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Ozeane: Die große Bild-Enzyklopädie


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Rezension von

Adrian Witt

Ozeane: Die große Bild-Enzyklopädie Als sich vor über 4,5 Milliarden Jahren in den frühen Anfängen des heutigen Sonnensystems die Erde aus einer Ansammlung von Gasen, Staub und Eis allmählich um die Sonne zu formen begann, war sie zunächst für sehr lange Zeit eine heiße Kugel aus geschmolzenem Gestein. Erst mit ihrer Abkühlung und der beginnenden Kondensierung der Ozeane vor über 4 Milliarden Jahren setzte schließlich ein Prozess ein, der bis heute anhält und das Leben auf unserem Planeten überhaupt erst ermöglicht hat. Doch obwohl heute rund 70 Prozent der Erdoberfläche von Wasser bedeckt wird, ist die Bedeutung dieses Elements als zentraler Baustein des Lebens nicht jedem bewusst. Denn gäbe es auf unserem Planeten kein Wasser, wäre er nur einer von vielen Milliarden Himmelskörpern in der tiefschwarzen Unendlichkeit des Universums – karg und ohne jegliche Form des Lebens. Sogar Statistiker ergötzen sich häufig an der geringen Wahrscheinlichkeit, dass sich das üppige Leben auf der Erde überhaupt entwickeln konnte, ganz zu schweige davon, dass wir Menschen als Art auf der Oberfläche unseres Planeten überleben können. Dennoch sind wir zu dem geworden, was wir heute sind, wobei das Meer bis heute eine ungeheure Faszination auf uns Menschen ausübt, lange bevor der griechische Dichter Homer in seinem Epos „Odyssee“ über die Irrfahrten des Odysseus über die Meere schrieb. So weckt etwa die Faszination, die vom Meer ausgeht, in uns den Drang, diese fremden und für uns lebensfeindlichen Welten auf der Suche nach Antworten zu ergründen, selbst zu dem Preis, dass das Meer seine Geheimnisse nur äußerst wiederwillig preisgibt. Doch obwohl eine Vielzahl von Entdecker, Wissenschaftler und Ozeanografen aller Epochen enorme Anstrengungen auf sich genommen haben und dabei eine ganze Reihe von beeindruckenden Leistungen vollbrachten, konnten wir bisher kaum mehr als die Oberfläche der Weltmeere wirklich gut erforschen. Dabei beherbergen die Weltmeere einigen Schätzungen zufolge über 90 Prozent der Biodiversität auf der Erde. Mit neuen technischen Geräten und Verfahren können wir heute allerdings mehr als die nur etwa zwei Prozent der Meere erkunden, die vorherigen Generationen zugänglich waren, auch wenn es wohl noch etliche Generationen dauern wird, bis wir über die Ozeane auch nur annähernd so viel wissen, wie über die Landmasse oberhalb des Meeresspiegels. Um bis dahin ein besseres Verständnis über die Vielseitigkeit der Meere als Lebensraum und ihre unermessliche Bedeutung für das Klima sowie das Leben auf der Erde zu schaffen, bieten sich eine ganze Reihe von Publikationen jüngeren Datums an, mit deren Hilfe sich interessierte Leser diese weitgehend noch unerforschten Regionen der Erde erschließen können. Mit der Veröffentlichung der Bild-Enzyklopädie „Ozeane“ ist hierzu im Dorling Kindersley Verlag eine der beeindruckendsten Publikationen im deutschsprachigen Raum in ergänzter und überarbeiteter Form erschienen, nachdem durch den selben Verlag mit den Werken „Tiere: Die große Bild-Enzyklopädie“ (2017), „Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit“ (2020), „Universum: Die große Bild-Enzyklopädie“ (2021) sowie „Vögel: Die große Bild-Enzyklopädie“ bereits einige andere vergleichbare Nachschlagewerke veröffentlicht wurden, die jede für sich eine prächtige und bildgewaltige Fülle an Informationen bieten. Zusammengefasst auf 512 Seiten, die ihrerseits in vier Kapitel untergliedert sind und von mehr als 2000 Fotografien und Illustrationen begleitet werden, erhalten die Leser dieses großformatigen Nachschlagewerkes nahezu das gesamte bekannte Wissen über die Weltmeere in einem Band. Beginnend mit der Einleitung, die sich in vier Abschnitte gliedert, werden zunächst die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Meere beleuchtet, bevor in einem nächsten Schritt