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Art Déco


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Rezension von

Kristina Scherer

Art Déco Woher stammt das Etikett „Art déco“? Inwiefern spiegelt sich die Entdeckung des Grabes von Tutenchamun 1922 in der Kunst der Stilepoche wieder? Welchen Arten der Glasherstellung bediente man sich? Wieso kann man bei Art déco nicht von EINEM Stil sprechen? Wer nach präzisen Antworten auf derlei Fragen sucht, wird in dem vorliegenden großformatigen Bildband (32 x 25 cm) von Alastair Duncan fündig. Neben über 1000 größtenteils ganzseitigen Farbfotografien erfährt der Leser auch Wissenswertes über die Entwicklung des Art déco – die Epoche der 20er und 30er Jahre, die auf den Jugendstil folgte und sich auf sämtliche Bereiche des Lebens auswirkte. Der Bildband ist in zwei Teile gegliedert. Teil Eins befasst sich mit der Kunst des Art déco sämtlicher Gebiete. Er umfasst neun Themenkomplexe, die jeweils einem Hauptmedium bzw. einer Gruppe von Medien gewidmet sind. Zu Beginn dieser Kapitel erhält der Leser einen Überblick über die Materialien, Stilrichtungen und Gestalter, die diesem Medium zugeordnet werden. Es folgen Portraits der bedeutendsten Künstler, deren Werke man auf den gegenüberliegenden Seiten betrachten kann. Teil Eins befasst sich mit folgenden Medien: 1. Möbel und Interieur (z.B. Pierre Chareau, Donald Deskey, Jacques-Émile Ruhlmann) 2. Skulpturen (Demetre Chiparus, Gustav Miklos, Jan and Joel Martel) 3. Malerei, Grafik, Plakat- und Buchkunst (Paul Bonet, Paul Colin, Tamara Lempicka) 4. Glas (René Lalique, Maurice Marinot, Joseph-Gabriel Argy-Rousseau) 5. Keramik (René Buthaud, Clarice Cliff, Viktor Schreckengost) 6. Beleuchtung (Albert Chevret, Jean Perzel, Simonet Fréres) 7. Textilien (Ivan da Silva Bruhns, Gunta Stölzl) 8. Silber, Metall, Lack und Emaille (Edgar Brandt, Maison Desny, Jean Dunand) 9. Schmuck (Cartier, Fouquet, Raymond Templier) Den meisten Raum nehmen die Kapitel über Malerie und Möbel sowie Interieur ein. Den Darstellungen schließt sich ein 200 Seiten umfassendes Lexikon an, welches sämtliche Designer, Künstler und Werkstätten der Stilepoche – darunter etwa Rosenthal, Lanvin, das Unternehmen Ostertag, die Württembergische Metallwarenfabrik oder Janesch – alphabetisch verzeichnet und ebenfalls durchgehend mit eindrucksvollem Bildmaterial ausgestattet ist. Der Bildband „Art Déco – Die Epoche – Die Künstler – Die Objekte“ lädt zum Entdecken und Verweilen ein. Wir spazieren entlang kunstvoll angeordneter bemalter Kupfervasen in originellen Formen von Camille Fauré, bestaunen die phantastischen Gemälde Raphael Delormes in architektonischer Perspektive, die statuenhafte, seltsam ausdruckslose weibliche Modelle abbilden oder sind gefesselt vom Anblick einiger Prunkstücke aus dem Hause Cartier. Besonders positiv hervorzuheben sind einerseits der stabile Hardcovereinband sowie Schmuckschuber, die sich auch häufigen Gebrauch nicht so schnell anmerken lassen und andererseits das stilvolle Layout des Buches, das bei Bildbänden leider nicht so selbstverständlich ist, wie man es eigentlich voraussetzen sollte. Neben dezent farblich gestalteten Seiten sorgt die Integration von Fotos in den Text für viel Freude beim Betrachten. Alastair Duncan, der lange Zeit im renommierten New Yorker Auktionshaus Christie’s arbeitete und heute als Gutachter und Autor auf dem Fachgebiet dekorative Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts weltweite Anerkennung genießt, hat mit diesem Bildband einen wahren Schatz für den Kunstinteressierten geschaffen, der den Facettenreichtum dieser Epoche an Formen, Farben, Motiven sowie Stilen gekonnt widerspiegelt. Die Bibel des Art déco!

