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Kleidung des Mittelalters selbst anfertigen


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Rezension von

Magdalena Kneisel

Kleidung des Mittelalters selbst anfertigen Dieses Mal nun wieder – aufgrund der Freude, dass mich mein erstes Rezensionsexemplar zum Thema „mittelalterliche Kleidung“ erreicht hat – eine sehr persönliche Bewertung dieses Buches: Beim ersten Durchblättern dieses Buches, vom Umfang her eigentlich mehr ein schön gestaltetes und gebundenes Heft, fiel mir vor allem die gute Übersichtlichkeit auf: Im Inhaltsverzeichnis sind die einzelnen beschriebenen Kopfbedeckungen in zeitliche Epochen (Frühes Mittelalter, Hochmittelalter und Spätmittelalter) unterteilt. Meine persönliche Beanstandung, dass diesen Bezeichnungen wenigstens annähernd zeitliche Datierungen zugeordnet werden sollten, wurde durch die Begründung des Vorwortes – zeitliche Datierungen sind in der Forschung sehr umstritten und man bzw. die beiden Autoren wollen sich nicht „in die Nesseln setzen“ – teilweise befriedigt. Eine zweite Begeisterung empfand ich – als halb-blutige Nähanfängerin – bei einer fünfminütigen Betrachtung der Schnittmuster. So war mein erster Gedanke: „Wow, banal. Das kriegst selbst du hin!“, erspähten meine Augen doch relativ einfache, dafür relativ klein abgebildete Schnittmuster, auf den ersten paar Seiten ein annähernder Halbkreis und Rechtecke. Bei der näheren Betrachtung stellte ich dann auch zu meiner übergroßen Freude fest, dass es kompliziertere Schnittmuster sind, an denen ich wohl dann auch mein handwerkliches Geschick üben kann. Die wundervollen Einführungskapitel „kleine Materialkunde“, „Arbeitstechniken“ und „Lederverarbeitung für Laien“ lassen mich hoffen, dass ich, gebrieft wie ich nun bin, auch meine bisweilen linken Hände meistern werde, um mich vollends den Meisterwerken der mittelalterlichen Behütung zu widmen. Was mir sehr gut gefällt und wie es im Vorwort noch einmal eigens von den Autoren beschrieben ist, ist die Tatsache, dass auch wirklich Wert auf die Funde gelegt wird. Also auf Abbildungen und manchmal sogar Restfunde, die belegen, wie die Behütung im Mittelalter ausgesehen hat. Dass solche Funde jedoch rar sind, versteht sich eigentlich von selbst. Im angehängten Literaturverzeichnis kann der willige Leser auch noch über das Buch hinaus für den Bereich der Bekleidung des Mittelalters geltenden Lesestoff finden. Auch der Wink mit den Zaunpfahl mit den VHS-Nähkursen kommt doch sehr gelegen. Doch nun zum eigentlichen Inhalt: Die Kopfbedeckungen und ihre Beschreibungen an sich: Jedes Schnittmuster beginnt mit der Beschreibung eines ähnlichen Fundortes. Zur weiteren Recherche ist die Quelle angegeben, mit der man sich mit Hilfe des Literaturverzeichnisses weiter über das besagte Kleidungsstück informieren kann. Im Anschluss daran finden sich Material- und Vorbereitungshinweise, sowie eine in Stichpunkten geschriebene Nähanleitung Angebotene Varianten ermöglichen es der tapferen Schneiderin bzw. dem tapferen Schneiderlein, ihr/sein Können in einer großen Vielfältigkeit unter Beweis zu stellen. Es soll ja schließlich nicht langweilig werden! Ein Hinweis zur möglichen Tragweise rundet die Beschreibung schließlich ab. Neben Schnittmustern finden sich auch andere Beschreibungen zu Kopfbedeckungen wieder, seien es Kämme oder Haarbänder. Bei allen Kopfbedeckungen jedoch gilt der Grundsatz: Je reicher der Träger, desto edler das Ausgangsprodukt. Ein weiteres Augenmerk liegt bei den einzelnen Schnittmustern auch auf Tragezeichnungen, die der fleißigen Näherin eine Idee davon geben, wie ihr fertiges Kunstwerk in etwa auszusehen hat. Die Schnittmuster an sich sind leicht verständlich, allerdings sollte man, wenn man kein sonderlich gutes drei dimensionales Vorstellungsvermögen hat, immer ein altes Stück Stoff parat haben um das jeweilige Muster kurz zu üben. Ein Probestück ist aber auch im sonstigen Fall sicherlich hilfreich, um die genaue Größe festzulegen, denn die Kopfbedeckung soll ja nicht die eigene Sicht versperren! ... und so schließe ich mit dem Gedanken, dass Dank diesem Buch wohl alle Fans und Anhänger von selbstgemachter und handgeschneiderter Kleidung des Mittelalters ab sofort gut behütet durch die Welt wandeln können.