auf die besonderen Eigenschaften des Wassers eingegangen wird. Der Bereich über die „Geologie der Ozeane“ beschäftigt sich wiederum mit dem Aufbau des Meeresgrunds und seinen Veränderungen im Laufe der Zeit, während der dritte Teilbereich über „Zirkulation und Klima“ auf die Interaktion von Ozean, Atmosphäre und den großen Strömungen eingeht. Der vierte Bereich des einführenden Kapitels widmet sich dagegen den „Wellen und Gezeiten“, wobei sich hier intensiver mit den Bewegungen des Wasser in kleinerem Maßstab befasst wird. Neben der Entstehung der Erde und der Ozeane, deren Evolution sowie die Plattentektonik, wird in dem einführenden Kapitel auch auf die Windsysteme, Oberflächenströme, die Meeresverschmutzung, den globalen Wasserkreislauf sowie einige andere zentralen Aspekte der Meere als klimaregulierender Zentraleinheit eingegangen. Demgegenüber werden im zweiten Kapitel der Publikation über die marinen Lebensräume einige der auf der Erde existierenden Lebensräume der Meere vorgestellt. Unterteilt in einzelne Abschnitte widmet sich der erste Teilbereich den Küstenregionen und Stränden, bevor es in zunehmend tiefere Regionen geht. Hierzu zählen die Flachmeere, das offene Meer und schließlich der Meeresboden. Im Abschnitt über die Polarmeere, stehen zusätzlich die gefrorenen Gewässer an Nord- und Südpol im Mittelpunkt einer näheren Untersuchung, wobei hier, wie in jedem der anderen Abschnitte, die einzelnen Übersichtsseiten typische Eigenschaften und Bildungsprozesse der gerade vorgestellten Regionen beschreiben, während die unmittelbar auf ihnen folgenden Seiten geografisch geordnete Steckbriefe einzelner Meeresgebiete enthalten. Das dritte Kapitel, das sich thematisch mit dem Leben im Meer befasst, umfasst wiederum zwei Teile. Die „Einführung zum Leben im Meer“ behandelt die Ökologie und Geschichte des marinen Lebens sowie seine Systematik. Darauf folgt der deutlich längere Teil über die „Lebensvielfalt der Meere“. Dieser Abschnitt richtet sich nach der Systematik der Lebewesen und ist bei Pflanzen und Tieren weiter untergliedert worden. In jedem Fall folgen auf einen Überblick über die zur jeweiligen Gruppe gehörenden Organismen kurze Steckbriefe der verschiedenen Arten, wobei das Kapitel mit den kleinsten Lebensformen beginnt und mit den Säugetieren endet. Im vierte und letzte Kapitel steht wiederum die Geografie der Ozeane im Mittelpunkt einer näheren Betrachtung. Hier finden die Leser Karten der fünf größten Ozeane, wobei auf jede Karte Seiten folgen, denen sich Ausschnittskarten bestimmter Meeresbereiche entnehmen lassen. Alle Karten sind mit Daten erstellt worden, die sowohl von Satelliten- als auch mit Hilfe von Schiffsinstrumenten stammen. Weiterhin sind sie mit den Namen der einzelnen Meeresteile, denen der unterseeischen Rücken, Gräben und Seamounts sowie denen von besonderen Küstenbereiche beschriftet. Die Karten zeigen aber auch die jeweilige Meerestiefen und die Grenzen der einzelnen tektonischen Platten an. Ein umfangreicher Glossar sowie ein Sachregister, das auch einen Part über die Karten des vierten Kapitel enthält, runden das Nachschlagewerk schließlich ab. Mit Blick auf die nicht enden wollende Fülle an Informationen, die reichhaltige Bebilderung sowie die nachweisbare Mühe, die von Seiten aller Beteiligten investiert wurde, um dieses Nachschlagewerk entstehen zu lassen, dürfte die im Dorling Kindersley Verlag erschienene Bild-Enzyklopädie „Ozeane“ mit Sicherheit zu den beeindruckendsten Publikationen ihrer Art über den Themenbereich der Meere auf dem deutschen Literaturmarkt sein. Auch wenn der Preis von 59,95 Euro auf den ersten Blick sehr hoch erscheinen mag, sollte dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Publikation den Eindruck eines wissenschaftlich fundierten Standardwerks erweckt, das als Einstiegs- und Nachschlagewerk über die Ozeane von jungen und fortgeschrittenen Lesern gleichermaßen herangezogen werden kann und von seinem Inhalt her vorerst nicht an Aktualität verlieren dürfte.

