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Geist der Venus


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Andrea Hagen

Geist der Venus Es ist keine besonders originelle Idee, in Zeiten allgegenwärtiger Kochshows ein Buch mit Geschichten rund um feine Schmecker und durstige Genießer zu veröffentlichen. Dafür sind Gogolins Geschichten selbst originell und außergewöhnlich. "Geist der Venus" ist die dritte Kurzgeschichtensammlung des Hamburger Autors, nach "Beamte und Erotik" und "Beamte und Menschen". Wie immer geht es ihm um kleine menschliche Schwächen, sei es im Restaurant, am Esstisch, am Weindekanter oder im Bett. Alle Szenen spielen im Hier und Jetzt, könnten in der Nachbarwohnung oder vor der Tür stattfinden. Ganz normale, alltägliche Situationen entgleiten den Figuren beinahe unmerklich und man folgt ihnen gern auf dem Weg, selbst wenn der nicht zwangsläufig im Glück endet. Überhaupt geht es in den Geschichten nicht um das ganz große Glück oder den riesigen Lottogewinn, sondern um die kleinen Freuden, die in ihrer Summe zu einem zufriedenen Leben führen können. Ohne ins Philosophische abzudriften und mit reichlich Sinn für britischen Humor geht es um einen Weinliebhaber, der um die große Liebe ringt, um einen Mann Gottes, der gar zu viel Verständnis für die zahlreichen Sünder seiner Gemeinde zeigt und um eine Frau, die sich auch durch den blutige Horrorstorys schreibenden Gatten nicht von der Zuneigung zu ihrer geliebten Katze abbringen lässt. Grandios eingefangen die letzten düsteren Gedanken eines Mannes ("Das Schweigen des Lamms"), bevor sein Leben endgültig vorbei ist und er - heiratet. Das ist kabarettreif! Das Buch überzeugt durch flüssigen Schreibstil, Spannung und hohes Sprachniveau. Obwohl die Geschichten nicht aufeinander aufbauen, wirken sie von der Stimmung her so, als gehörten sie zusammen. Sie richten sich mit ihren witzigen Dialogen eher an die Leserschaft der Generation Dreißigplus. Nicht unbedingt überzeugend sind das etwas flusige Lektorat und der mit 8,40 Euro für 94 Seiten vergleichsweise hohe Preis.

Es ist keine besonders originelle Idee, in Zeiten allgegenwärtiger Kochshows ein Buch mit Geschichten rund um feine Schmecker und durstige Genießer zu veröffentlichen. Dafür sind Gogolins Geschichten selbst originell und außergewöhnlich.

weitere Rezensionen von Andrea Hagen

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rezensiert seit
Buchtitel
1
26.04.2010

"Geist der Venus" ist die dritte Kurzgeschichtensammlung des Hamburger Autors, nach "Beamte und Erotik" und "Beamte und Menschen". Wie immer geht es ihm um kleine menschliche Schwächen, sei es im Restaurant, am Esstisch, am Weindekanter oder im Bett. Alle Szenen spielen im Hier und Jetzt, könnten in der Nachbarwohnung oder vor der Tür stattfinden. Ganz normale, alltägliche Situationen entgleiten den Figuren beinahe unmerklich und man folgt ihnen gern auf dem Weg, selbst wenn der nicht zwangsläufig im Glück endet. Überhaupt geht es in den Geschichten nicht um das ganz große Glück oder den riesigen Lottogewinn, sondern um die kleinen Freuden, die in ihrer Summe zu einem zufriedenen Leben führen können. Ohne ins Philosophische abzudriften und mit reichlich Sinn für britischen Humor geht es um einen Weinliebhaber, der um die große Liebe ringt, um einen Mann Gottes, der gar zu viel Verständnis für die zahlreichen Sünder seiner Gemeinde zeigt und um eine Frau, die sich auch durch den blutige Horrorstorys schreibenden Gatten nicht von der Zuneigung zu ihrer geliebten Katze abbringen lässt. Grandios eingefangen die letzten düsteren Gedanken eines Mannes ("Das Schweigen des Lamms"), bevor sein Leben endgültig vorbei ist und er - heiratet. Das ist kabarettreif!

Das Buch überzeugt durch flüssigen Schreibstil, Spannung und hohes Sprachniveau. Obwohl die Geschichten nicht aufeinander aufbauen, wirken sie von der Stimmung her so, als gehörten sie zusammen. Sie richten sich mit ihren witzigen Dialogen eher an die Leserschaft der Generation Dreißigplus. Nicht unbedingt überzeugend sind das etwas flusige Lektorat und der mit 8,40 Euro für 94 Seiten vergleichsweise hohe Preis.

geschrieben am 26.04.2010 | 286 Wörter | 1670 Zeichen

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