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99 Supertolle Digitale Foto Tricks. Mehr SpaÃź mit Ihren Urlaubsfotos


Statistiken
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Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Dr. Hermann Joosten

99 Supertolle Digitale Foto Tricks. Mehr Spaß mit Ihren Urlaubsfotos Das Titelbild dieses Buches wirkt ganz ansprechend, so dass die 12,99 Euro für die 132 bunten Seiten schnell ausgegeben sind. Dann – zum Glück des Buchhändlers erst Monate später – werden in einer ruhigen Stunde die Seiten geblättert. Plötzlich sieht man sich bei diesem Werk mit einer fremden Sprache konfrontiert, die sich unter Hinzuziehung eines Wörterbuches als Englisch erkennen lässt. Ein verwirrtes Betrachten des Titels zeigt dort jedoch eindeutiges Deutsch. Aber das ist drinnen nicht zu finden. Sollte der Verlag die Frechheit besessen haben, die zuviel gedruckten Seiten von USA nach Deutschland transportiert und hier einen deutschen Titel drumherum gebunden zu haben, auf dass die Kunden getäuscht werden? Frech auch vom Buchhändler, solche Spielchen mitzumachen. Aber regen wir uns vorübergehend uns ab, nehmen das Wörterbuch und beschäftigen uns mit dem Inhalt dieses Buches (ja, Inhalt ist tatsächlich vorhanden, und zwar mehrfach, wie man später bemerkt). Abgesehen von der Kleinigkeit, dass der Buchtitel zwei Rechtschreibfehler enthält, sind die Fototricks von banaler Art und nicht auf dem Niveau von 2003. Da gab es schon wesentlich bessere deutsche Bücher. Da diese Werk wohl für Anfänger gedacht ist, mag das ja noch angehen. Gleichwohl: Der Titel ist eine Übertreibung. Supertoll ist gar nichts und Tricks gibt es auch nicht, sondern eine Reihe von Übungen zur Bildbearbeitung. Schlimmer wiegt, dass es nicht didaktisch durchdacht ist, sondern eine beliebig wirkende Aneinanderreihung von Bild-Bearbeitungsschritten darstellt. Das Nachvollziehen der Übungsbeispiele gelingt nicht, weil keine CD mit den Beispielbildern beiliegt. Auch verschweigt das Buch, dass man sich mit den Bildbearbeitungsprogrammen schon etwas besser auskennen muss, um mit den Beispielen etwas anfangen zu können. Solche Buchinhalte brauchen wir also letztlich nicht. Einen Autor hat das Buch wohl auch nicht wirklich. Im Impressum sind verschiedene Personen aufgeführt, deren Beitrag zum Werk aber unklar bleibt. Aber das ist noch nicht alles. Nach Seite 28 bekommt man ein Déjà-vu – die Übung kennt man doch? In der Tat, ein Blick auf die Paginierung zeigt, dass man von Seite 28 wieder auf die Seite 13 kommt und dann bis Seite 20 alles noch mal wiederholen kann (Vielleicht ist dies das eben schon vermisste didaktische Konzept?), um dann – angelangt auf Seite 20, weiter blätternd wieder auf Seite fünf zu landen, von der es dann einen Sprung auf Seite 61 macht. Vielleicht hat sich der Verlag auch gedacht, dass die also fehlenden Seiten von 21 bis 61 für den deutschen Leser doch zu schwer sind? Man könnte nun beruhigend einwenden, dass solche Druck- oder Bindefehler mal vorkommen können. Allerdings ergibt sich hier die Evidenz von unverhohlener Geschäftemacherei: der Titelschwindel, die banalen Tricks, das Fehlen der digitalen Bilder, die falsche Sprachversion und die Druck- und Bindefehler. Natürlich ist das Buch nach einigem Blättern dann auch auseinander gefallen und geht in Richtung Lose-Blatt-Sammlung. Und ich werde nun doch zum Buchhändler gehen, auch ohne Kassenbon. Buchhändler und Verlage müssen erfahren, dass nicht alle Kunden blöd sind.

