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Die Kuh, die mal niesen musste


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Die Kuh, die mal niesen musste Vor der Schule soll er sie zum Fluss bringen und tränken. Dabei lässt er sie aber kurz aus den Augen und die Kuh steht zu lange im kühlen Flusswasser und holt sich eine Erkältung. Im Stall gibt es dann den titelgebenden und unglaublich heftigen Nieser der Kuh, der - ähnlich der Theorie vom Schmetterlingsflügelschlag, der am Ende ein Haus einstürzen lassen kann - fortan zu chaotischen Reaktionen und Kettenreaktionen führt. Einige Tiere im Stall stürzen übereinander, landen auf dem Motorrad des Postboten, dann auf eine Dampfwalze und zerstören damit so einiges, was ihnen über den Weg läuft bzw. im Weg steht. Der arme Fletcher sieht das gruselige Szenario von der Schule aus, springt auf das Gefährt und ist ab dann Teil der Zerstörungsorgie. Mauern werden durchbrochen, Gleise geplättet, Tankstellen, Lastwagen, ein Zoo wird mitsamt den Käfigen zerstört, die Tiere werden partiell planiert oder gleich auf die Walze aufgeladen. Der Stadtpark und ein Karussell müssen als nächstes dran glauben, dann das große Riesenrad, ein Pfadfinderlager und ein Lastwagen mit Feuerwerkskörpern. Am Ende landet das Riesenrad mit Fletcher und den Tieren auf einem Fischkutter und muss von der Feuerwehr gelöscht werden. Die Tiere und Fletcher werden dort abgeliefert, wo sie hingehören. Am Ende wird - insofern wohl dem Erziehungsstil des Erscheinungsjahr 1957 geschuldet - Fletcher vom Vater in die Scheune geführt, wo ihn wohl eine Tracht Prügel erwartet. Was sollte man sich ansonsten unter „Ich glaube, ihr könnt euch vorstellen, was dann passierte“ vorstellen? Für sich gesehen wirkt die Geschichte nicht, sondern nur in Verbindung mit den Bildern. Diese sind teils nur schwarz-weiß, teils mit wenigen flächigen Farben und sehrt großformatig, einem Comic ähnlich gestaltet. Dem Comicstil geschuldet sind auch die Illustrierungen der Geräusche. Auf diese Weise hat man einen schnellen Wiedererkennungseffekt und die Handlung wird gezielt untermalt bzw. die Vorstellung des Lesers in die richtige Richtung gelenkt. Die Pointe der Geschichte, dass ein kleiner Fehler eine unvorstellbare und schlimme Kettenreaktion auslösen kann, wird durch die absurden und rasant eintretenden Ereignisse fast verdrängt, aber am Ende wieder aufgegriffen. Zart besaitete Kinder könnten von der Zerstörungsorgie allerdings irritiert sein. Die erste Lektüre sollte also sicherheitshalber mit dem Kind zusammen erfolgen. Ich halte das Buch auch keineswegs für Kinder von 3-6 Jahren geeignet, sondern frühestens ab dem fünften, besser erst ab dem sechsten Lebensjahr oder später. Insgesamt ist es aber ein gelungenes Buch mit guter Pointe und vielen Überraschungen, eingängigen Zeichnungen und gutem Ende.

Vor der Schule soll er sie zum Fluss bringen und tränken. Dabei lässt er sie aber kurz aus den Augen und die Kuh steht zu lange im kühlen Flusswasser und holt sich eine Erkältung. Im Stall gibt es dann den titelgebenden und unglaublich heftigen Nieser der Kuh, der - ähnlich der Theorie vom Schmetterlingsflügelschlag, der am Ende ein Haus einstürzen lassen kann - fortan zu chaotischen Reaktionen und Kettenreaktionen führt. Einige Tiere im Stall stürzen übereinander, landen auf dem Motorrad des Postboten, dann auf eine Dampfwalze und zerstören damit so einiges, was ihnen über den Weg läuft bzw. im Weg steht. Der arme Fletcher sieht das gruselige Szenario von der Schule aus, springt auf das Gefährt und ist ab dann Teil der Zerstörungsorgie. Mauern werden durchbrochen, Gleise geplättet, Tankstellen, Lastwagen, ein Zoo wird mitsamt den Käfigen zerstört, die Tiere werden partiell planiert oder gleich auf die Walze aufgeladen. Der Stadtpark und ein Karussell müssen als nächstes dran glauben, dann das große Riesenrad, ein Pfadfinderlager und ein Lastwagen mit Feuerwerkskörpern. Am Ende landet das Riesenrad mit Fletcher und den Tieren auf einem Fischkutter und muss von der Feuerwehr gelöscht werden. Die Tiere und Fletcher werden dort abgeliefert, wo sie hingehören. Am Ende wird - insofern wohl dem Erziehungsstil des Erscheinungsjahr 1957 geschuldet - Fletcher vom Vater in die Scheune geführt, wo ihn wohl eine Tracht Prügel erwartet. Was sollte man sich ansonsten unter „Ich glaube, ihr könnt euch vorstellen, was dann passierte“ vorstellen?

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Für sich gesehen wirkt die Geschichte nicht, sondern nur in Verbindung mit den Bildern. Diese sind teils nur schwarz-weiß, teils mit wenigen flächigen Farben und sehrt großformatig, einem Comic ähnlich gestaltet. Dem Comicstil geschuldet sind auch die Illustrierungen der Geräusche. Auf diese Weise hat man einen schnellen Wiedererkennungseffekt und die Handlung wird gezielt untermalt bzw. die Vorstellung des Lesers in die richtige Richtung gelenkt. Die Pointe der Geschichte, dass ein kleiner Fehler eine unvorstellbare und schlimme Kettenreaktion auslösen kann, wird durch die absurden und rasant eintretenden Ereignisse fast verdrängt, aber am Ende wieder aufgegriffen.

Zart besaitete Kinder könnten von der Zerstörungsorgie allerdings irritiert sein. Die erste Lektüre sollte also sicherheitshalber mit dem Kind zusammen erfolgen. Ich halte das Buch auch keineswegs für Kinder von 3-6 Jahren geeignet, sondern frühestens ab dem fünften, besser erst ab dem sechsten Lebensjahr oder später. Insgesamt ist es aber ein gelungenes Buch mit guter Pointe und vielen Überraschungen, eingängigen Zeichnungen und gutem Ende.

geschrieben am 05.04.2014 | 396 Wörter | 2325 Zeichen

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