Dieses Mal nun wieder – aufgrund der Freude, dass mich mein erstes Rezensionsexemplar zum Thema „mittelalterliche Kleidung“ erreicht hat – eine sehr persönliche Bewertung dieses Buches:

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Beim ersten Durchblättern dieses Buches, vom Umfang her eigentlich mehr ein schön gestaltetes und gebundenes Heft, fiel mir vor allem die gute Übersichtlichkeit auf: Im Inhaltsverzeichnis sind die einzelnen beschriebenen Kopfbedeckungen in zeitliche Epochen (Frühes Mittelalter, Hochmittelalter und Spätmittelalter) unterteilt. Meine persönliche Beanstandung, dass diesen Bezeichnungen wenigstens annähernd zeitliche Datierungen zugeordnet werden sollten, wurde durch die Begründung des Vorwortes – zeitliche Datierungen sind in der Forschung sehr umstritten und man bzw. die beiden Autoren wollen sich nicht „in die Nesseln setzen“ – teilweise befriedigt.

Eine zweite Begeisterung empfand ich – als halb-blutige Nähanfängerin – bei einer fünfminütigen Betrachtung der Schnittmuster. So war mein erster Gedanke: „Wow, banal. Das kriegst selbst du hin!“, erspähten meine Augen doch relativ einfache, dafür relativ klein abgebildete Schnittmuster, auf den ersten paar Seiten ein annähernder Halbkreis und Rechtecke. Bei der näheren Betrachtung stellte ich dann auch zu meiner übergroßen Freude fest, dass es kompliziertere Schnittmuster sind, an denen ich wohl dann auch mein handwerkliches Geschick üben kann.

Die wundervollen Einführungskapitel „kleine Materialkunde“, „Arbeitstechniken“ und „Lederverarbeitung für Laien“ lassen mich hoffen, dass ich, gebrieft wie ich nun bin, auch meine bisweilen linken Hände meistern werde, um mich vollends den Meisterwerken der mittelalterlichen Behütung zu widmen.

Was mir sehr gut gefällt und wie es im Vorwort noch einmal eigens von den Autoren beschrieben ist, ist die Tatsache, dass auch wirklich Wert auf die Funde gelegt wird. Also auf Abbildungen und manchmal sogar Restfunde, die belegen, wie die Behütung im Mittelalter ausgesehen hat. Dass solche Funde jedoch rar sind, versteht sich eigentlich von selbst. Im angehängten Literaturverzeichnis kann der willige Leser auch noch über das Buch hinaus für den Bereich der Bekleidung des Mittelalters geltenden Lesestoff finden. Auch der Wink mit den Zaunpfahl mit den VHS-Nähkursen kommt doch sehr gelegen. Doch nun zum eigentlichen Inhalt: Die Kopfbedeckungen und ihre Beschreibungen an sich:

Jedes Schnittmuster beginnt mit der Beschreibung eines ähnlichen Fundortes. Zur weiteren Recherche ist die Quelle angegeben, mit der man sich mit Hilfe des Literaturverzeichnisses weiter über das besagte Kleidungsstück informieren kann.

Im Anschluss daran finden sich Material- und Vorbereitungshinweise, sowie eine in Stichpunkten geschriebene Nähanleitung

Angebotene Varianten ermöglichen es der tapferen Schneiderin bzw. dem tapferen Schneiderlein, ihr/sein Können in einer großen Vielfältigkeit unter Beweis zu stellen. Es soll ja schließlich nicht langweilig werden!

Ein Hinweis zur möglichen Tragweise rundet die Beschreibung schließlich ab. Neben Schnittmustern finden sich auch andere Beschreibungen zu Kopfbedeckungen wieder, seien es Kämme oder Haarbänder. Bei allen Kopfbedeckungen jedoch gilt der Grundsatz: Je reicher der Träger, desto edler das Ausgangsprodukt.

Ein weiteres Augenmerk liegt bei den einzelnen Schnittmustern auch auf Tragezeichnungen, die der fleißigen Näherin eine Idee davon geben, wie ihr fertiges Kunstwerk in etwa auszusehen hat.

Die Schnittmuster an sich sind leicht verständlich, allerdings sollte man, wenn man kein sonderlich gutes drei dimensionales Vorstellungsvermögen hat, immer ein altes Stück Stoff parat haben um das jeweilige Muster kurz zu üben. Ein Probestück ist aber auch im sonstigen Fall sicherlich hilfreich, um die genaue Größe festzulegen, denn die Kopfbedeckung soll ja nicht die eigene Sicht versperren!

... und so schließe ich mit dem Gedanken, dass Dank diesem Buch wohl alle Fans und Anhänger von selbstgemachter und handgeschneiderter Kleidung des Mittelalters ab sofort gut behütet durch die Welt wandeln können.

geschrieben am 18.08.2010 | 560 Wörter | 3583 Zeichen

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