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Leistungsphysiologie


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Rezension von

Ragan Tanger

Leistungsphysiologie Optimale Leistung inbegriffen – versprochen! Wenn ein wissenschaftliches Standardwerk in seinem siebten Erscheinungsjahr bereits zum vierten Mal neu aufgelegt wird, ist dies ein sicheres Zeichen für anhaltenden Publikations-Erfolg und für die Notwendigkeit bei Lernenden und Lehrern sich darauf verlassen zu können. Natürlich streuen die Autoren Josef Tomasits und Paul Haber (beider arrivierte medizinische Experten aus Österreich mit viel Erfahrungen in der Betreuung von Spitzensportlern) auch neue und überarbeitete Kapitel ein (dieses Mal: Rezeptierung der Trainingsverordnung), entscheidend ist aber, dass das, was gut ist, einfach weiterhin auch gut funktionieren kann. Die Leistungsphysiologie bietet einen Spezialfall der Physiologie, deren Standardwerke um einiges schwerer und dicker gehalten sind. Grundsätzlich bezeichnet die Physiologie physikalische und biochemische Vorgänge in den Organen der Lebewesen und betrachtet dabei vor allen Dingen das Zusammenwirken jener Vorgänge im Organismus. Im Vergleich zur Anatomie, die den strukturellen Überbau beschreibt, bietet die Physiologie die funktionellen und kommunikativen Aspekte des Organischen an. Die Leistungspyhsiologisch nun spezialisiert sich vor allen Dingen auf die Bereiche Stoffwechsel, Bewegung und Energieversorgung im Sport- und Bewegungssektor. Energieumsätze, Belastungskriterien, medizinische Trainingslehren, Übertraining, Regeneration, Dehnen, Ernährung oder Thermoregulation heißen folgerichtig einige der Kapitel dieses Buches. Dabei gilt es ja nicht an den inhaltlichen Axiomen zu rütteln oder fachspezifische Diskussionen anzufangen; viel wichtiger bei der Beurteilung ist ja die anwendungsorientierte Didaktik dieses Wissens, deren Grundlagen ja schon Mitte des 19. Jahrhunderts gelegt wurden. Was fällt in diesem Buch nun auf? Zum einen ist es schön schmal gehalten, die knapp 300 Seiten bilden ein Taschenbuch, das man überall mit hinnehmen kann und keinen schweren Nachschlagswälzer, deren Einsicht und Nutzung selbst schon an die Grenzen der Leistungsphysiologie gehen würde; Vorteil dabei: Die Autoren haben ganz bewußt auf die sonst so ausufernden literarischen Hinweise verzichtet. Großes Plus, wie ich finde, denn an den Doktrinen eines Fachgebietes wie der Physiologie braucht und kann man nicht rütteln – dementsprechend sind wirklich nur die wichtigsten Quellen angegeben. Dafür hat man sich lieber die Mühe gemacht ein umfangreiches Glossar einzubauen, was gerade bei solcherart Büchern wichtig ist. Wo finde ich nochmal genau die Informationen zum ATP? Zack, schon gefunden. Die einzelnen Kapitel bieten kleine blaue Merkkästen, in denen der vorherige Inhalt subsumiert wird. Clever, so kann man es sinnlich klarer erfassen, wobei auch eine Vielzahl von Diagrammen, Tabellen und Abbildungen hilft. Nicht ganz sicher bin ich mit der Beurteilung bei der Hervorhebung von manchen Schlagwörtern, die fett gedruckt daher kommen. Zusammen mit den blauen Überschriften, den Merkkästen und den Abbildungen entsteht dann mit den fett gedruckten Wörtern eventuell der Eindruck einer visuellen Überfrachtung. Kann sein, muss aber nicht – sagen wir es so: diejenigen, die schon Schwierigkeiten haben, wenn ein Kommilitone in einem Universitätsbuch einen Absatz markiert hat, sollten lieber noch einmal überlegen – wer anschauliche Hilfe und Hinführung zum Wesentlichen honoriert, ist dagegen bestens aufgehoben. Was das Buch meines Erachtens so wertvoll macht, ist der praxisbezogene Hintergrund fast jedes Kapitels. Es werden also nicht nur theoretische Massen abgearbeitet, sondern Patienten, Klienten, Trainierende und Sportler in die Ergebnisse mit einbezogen. Was also ist der Unterschied männlicher und weiblicher Physiologie bezogen auf ein Ausdauertraining? Wie gehe ich eine Gewichtsreduktion an, die vom Arzt verschrieben wird? Wie gehe ich mit Beschwerden beim Aufenthalt und Training in der Höhe um? Gerade die Trainingsrezepte bei bestimmten Indikationen sind ein großes Pfund, um sich dieses Buch zuzulegen. Alle Physiotherapeuten, Masseure und vor allen Dingen Trainer haben hier ein unverzichtbares Standardwerk, dass sie ihr gesamtes Leben begleiten sollte.

