Rollen spielen: „Ich möchte mir das Recht vorbehalten, nein zu sagen. Ich allein habe die Kontrolle über mein Leben, nicht irgend jemand in Hollywood. Ich arbeite nur, weil es mir Spaß macht. An dem Tag, an dem es mir keine Freude mehr bereitet, haue ich ab.“ An seinem schauspielerischen Können zweifelte er sein Leben lang: „Bei mir läuft es immer so, dass ich sie hasse [die Rolle], mich hasse, denke, dass ich alle getäuscht habe und es unmöglich schaffen kann.“ Sein berühmtester Film war sicherlich „Brokeback Mountain“, der 2004/ 2005 entstand und in dem es um die Liebe zwischen zwei schwulen Cowboys geht. Bei den Dreharbeiten zu diesem Film lernte er auch Michelle Williams, die spätere Mutter seiner Tochter Mathilda Rose kennen und lieben. Dass es ihm gemeinsam mit Michelle möglich war, die ersten 18 Monate nach der Geburt nur für Mathilda dasein zu können, bezeichnete er als das „größte Geschenk, das uns die Filmindustrie gegeben hat." Nach der Trennung von Michelle und damit auch von seiner Tochter 2007 schien er seinen Halt im Leben verloren zu haben. Da er seit „Brokeback Mountain“ gelernt hatte in die Figuren, die er verkörperte, einzutauchen, war es für ihn schwer, diese nach Drehschluss wieder loszuwerden. So litt er schon während der Dreharbeiten 2007 zu „Batman – The Dark Knight“ an Angstzuständen, Sorgen, Schlaflosigkeit, Selbstzweifeln und verausgabte sich für seine Rolle extrem. Verschiedene Ärzte verschrieben ihm unabhängig voneinander dagegen Mittel, die, als er sie kombiniert einnahm, um seine Probleme endlich loszuwerden, am 22. Januar 2008 zu seinem Tod führten, da sie untereinander unverträglich waren. Insgesamt produzierte Heath Ledger 16 Filme, welche etliche Bereiche, angefangen vom Teeniefilm, über Action- und Fantasy-, bis hin zum Kunstfilm, abdeckten. Spannend und angenehm erzählt Brian J. Robb das Leben von Heath Ledger. Er beleuchtet dabei verschiedene Lebensstationen, angefangen von Heaths Kindheit bis hin zu seinem tragischen Tod und den Wellen, den dieser schlug. Durch zahlreiche Zeitzeugen, wie die Ex-Freundinnen, Freunde, Familienmitglieder und Kollegen des Stars, aber auch durch Interviews und Zeitungsartikel, zeichnet er ein vollständiges und facettenreiches Bild des jungen Schauspielers. Auch als zum Schluss die Meinungen über Heath Ledger zwischen partyfeierndem Drogenjunkie und einem verzweifelten, sensiblen Vater schwanken, gelingt es Robb gut, die Balance zu halten und die Quellen weitestgehend objektiv zu gewichten. Formelle Fehler gibt es in diesem Buch jedoch einige zu bemängeln: Zwar ist der Haupttext selbst in einer großen Schrift geschrieben, die Bildunterschriften sind jedoch sehr klein und dazu noch in hellgrau, so dass man sie nur mühsam lesen kann. Außerdem trüben zahlreiche Zeichensetzungsfehler das Lesevergnügen. Auf fast jeder Seite steht ferner noch ein zusätzliches Zitat, was für diese Zeichenanzahl pro Seite zu viel ist, da man so ständig aus dem Lesefluss herausgerissen wird. Die Zitate findet man ohnehin entweder davor oder danach im Biographietext wieder, sodass sich durch die Zitate auch keinen neuen Erkenntnisse, sondern nur eine Genervtheit des Lesers ergeben. In diesem Fall wäre weniger mehr gewesen. Zudem sind die Zitate auch stellenweise einfach unpassend und wirken verschoben. Während der Haupttext von „A Knight’s Tale“ berichtet, findet man plötzlich Zitate aus „4 Feathers“ mit denen man, da erst später 8 Seiten später von diesem Film berichtet wird, relativ wenig anfangen kann. Dafür findet man dann, wenn der Haupttext bei „4 Feathers“ angekommen ist, Zitate zu „The Order“ vor, das erst danach besprochen wird. Wenn man schon derart penetrant Zitate einstreut, dann sollten sie wenigstens zum Thema passen. Die vielen Bilder von Heath sind ein toller Pluspunkt für das Buch, allerdings tauchen diese genau wie die Zitate manchmal zu früh auf. Eine Übereinstimmung von Haupttext, (weniger) Zitaten und Bildern, würde das Lesevergnügen immens steigern. Positiv ist jedoch zu vermerken, dass sich Heaths Filmtitel immer auf Deutsch und auf Englisch wiederfinden, sodass man einerseits den Originalfilmtitel hat, ihn andererseits aber auch ohne Probleme zuordnen kann. Heath Ledger wird in dieser Biographie nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Mensch dargestellt. Durch die häufige Zitation Ledgers wirkt das Ganze sehr lebendig und man kann sich gut in die Figur Ledgers hineinversetzen, fast so als würde er einem persönlich alles erzählen. Vom Inhalt her ist dieses Buch somit auf jeden Fall empfehlenswert.