Das Titelbild dieses Buches wirkt ganz ansprechend, so dass die 12,99 Euro für die 132 bunten Seiten schnell ausgegeben sind. Dann – zum Glück des Buchhändlers erst Monate später – werden in einer ruhigen Stunde die Seiten geblättert. Plötzlich sieht man sich bei diesem Werk mit einer fremden Sprache konfrontiert, die sich unter Hinzuziehung eines Wörterbuches als Englisch erkennen lässt. Ein verwirrtes Betrachten des Titels zeigt dort jedoch eindeutiges Deutsch. Aber das ist drinnen nicht zu finden. Sollte der Verlag die Frechheit besessen haben, die zuviel gedruckten Seiten von USA nach Deutschland transportiert und hier einen deutschen Titel drumherum gebunden zu haben, auf dass die Kunden getäuscht werden? Frech auch vom Buchhändler, solche Spielchen mitzumachen.

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Aber regen wir uns vorübergehend uns ab, nehmen das Wörterbuch und beschäftigen uns mit dem Inhalt dieses Buches (ja, Inhalt ist tatsächlich vorhanden, und zwar mehrfach, wie man später bemerkt). Abgesehen von der Kleinigkeit, dass der Buchtitel zwei Rechtschreibfehler enthält, sind die Fototricks von banaler Art und nicht auf dem Niveau von 2003. Da gab es schon wesentlich bessere deutsche Bücher. Da diese Werk wohl für Anfänger gedacht ist, mag das ja noch angehen. Gleichwohl: Der Titel ist eine Übertreibung. Supertoll ist gar nichts und Tricks gibt es auch nicht, sondern eine Reihe von Übungen zur Bildbearbeitung. Schlimmer wiegt, dass es nicht didaktisch durchdacht ist, sondern eine beliebig wirkende Aneinanderreihung von Bild-Bearbeitungsschritten darstellt. Das Nachvollziehen der Übungsbeispiele gelingt nicht, weil keine CD mit den Beispielbildern beiliegt. Auch verschweigt das Buch, dass man sich mit den Bildbearbeitungsprogrammen schon etwas besser auskennen muss, um mit den Beispielen etwas anfangen zu können. Solche Buchinhalte brauchen wir also letztlich nicht. Einen Autor hat das Buch wohl auch nicht wirklich. Im Impressum sind verschiedene Personen aufgeführt, deren Beitrag zum Werk aber unklar bleibt.

Aber das ist noch nicht alles. Nach Seite 28 bekommt man ein Déjà-vu – die Übung kennt man doch? In der Tat, ein Blick auf die Paginierung zeigt, dass man von Seite 28 wieder auf die Seite 13 kommt und dann bis Seite 20 alles noch mal wiederholen kann (Vielleicht ist dies das eben schon vermisste didaktische Konzept?), um dann – angelangt auf Seite 20, weiter blätternd wieder auf Seite fünf zu landen, von der es dann einen Sprung auf Seite 61 macht. Vielleicht hat sich der Verlag auch gedacht, dass die also fehlenden Seiten von 21 bis 61 für den deutschen Leser doch zu schwer sind?

Man könnte nun beruhigend einwenden, dass solche Druck- oder Bindefehler mal vorkommen können. Allerdings ergibt sich hier die Evidenz von unverhohlener Geschäftemacherei: der Titelschwindel, die banalen Tricks, das Fehlen der digitalen Bilder, die falsche Sprachversion und die Druck- und Bindefehler. Natürlich ist das Buch nach einigem Blättern dann auch auseinander gefallen und geht in Richtung Lose-Blatt-Sammlung. Und ich werde nun doch zum Buchhändler gehen, auch ohne Kassenbon. Buchhändler und Verlage müssen erfahren, dass nicht alle Kunden blöd sind.

geschrieben am 17.07.2005 | 478 Wörter | 2734 Zeichen

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