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Die wilden Abenteuer des jungen Capt`n Hook


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Rezension von

Martina Meier

Die wilden Abenteuer des jungen Capt`n Hook Peter Pan und Capt`n Hook – welches Kind kennt und liebt diese beiden Fantasiefiguren nicht! Der jugendliche Held, der niemals erwachsen wird, und der grimmige Pirat, der nichts anderes im Sinn hat, als sich an Peter Pan zu rächen, den er für den Verlust seiner Hand verantwortlich macht. Und da ist noch Nimmerland, das Land der Träume, in dem Kinder nie erwachsen werden und in dem gilt: „Werde groß und mündig, aber bleibe in deinem Innersten immer ein Kind.“ Nun hat sich der amerikanische Drehbuchautor J. V. Hart, der Filme wie Bram Stroker`s Dracula, Hook und The Muppet Treasure Island in Szene gesetzt hat und zu den erfolgreichsten seiner Zunft in Hollywood gehört, an den Schreibtisch gesetzt und ein Buch über den jungen Capt`n Hook geschrieben – der in seinen Jugendjahren natürlich noch weit davon entfernt war, je als Kapitän zur See zu fahren. Doch alles, was ihn als Erwachsenen ausmacht, hat er schon in seinen jungen Jahren verinnerlicht. Er ist der smarte, immer geheimnisvoll wirkende Mann, der Außenseiter, der nur sich selbst verpflichtet scheint. Harts Geschichte setzt mit Hooks Aufnahme in das berühmte englische Internat in Eton ein. Der junge Mann, 15 Jahre alt, ist dort von Anbeginn an ein Außenstehender, einer, der schon allein durch seine Herkunft nie zur „feinen“ englischen Gesellschaft gehören kann – denn er ist ein „Bastard“, der uneheliche Sohn eines Lords. Den Vater hat Hook in seiner Kindheit vielleicht drei- oder viermal gesehen, die Mutter kennt er gar nicht. Erzogen wurde er bis zu seiner Stippvisite in Eton von „Tante Emily“, einer Dame, deren zweifelhafter Ruf in Harts Erzählung nur angedeutet wird. Doch James, der sich in Eton schnell den Namen „Jas“ zulegt und von allen bald nur noch König Jas genannt wird, findet sich in den Regeln, die innerhalb der Schule herrschen, nur schlecht zurecht. Seine schulischen Leistungen sind zwar tadellos, doch seine zweifelhafte Herkunft wirft ihm immer wieder Steine in den Weg. Nur einer ist ihm bis ins Mark ergeben: Jolly Rogers. Der wird schnell zu einem Freund fürs Leben und folgt James Matthew – hier schafft der Autor J. V. Hart einen direkten Bezug zu dem schottischen Schriftsteller James Matthew Barrie, der Peter Pan und Kapitän Hook Anfang des 20. Jahrhunderts das literarische Leben schenkte - in jedes noch so unglaubliche Abenteuer. Den Namen „Hook“ erhält der Capt`n, der nicht einmal seinen eigenen Familiennamen kennt, übrigens erst zum Schluss dieses Buches. Und wer bei Jolly Rogers an den Namen von Hooks späterem Schiff erinnert wird, der liegt ganz richtig, denn schon in seinen Jungenjahren träumte Hook davon, einmal ein eigenes Schiff zu führen, dem er dann den Namen seines einzigen und besten Freundes Jolly Rogers geben wollte. Auch der Liebe ist der junge James zugetan. So heftig, wie man es von einem jungen Mann wie ihm erwartet. Mit Haut und Haaren und tiefer Leidenschaft, die zwei Menschen bis in den Tod verbinden könnte – wäre der eine nicht der uneheliche Sohn eines Lords und die Angebetete eine junge, bildschöne und eigensinnige Sultanin. Die beiden verliebten jungen Menschen finden in diesem Band – so viel sei verraten – nicht zusammen. Doch ihr Schicksal ist miteinander verwoben, tief und innig. Und dann gibt es in Harts Buch natürlich auch dem Traum von Nimmerland, der Insel aus Hooks Träumen, auf der alles ganz anders ist und er, der Außenseiter, ein Zuhause finden kann. Doch noch ist Nimmerland nur am weiten Horizont ersichtlich. Zunächst muss Jas erst einmal den arroganten und gefährlichen Arthur Darling, einen Mitschüler aus Eton, zur Räson bringen, seine ersten Erfahrungen auf einem Schiff sammeln und schließlich etwas gegen den unerlaubten Sklavenhandel tun. Hart legt seinen Capt`n Hook als sehr zwiespältige Person an. Zum einen ist der Leser geneigt, ihm Mitleid entgegen zu bringen, zum anderen spürt er seine gefährliche Art, die positive Dinge erreichen, aber auch sehr schnell ins Negative umschlagen kann. Ist Kapitän Hook in James Matthew Barries Werk eine im Gegensatz zu Peter Pan durch und durch negativ besetzte Figur, so hat er diesen negativen Charakter in Harts Buch nur bedingt. Natürlich spürt man das Böse, das in ihm brodelt, aber er hat ein großes Unrechtsverständnis und kämpft sich auf die Seiten der Schwachen, der Unterdrückten. Aus Hook könnte, folgt man Harts Figurenaufbau, einfach alles werden. Was aus ihm tatsächlich geworden ist, findet sich in Barries Peter Pan-Klassiker.