A Knight’s Tale

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Im Februar 2009 wurde Heath Ledger posthum der Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle als Joker in „Batman – The Black Knight“ verliehen. Sein tragischer, früher Tod mit nur 28 Jahren dürfte noch allen im Gedächtnis sein. Brian J. Robb, der u.a. auch Biographien über Johnny Depp und Brad Pitt schrieb, hat das Leben des Stars näher beleuchtet.

Heath Andrew Ledger wurde am 4. April 1979 in Perth in Australien geboren. Der Name Heath ist an den Helden Heathcliff aus dem Lieblingsbuch seiner Mutter „Wuthering Height“ („Sturmhöhe“) angelehnt. Obwohl sich seine Eltern scheiden ließen, wuchs Heath in einem harmonischen und unterstützenden Elternhaus auf. Sein vielfach bewundertes Können erlangte er, ohne jemals eine Schauspielschule besucht zu haben. Mit nur 16 Jahren ging er nach Sydney, um Schauspieler zu werden. Dort spielte er in der Serie „Roar!“ und der Krimikomödie „Two hands“ mit. Seinen Durchbruch hatte er mit „10 Things I hate about you“ („10 Dinge, die ich an Dir hasse“), das an William Shakespeares „The Taming of the Shrew“ („Der Widerspenstigen Zähmung“) angelehnt war. Heath wehrte sich dagegen, in die Rolle als Teenieschwarm hineingedrängt zu werden und wartete daher ein Jahr, bis er 1999 seine nächste Rolle in „The Patriot“ („Der Patriot“) bekam, wo er an der Seite von Mel Gibson spielte. Es folgte der Film „A Knight’s Tale“ („Ritter aus Leidenschaft“), für den er erstmals im Mittelpunkt einer Marketing-Kampange stand, obwohl er zeitlebens jeden Rummel um seine Privatperson verabscheute. Heath drehte noch viele weitere Filme, von denen manche sehr, einige weniger erfolgreich waren. Wichtig war ihm, dass er selbst bestimmen konnte, welche Rollen er spielen wollte. Er wollte sich keinen Stempel aufdrücken lassen, sondern anspruchsvolle, gute Rollen spielen: „Ich möchte mir das Recht vorbehalten, nein zu sagen. Ich allein habe die Kontrolle über mein Leben, nicht irgend jemand in Hollywood. Ich arbeite nur, weil es mir Spaß macht. An dem Tag, an dem es mir keine Freude mehr bereitet, haue ich ab.“ An seinem schauspielerischen Können zweifelte er sein Leben lang: „Bei mir läuft es immer so, dass ich sie hasse [die Rolle], mich hasse, denke, dass ich alle getäuscht habe und es unmöglich schaffen kann.“ Sein berühmtester Film war sicherlich „Brokeback Mountain“, der 2004/ 2005 entstand und in dem es um die Liebe zwischen zwei schwulen Cowboys geht. Bei den Dreharbeiten zu diesem Film lernte er auch Michelle Williams, die spätere Mutter seiner Tochter Mathilda Rose kennen und lieben. Dass es ihm gemeinsam mit Michelle möglich war, die ersten 18 Monate nach der Geburt nur für Mathilda dasein zu können, bezeichnete er als das „größte Geschenk, das uns die Filmindustrie gegeben hat." Nach der Trennung von Michelle und damit auch von seiner Tochter 2007 schien er seinen Halt im Leben verloren zu haben. Da er seit „Brokeback Mountain“ gelernt hatte in die Figuren, die er verkörperte, einzutauchen, war es für ihn schwer, diese nach Drehschluss wieder loszuwerden. So litt er schon während der Dreharbeiten 2007 zu „Batman – The Dark Knight“ an Angstzuständen, Sorgen, Schlaflosigkeit, Selbstzweifeln und verausgabte sich für seine Rolle extrem. Verschiedene Ärzte verschrieben ihm unabhängig voneinander dagegen Mittel, die, als er sie kombiniert einnahm, um seine Probleme endlich loszuwerden, am 22. Januar 2008 zu seinem Tod führten, da sie untereinander unverträglich waren. Insgesamt produzierte Heath Ledger 16 Filme, welche etliche Bereiche, angefangen vom Teeniefilm, über Action- und Fantasy-, bis hin zum Kunstfilm, abdeckten.