Woher stammt das Etikett „Art déco“? Inwiefern spiegelt sich die Entdeckung des Grabes von Tutenchamun 1922 in der Kunst der Stilepoche wieder? Welchen Arten der Glasherstellung bediente man sich? Wieso kann man bei Art déco nicht von EINEM Stil sprechen?

Wer nach präzisen Antworten auf derlei Fragen sucht, wird in dem vorliegenden großformatigen Bildband (32 x 25 cm) von Alastair Duncan fündig. Neben über 1000 größtenteils ganzseitigen Farbfotografien erfährt der Leser auch Wissenswertes über die Entwicklung des Art déco – die Epoche der 20er und 30er Jahre, die auf den Jugendstil folgte und sich auf sämtliche Bereiche des Lebens auswirkte.

Der Bildband ist in zwei Teile gegliedert. Teil Eins befasst sich mit der Kunst des Art déco sämtlicher Gebiete. Er umfasst neun Themenkomplexe, die jeweils einem Hauptmedium bzw. einer Gruppe von Medien gewidmet sind. Zu Beginn dieser Kapitel erhält der Leser einen Überblick über die Materialien, Stilrichtungen und Gestalter, die diesem Medium zugeordnet werden. Es folgen Portraits der bedeutendsten Künstler, deren Werke man auf den gegenüberliegenden Seiten betrachten kann.

Teil Eins befasst sich mit folgenden Medien:

1. Möbel und Interieur (z.B. Pierre Chareau, Donald Deskey, Jacques-Émile Ruhlmann)

2. Skulpturen (Demetre Chiparus, Gustav Miklos, Jan and Joel Martel)

3. Malerei, Grafik, Plakat- und Buchkunst (Paul Bonet, Paul Colin, Tamara Lempicka)

4. Glas (René Lalique, Maurice Marinot, Joseph-Gabriel Argy-Rousseau)

5. Keramik (René Buthaud, Clarice Cliff, Viktor Schreckengost)

6. Beleuchtung (Albert Chevret, Jean Perzel, Simonet Fréres)

7. Textilien (Ivan da Silva Bruhns, Gunta Stölzl)

8. Silber, Metall, Lack und Emaille (Edgar Brandt, Maison Desny, Jean Dunand)

9. Schmuck (Cartier, Fouquet, Raymond Templier)

Den meisten Raum nehmen die Kapitel über Malerie und Möbel sowie Interieur ein. Den Darstellungen schließt sich ein 200 Seiten umfassendes Lexikon an, welches sämtliche Designer, Künstler und Werkstätten der Stilepoche – darunter etwa Rosenthal, Lanvin, das Unternehmen Ostertag, die Württembergische Metallwarenfabrik oder Janesch – alphabetisch verzeichnet und ebenfalls durchgehend mit eindrucksvollem Bildmaterial ausgestattet ist.

Der Bildband „Art Déco – Die Epoche – Die Künstler – Die Objekte“ lädt zum Entdecken und Verweilen ein. Wir spazieren entlang kunstvoll angeordneter bemalter Kupfervasen in originellen Formen von Camille Fauré, bestaunen die phantastischen Gemälde Raphael Delormes in architektonischer Perspektive, die statuenhafte, seltsam ausdruckslose weibliche Modelle abbilden oder sind gefesselt vom Anblick einiger Prunkstücke aus dem Hause Cartier.

Besonders positiv hervorzuheben sind einerseits der stabile Hardcovereinband sowie Schmuckschuber, die sich auch häufigen Gebrauch nicht so schnell anmerken lassen und andererseits das stilvolle Layout des Buches, das bei Bildbänden leider nicht so selbstverständlich ist, wie man es eigentlich voraussetzen sollte. Neben dezent farblich gestalteten Seiten sorgt die Integration von Fotos in den Text für viel Freude beim Betrachten.

Alastair Duncan, der lange Zeit im renommierten New Yorker Auktionshaus Christie’s arbeitete und heute als Gutachter und Autor auf dem Fachgebiet dekorative Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts weltweite Anerkennung genießt, hat mit diesem Bildband einen wahren Schatz für den Kunstinteressierten geschaffen, der den Facettenreichtum dieser Epoche an Formen, Farben, Motiven sowie Stilen gekonnt widerspiegelt.

Die Bibel des Art déco!

geschrieben am 26.04.2011 | 492 Wörter | 3102 Zeichen

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