Peter Pan und Capt`n Hook – welches Kind kennt und liebt diese beiden Fantasiefiguren nicht! Der jugendliche Held, der niemals erwachsen wird, und der grimmige Pirat, der nichts anderes im Sinn hat, als sich an Peter Pan zu rächen, den er für den Verlust seiner Hand verantwortlich macht. Und da ist noch Nimmerland, das Land der Träume, in dem Kinder nie erwachsen werden und in dem gilt: „Werde groß und mündig, aber bleibe in deinem Innersten immer ein Kind.“

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Nun hat sich der amerikanische Drehbuchautor J. V. Hart, der Filme wie Bram Stroker`s Dracula, Hook und The Muppet Treasure Island in Szene gesetzt hat und zu den erfolgreichsten seiner Zunft in Hollywood gehört, an den Schreibtisch gesetzt und ein Buch über den jungen Capt`n Hook geschrieben – der in seinen Jugendjahren natürlich noch weit davon entfernt war, je als Kapitän zur See zu fahren.

Doch alles, was ihn als Erwachsenen ausmacht, hat er schon in seinen jungen Jahren verinnerlicht. Er ist der smarte, immer geheimnisvoll wirkende Mann, der Außenseiter, der nur sich selbst verpflichtet scheint. Harts Geschichte setzt mit Hooks Aufnahme in das berühmte englische Internat in Eton ein. Der junge Mann, 15 Jahre alt, ist dort von Anbeginn an ein Außenstehender, einer, der schon allein durch seine Herkunft nie zur „feinen“ englischen Gesellschaft gehören kann – denn er ist ein „Bastard“, der uneheliche Sohn eines Lords. Den Vater hat Hook in seiner Kindheit vielleicht drei- oder viermal gesehen, die Mutter kennt er gar nicht. Erzogen wurde er bis zu seiner Stippvisite in Eton von „Tante Emily“, einer Dame, deren zweifelhafter Ruf in Harts Erzählung nur angedeutet wird.

Doch James, der sich in Eton schnell den Namen „Jas“ zulegt und von allen bald nur noch König Jas genannt wird, findet sich in den Regeln, die innerhalb der Schule herrschen, nur schlecht zurecht. Seine schulischen Leistungen sind zwar tadellos, doch seine zweifelhafte Herkunft wirft ihm immer wieder Steine in den Weg. Nur einer ist ihm bis ins Mark ergeben: Jolly Rogers. Der wird schnell zu einem Freund fürs Leben und folgt James Matthew – hier schafft der Autor J. V. Hart einen direkten Bezug zu dem schottischen Schriftsteller James Matthew Barrie, der Peter Pan und Kapitän Hook Anfang des 20. Jahrhunderts das literarische Leben schenkte - in jedes noch so unglaubliche Abenteuer. Den Namen „Hook“ erhält der Capt`n, der nicht einmal seinen eigenen Familiennamen kennt, übrigens erst zum Schluss dieses Buches. Und wer bei Jolly Rogers an den Namen von Hooks späterem Schiff erinnert wird, der liegt ganz richtig, denn schon in seinen Jungenjahren träumte Hook davon, einmal ein eigenes Schiff zu führen, dem er dann den Namen seines einzigen und besten Freundes Jolly Rogers geben wollte.

Auch der Liebe ist der junge James zugetan. So heftig, wie man es von einem jungen Mann wie ihm erwartet. Mit Haut und Haaren und tiefer Leidenschaft, die zwei Menschen bis in den Tod verbinden könnte – wäre der eine nicht der uneheliche Sohn eines Lords und die Angebetete eine junge, bildschöne und eigensinnige Sultanin. Die beiden verliebten jungen Menschen finden in diesem Band – so viel sei verraten – nicht zusammen. Doch ihr Schicksal ist miteinander verwoben, tief und innig.

Und dann gibt es in Harts Buch natürlich auch dem Traum von Nimmerland, der Insel aus Hooks Träumen, auf der alles ganz anders ist und er, der Außenseiter, ein Zuhause finden kann. Doch noch ist Nimmerland nur am weiten Horizont ersichtlich. Zunächst muss Jas erst einmal den arroganten und gefährlichen Arthur Darling, einen Mitschüler aus Eton, zur Räson bringen, seine ersten Erfahrungen auf einem Schiff sammeln und schließlich etwas gegen den unerlaubten Sklavenhandel tun.

Hart legt seinen Capt`n Hook als sehr zwiespältige Person an. Zum einen ist der Leser geneigt, ihm Mitleid entgegen zu bringen, zum anderen spürt er seine gefährliche Art, die positive Dinge erreichen, aber auch sehr schnell ins Negative umschlagen kann. Ist Kapitän Hook in James Matthew Barries Werk eine im Gegensatz zu Peter Pan durch und durch negativ besetzte Figur, so hat er diesen negativen Charakter in Harts Buch nur bedingt. Natürlich spürt man das Böse, das in ihm brodelt, aber er hat ein großes Unrechtsverständnis und kämpft sich auf die Seiten der Schwachen, der Unterdrückten. Aus Hook könnte, folgt man Harts Figurenaufbau, einfach alles werden.

Was aus ihm tatsächlich geworden ist, findet sich in Barries Peter Pan-Klassiker.

geschrieben am 10.01.2007 | 718 Wörter | 3828 Zeichen

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