Spannend und angenehm erzählt Brian J. Robb das Leben von Heath Ledger. Er beleuchtet dabei verschiedene Lebensstationen, angefangen von Heaths Kindheit bis hin zu seinem tragischen Tod und den Wellen, den dieser schlug. Durch zahlreiche Zeitzeugen, wie die Ex-Freundinnen, Freunde, Familienmitglieder und Kollegen des Stars, aber auch durch Interviews und Zeitungsartikel, zeichnet er ein vollständiges und facettenreiches Bild des jungen Schauspielers. Auch als zum Schluss die Meinungen über Heath Ledger zwischen partyfeierndem Drogenjunkie und einem verzweifelten, sensiblen Vater schwanken, gelingt es Robb gut, die Balance zu halten und die Quellen weitestgehend objektiv zu gewichten.

Formelle Fehler gibt es in diesem Buch jedoch einige zu bemängeln:

Zwar ist der Haupttext selbst in einer groĂźen Schrift geschrieben, die Bildunterschriften sind jedoch sehr klein und dazu noch in hellgrau, so dass man sie nur mĂĽhsam lesen kann. AuĂźerdem trĂĽben zahlreiche Zeichensetzungsfehler das LesevergnĂĽgen.

Auf fast jeder Seite steht ferner noch ein zusätzliches Zitat, was für diese Zeichenanzahl pro Seite zu viel ist, da man so ständig aus dem Lesefluss herausgerissen wird. Die Zitate findet man ohnehin entweder davor oder danach im Biographietext wieder, sodass sich durch die Zitate auch keinen neuen Erkenntnisse, sondern nur eine Genervtheit des Lesers ergeben. In diesem Fall wäre weniger mehr gewesen. Zudem sind die Zitate auch stellenweise einfach unpassend und wirken verschoben. Während der Haupttext von „A Knight’s Tale“ berichtet, findet man plötzlich Zitate aus „4 Feathers“ mit denen man, da erst später 8 Seiten später von diesem Film berichtet wird, relativ wenig anfangen kann. Dafür findet man dann, wenn der Haupttext bei „4 Feathers“ angekommen ist, Zitate zu „The Order“ vor, das erst danach besprochen wird. Wenn man schon derart penetrant Zitate einstreut, dann sollten sie wenigstens zum Thema passen.

Die vielen Bilder von Heath sind ein toller Pluspunkt fĂĽr das Buch, allerdings tauchen diese genau wie die Zitate manchmal zu frĂĽh auf. Eine Ăśbereinstimmung von Haupttext, (weniger) Zitaten und Bildern, wĂĽrde das LesevergnĂĽgen immens steigern.

Positiv ist jedoch zu vermerken, dass sich Heaths Filmtitel immer auf Deutsch und auf Englisch wiederfinden, sodass man einerseits den Originalfilmtitel hat, ihn andererseits aber auch ohne Probleme zuordnen kann.

Heath Ledger wird in dieser Biographie nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Mensch dargestellt. Durch die häufige Zitation Ledgers wirkt das Ganze sehr lebendig und man kann sich gut in die Figur Ledgers hineinversetzen, fast so als würde er einem persönlich alles erzählen. Vom Inhalt her ist dieses Buch somit auf jeden Fall empfehlenswert.

geschrieben am 07.05.2009 | 965 Wörter | 5555 Zeichen

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