Optimale Leistung inbegriffen – versprochen!

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Wenn ein wissenschaftliches Standardwerk in seinem siebten Erscheinungsjahr bereits zum vierten Mal neu aufgelegt wird, ist dies ein sicheres Zeichen für anhaltenden Publikations-Erfolg und für die Notwendigkeit bei Lernenden und Lehrern sich darauf verlassen zu können. Natürlich streuen die Autoren Josef Tomasits und Paul Haber (beider arrivierte medizinische Experten aus Österreich mit viel Erfahrungen in der Betreuung von Spitzensportlern) auch neue und überarbeitete Kapitel ein (dieses Mal: Rezeptierung der Trainingsverordnung), entscheidend ist aber, dass das, was gut ist, einfach weiterhin auch gut funktionieren kann.

Die Leistungsphysiologie bietet einen Spezialfall der Physiologie, deren Standardwerke um einiges schwerer und dicker gehalten sind. Grundsätzlich bezeichnet die Physiologie physikalische und biochemische Vorgänge in den Organen der Lebewesen und betrachtet dabei vor allen Dingen das Zusammenwirken jener Vorgänge im Organismus. Im Vergleich zur Anatomie, die den strukturellen Überbau beschreibt, bietet die Physiologie die funktionellen und kommunikativen Aspekte des Organischen an. Die Leistungspyhsiologisch nun spezialisiert sich vor allen Dingen auf die Bereiche Stoffwechsel, Bewegung und Energieversorgung im Sport- und Bewegungssektor.

Energieumsätze, Belastungskriterien, medizinische Trainingslehren, Übertraining, Regeneration, Dehnen, Ernährung oder Thermoregulation heißen folgerichtig einige der Kapitel dieses Buches. Dabei gilt es ja nicht an den inhaltlichen Axiomen zu rütteln oder fachspezifische Diskussionen anzufangen; viel wichtiger bei der Beurteilung ist ja die anwendungsorientierte Didaktik dieses Wissens, deren Grundlagen ja schon Mitte des 19. Jahrhunderts gelegt wurden. Was fällt in diesem Buch nun auf? Zum einen ist es schön schmal gehalten, die knapp 300 Seiten bilden ein Taschenbuch, das man überall mit hinnehmen kann und keinen schweren Nachschlagswälzer, deren Einsicht und Nutzung selbst schon an die Grenzen der Leistungsphysiologie gehen würde; Vorteil dabei: Die Autoren haben ganz bewußt auf die sonst so ausufernden literarischen Hinweise verzichtet. Großes Plus, wie ich finde, denn an den Doktrinen eines Fachgebietes wie der Physiologie braucht und kann man nicht rütteln – dementsprechend sind wirklich nur die wichtigsten Quellen angegeben. Dafür hat man sich lieber die Mühe gemacht ein umfangreiches Glossar einzubauen, was gerade bei solcherart Büchern wichtig ist. Wo finde ich nochmal genau die Informationen zum ATP? Zack, schon gefunden.

Die einzelnen Kapitel bieten kleine blaue Merkkästen, in denen der vorherige Inhalt subsumiert wird. Clever, so kann man es sinnlich klarer erfassen, wobei auch eine Vielzahl von Diagrammen, Tabellen und Abbildungen hilft. Nicht ganz sicher bin ich mit der Beurteilung bei der Hervorhebung von manchen Schlagwörtern, die fett gedruckt daher kommen. Zusammen mit den blauen Überschriften, den Merkkästen und den Abbildungen entsteht dann mit den fett gedruckten Wörtern eventuell der Eindruck einer visuellen Überfrachtung. Kann sein, muss aber nicht – sagen wir es so: diejenigen, die schon Schwierigkeiten haben, wenn ein Kommilitone in einem Universitätsbuch einen Absatz markiert hat, sollten lieber noch einmal überlegen – wer anschauliche Hilfe und Hinführung zum Wesentlichen honoriert, ist dagegen bestens aufgehoben.

Was das Buch meines Erachtens so wertvoll macht, ist der praxisbezogene Hintergrund fast jedes Kapitels. Es werden also nicht nur theoretische Massen abgearbeitet, sondern Patienten, Klienten, Trainierende und Sportler in die Ergebnisse mit einbezogen. Was also ist der Unterschied männlicher und weiblicher Physiologie bezogen auf ein Ausdauertraining? Wie gehe ich eine Gewichtsreduktion an, die vom Arzt verschrieben wird? Wie gehe ich mit Beschwerden beim Aufenthalt und Training in der Höhe um? Gerade die Trainingsrezepte bei bestimmten Indikationen sind ein großes Pfund, um sich dieses Buch zuzulegen. Alle Physiotherapeuten, Masseure und vor allen Dingen Trainer haben hier ein unverzichtbares Standardwerk, dass sie ihr gesamtes Leben begleiten sollte.

geschrieben am 02.12.2011 | 565 Wörter | 3645 Zeichen

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