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Disney: Big Black Books 2 - Ich, Gundel Gaukeley


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Informationen zum Buch
  ISBN
  Verlag
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  Seiten
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  Extras

Rezension von

Ragan Tanger

Disney: Big Black Books 2 - Ich, Gundel Gaukeley Zauberhafte Erscheinung Geht Comicvergnügen in einem Hardcoverband, der so groß ist wie ein Westermann-Schulatlas? Kann das funktionieren? Nun, gut gehen ist ein untertriebener Ausdruck, es läuft fantastisch, es ist, wie die Selbstbezeichnung des Verlags schon sehr treffend formuliert, ein luxuriöses Buch mit allem, was dazu gehört: aufwendigem Layout, einem gekonnten Farbdruck auf der Vorderseite, der kunstvoll das hinterhältige Gesicht der wohl schönsten aller Enten parat hält, und eine Storyauswahl im Inneren, die ihresgleichen sucht. 1961 war es, als Carl Barks, der Erfindern vieler, aber nicht aller berühmter Disney-Charaktere, einen weiteren Feind in das Leben Onkele Dagoberts integrierte: Magica de Spell, so der englische Originalausdruck, wird im Midas-Effekt mit ihren Buffbomben, ihrem Make-Up, ihrer Vulkanbehausung und ihrer paradoxen Mischung aus übernatürlicher Größe und menschlicher Fehlbarkeit eingeführt. Das waren noch Zeiten, als Dagobert, Donald und die drei kleinen Neffen ahnungslos mit ansehen mussten, wie die schwarz gekleidete Besucherin den Gedlspeicher stürmte und sich den ersten selbst verdienten Zehner des reichsten Mannes der Welt unter den Nagel reißen wollte. Natürlich endet auch diese Geschichte so wie alle anderen: Gundel geht am Ende leer aus und war doch wieder einmal so kurz davor. Mit diesem Klassiker beginnt der Reigen der 15 Geschichten unterschiedlicher Herkunft. Neben klassischen Barks-Storys und ebenso ehrwürdigen Geschichten von David Gerstein, zeichnen sich in jüngerer Zeit italienische Zeichner und Autoren für die Geschichten mit der Hexe aus. Wichtige Zusatzinformationen über Herkunft, Hintergründe und Personen warten zwischen den einzelnen Storys auf die Leser und es tut gut, nach den spannenden und höchst komischen Erlebnissen mal eine kleine intellektuelle Pause einzulegen. Wer sich auf dieses herrliche Abenteuer einlässt, darf nicht nur in den Genuss der wirklich besten Geschichten dieses zentralen Charakters kommen, sondern lernt nebenbei auch deren verrückte Familie kennen; besonders Roderich, der gern der Verlobte der Hexe sein würde, ist bestens gelungen. Auch Nimmermehr, der bekannte Rabe, wird von den entsprechenden Autoren, die dieses große Faible für Gundel haben, immer wieder gekonnt in jedes Panel mit vielen Gags und Charakteristika eingesetzt. Insgesamt ist dieses Werk eine mehr als gelungene Veröffentlichung. Den ganzen Gaukeley-Kosmos darf man hier kennenlernen und das allumfassend und exklusiv im großen Ohrensessel mit diesem opulenten Buch in den Händen. Als kleine Taschenbuchausgabe für zwischendurch ist das nichts; vielmehr handelt es sich um ein besonderes Lesevergnügen, das hoffentlich noch weitere Stars und Persönlichkeiten auf diese eindringliche, ausführliche und optimale Weise in den Mittelpunkt rückt. Prädikat: Äußerst gelungen. Wer was anderes behauptet, wird in ein Schwein verwandelt. Buff!

Zauberhafte Erscheinung

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Geht Comicvergnügen in einem Hardcoverband, der so groß ist wie ein Westermann-Schulatlas? Kann das funktionieren? Nun, gut gehen ist ein untertriebener Ausdruck, es läuft fantastisch, es ist, wie die Selbstbezeichnung des Verlags schon sehr treffend formuliert, ein luxuriöses Buch mit allem, was dazu gehört: aufwendigem Layout, einem gekonnten Farbdruck auf der Vorderseite, der kunstvoll das hinterhältige Gesicht der wohl schönsten aller Enten parat hält, und eine Storyauswahl im Inneren, die ihresgleichen sucht.

1961 war es, als Carl Barks, der Erfindern vieler, aber nicht aller berühmter Disney-Charaktere, einen weiteren Feind in das Leben Onkele Dagoberts integrierte: Magica de Spell, so der englische Originalausdruck, wird im Midas-Effekt mit ihren Buffbomben, ihrem Make-Up, ihrer Vulkanbehausung und ihrer paradoxen Mischung aus übernatürlicher Größe und menschlicher Fehlbarkeit eingeführt. Das waren noch Zeiten, als Dagobert, Donald und die drei kleinen Neffen ahnungslos mit ansehen mussten, wie die schwarz gekleidete Besucherin den Gedlspeicher stürmte und sich den ersten selbst verdienten Zehner des reichsten Mannes der Welt unter den Nagel reißen wollte. Natürlich endet auch diese Geschichte so wie alle anderen: Gundel geht am Ende leer aus und war doch wieder einmal so kurz davor.

Mit diesem Klassiker beginnt der Reigen der 15 Geschichten unterschiedlicher Herkunft. Neben klassischen Barks-Storys und ebenso ehrwürdigen Geschichten von David Gerstein, zeichnen sich in jüngerer Zeit italienische Zeichner und Autoren für die Geschichten mit der Hexe aus. Wichtige Zusatzinformationen über Herkunft, Hintergründe und Personen warten zwischen den einzelnen Storys auf die Leser und es tut gut, nach den spannenden und höchst komischen Erlebnissen mal eine kleine intellektuelle Pause einzulegen.

Wer sich auf dieses herrliche Abenteuer einlässt, darf nicht nur in den Genuss der wirklich besten Geschichten dieses zentralen Charakters kommen, sondern lernt nebenbei auch deren verrückte Familie kennen; besonders Roderich, der gern der Verlobte der Hexe sein würde, ist bestens gelungen. Auch Nimmermehr, der bekannte Rabe, wird von den entsprechenden Autoren, die dieses große Faible für Gundel haben, immer wieder gekonnt in jedes Panel mit vielen Gags und Charakteristika eingesetzt.

Insgesamt ist dieses Werk eine mehr als gelungene Veröffentlichung. Den ganzen Gaukeley-Kosmos darf man hier kennenlernen und das allumfassend und exklusiv im großen Ohrensessel mit diesem opulenten Buch in den Händen. Als kleine Taschenbuchausgabe für zwischendurch ist das nichts; vielmehr handelt es sich um ein besonderes Lesevergnügen, das hoffentlich noch weitere Stars und Persönlichkeiten auf diese eindringliche, ausführliche und optimale Weise in den Mittelpunkt rückt. Prädikat: Äußerst gelungen. Wer was anderes behauptet, wird in ein Schwein verwandelt. Buff!

geschrieben am 04.07.2010 | 407 Wörter | 2547 Zeichen

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