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Papa Sumo


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Martina Meier

Papa Sumo „Dein Vater ist stark, sehr stark!“, sagt Mama oft. Aber eigentlich meint sie, er sei dick, sehr dick!“ So lautet der erste Satz in Isabel Pins Buch „Papa Sumo“. Wer bei dem Titel des Buches noch nicht ahnte, um was es in diesem bei Bajazzo erschienenen Bilderbuch geht, der weiß es spätestens nun. Um einen Vater nämlich, der ein bisschen anders ist als andere Väter, der eben nicht Fußball spielen und toben kann. Weil er schnell aus der Puste ist und das Bett zusammen bricht, wenn er es als Trampolin benutzt. Da hilft nichts, es muss eine Idee herbei, was man denn mit einem „soooo fürchterlich dicken Papa“ anstellen kann. Und Sohnemann hat auch gleich eine Idee parat: Es soll nach Japan gehen, der Wiege des Sumo-Ringkampfes. Jene Sumo-Ringer bringen nämlich mindestens das Gewicht von Papa auf die Waage und sind in ihrem Land ganz bekannte Sportler. Da hilft eben nichts, auch Papa muss ran und sich zum Sumo-Ringer ausbilden lassen. Dann kommt der erste Kampf, und Yokozuna betritt den Ring. Er ist so mächtig dick und groß, dass selbst Papa wie ein Gartenzwerg neben ihm aussieht. Und wer ein wenig nachforscht, der wird sehen, dass der Name „Yokozuna“ den höchsten Rang beim Sumo-Ringen bezeichnet. Na, da hat Papa sich ja was vorgenommen. Am Ende der kleinen Geschichte steht schließlich die Erkenntnis, dass es ganz egal ist, wie Papa ist. „Er ist mein Papa. Und das ist das Wichtigste!“ Das Buch von Isabel Pin, die 1975 in Versailles geboren wurde und heute mit ihrer kleinen Familie in Berlin lebt, ist eine wundervolle Liebeserklärung an all die Väter, die nicht immer dem Idealbild eines sportlichen und ehrgeizigen Vaters entsprechen. Eine Liebeserklärung an alle, die ein wenig anders sind, als die Gesellschaft es vielleicht von ihnen erwartet. Eine Liebeserklärung an die Menschen, die vielleicht ein paar Pfund zu viel auf die Waage bringen. Eine Liebeserklärung an den eigenen Vater, die vielleicht auch einmal zu dick war… Wichtig an dem Buch ist, dass die Vater-Sohn-Beziehung im Mittelpunkt steht und jeder für sich erkennen muss, wo die Vorzüge und Stärken des anderen liegen. Und welcher Vater hätte sich schon dazu überreden lassen, eine Sumo-Ausbildung in Japan zu machen, wenn der eigene Sohn als Trainer fungiert?! Isabel Pins Bilderbuch „Papa Sumo“ zeichnet sich durch reduzierte Bilder aus, die immer nur einen kleinen Ausschnitt des Geschehens zeigen und – wie es bei ihren Bildern typisch ist – große farbige Flächen im Hintergrund aufweisen. Und immer wieder spielt sie mit kleinen und großen Elementen. Zum Vorlesen eignet sich das Buch für Kinder ab etwa fünf Jahre.

„Dein Vater ist stark, sehr stark!“, sagt Mama oft. Aber eigentlich meint sie, er sei dick, sehr dick!“ So lautet der erste Satz in Isabel Pins Buch „Papa Sumo“. Wer bei dem Titel des Buches noch nicht ahnte, um was es in diesem bei Bajazzo erschienenen Bilderbuch geht, der weiß es spätestens nun. Um einen Vater nämlich, der ein bisschen anders ist als andere Väter, der eben nicht Fußball spielen und toben kann. Weil er schnell aus der Puste ist und das Bett zusammen bricht, wenn er es als Trampolin benutzt. Da hilft nichts, es muss eine Idee herbei, was man denn mit einem „soooo fürchterlich dicken Papa“ anstellen kann.

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Und Sohnemann hat auch gleich eine Idee parat: Es soll nach Japan gehen, der Wiege des Sumo-Ringkampfes. Jene Sumo-Ringer bringen nämlich mindestens das Gewicht von Papa auf die Waage und sind in ihrem Land ganz bekannte Sportler.

Da hilft eben nichts, auch Papa muss ran und sich zum Sumo-Ringer ausbilden lassen. Dann kommt der erste Kampf, und Yokozuna betritt den Ring. Er ist so mächtig dick und groß, dass selbst Papa wie ein Gartenzwerg neben ihm aussieht. Und wer ein wenig nachforscht, der wird sehen, dass der Name „Yokozuna“ den höchsten Rang beim Sumo-Ringen bezeichnet. Na, da hat Papa sich ja was vorgenommen.

Am Ende der kleinen Geschichte steht schließlich die Erkenntnis, dass es ganz egal ist, wie Papa ist. „Er ist mein Papa. Und das ist das Wichtigste!“

Das Buch von Isabel Pin, die 1975 in Versailles geboren wurde und heute mit ihrer kleinen Familie in Berlin lebt, ist eine wundervolle Liebeserklärung an all die Väter, die nicht immer dem Idealbild eines sportlichen und ehrgeizigen Vaters entsprechen. Eine Liebeserklärung an alle, die ein wenig anders sind, als die Gesellschaft es vielleicht von ihnen erwartet. Eine Liebeserklärung an die Menschen, die vielleicht ein paar Pfund zu viel auf die Waage bringen. Eine Liebeserklärung an den eigenen Vater, die vielleicht auch einmal zu dick war…

Wichtig an dem Buch ist, dass die Vater-Sohn-Beziehung im Mittelpunkt steht und jeder für sich erkennen muss, wo die Vorzüge und Stärken des anderen liegen. Und welcher Vater hätte sich schon dazu überreden lassen, eine Sumo-Ausbildung in Japan zu machen, wenn der eigene Sohn als Trainer fungiert?!

Isabel Pins Bilderbuch „Papa Sumo“ zeichnet sich durch reduzierte Bilder aus, die immer nur einen kleinen Ausschnitt des Geschehens zeigen und – wie es bei ihren Bildern typisch ist – große farbige Flächen im Hintergrund aufweisen. Und immer wieder spielt sie mit kleinen und großen Elementen. Zum Vorlesen eignet sich das Buch für Kinder ab etwa fünf Jahre.

geschrieben am 25.07.2005 | 429 Wörter | 2180 Zeichen

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