Als sich vor über 4,5 Milliarden Jahren in den frühen Anfängen des heutigen Sonnensystems die Erde aus einer Ansammlung von Gasen, Staub und Eis allmählich um die Sonne zu formen begann, war sie zunächst für sehr lange Zeit eine heiße Kugel aus geschmolzenem Gestein. Erst mit ihrer Abkühlung und der beginnenden Kondensierung der Ozeane vor über 4 Milliarden Jahren setzte schließlich ein Prozess ein, der bis heute anhält und das Leben auf unserem Planeten überhaupt erst ermöglicht hat.

Doch obwohl heute rund 70 Prozent der Erdoberfläche von Wasser bedeckt wird, ist die Bedeutung dieses Elements als zentraler Baustein des Lebens nicht jedem bewusst. Denn gäbe es auf unserem Planeten kein Wasser, wäre er nur einer von vielen Milliarden Himmelskörpern in der tiefschwarzen Unendlichkeit des Universums – karg und ohne jegliche Form des Lebens. Sogar Statistiker ergötzen sich häufig an der geringen Wahrscheinlichkeit, dass sich das üppige Leben auf der Erde überhaupt entwickeln konnte, ganz zu schweige davon, dass wir Menschen als Art auf der Oberfläche unseres Planeten überleben können. Dennoch sind wir zu dem geworden, was wir heute sind, wobei das Meer bis heute eine ungeheure Faszination auf uns Menschen ausübt, lange bevor der griechische Dichter Homer in seinem Epos „Odyssee“ über die Irrfahrten des Odysseus über die Meere schrieb. So weckt etwa die Faszination, die vom Meer ausgeht, in uns den Drang, diese fremden und für uns lebensfeindlichen Welten auf der Suche nach Antworten zu ergründen, selbst zu dem Preis, dass das Meer seine Geheimnisse nur äußerst wiederwillig preisgibt. Doch obwohl eine Vielzahl von Entdecker, Wissenschaftler und Ozeanografen aller Epochen enorme Anstrengungen auf sich genommen haben und dabei eine ganze Reihe von beeindruckenden Leistungen vollbrachten, konnten wir bisher kaum mehr als die Oberfläche der Weltmeere wirklich gut erforschen.

Dabei beherbergen die Weltmeere einigen Schätzungen zufolge über 90 Prozent der Biodiversität auf der Erde. Mit neuen technischen Geräten und Verfahren können wir heute allerdings mehr als die nur etwa zwei Prozent der Meere erkunden, die vorherigen Generationen zugänglich waren, auch wenn es wohl noch etliche Generationen dauern wird, bis wir über die Ozeane auch nur annähernd so viel wissen, wie über die Landmasse oberhalb des Meeresspiegels. Um bis dahin ein besseres Verständnis über die Vielseitigkeit der Meere als Lebensraum und ihre unermessliche Bedeutung für das Klima sowie das Leben auf der Erde zu schaffen, bieten sich eine ganze Reihe von Publikationen jüngeren Datums an, mit deren Hilfe sich interessierte Leser diese weitgehend noch unerforschten Regionen der Erde erschließen können. Mit der Veröffentlichung der Bild-Enzyklopädie „Ozeane“ ist hierzu im Dorling Kindersley Verlag eine der beeindruckendsten Publikationen im deutschsprachigen Raum in ergänzter und überarbeiteter Form erschienen, nachdem durch den selben Verlag mit den Werken „Tiere: Die große Bild-Enzyklopädie“ (2017), „Dinosaurier und andere Lebewesen der Urzeit“ (2020), „Universum: Die große Bild-Enzyklopädie“ (2021) sowie „Vögel: Die große Bild-Enzyklopädie“ bereits einige andere vergleichbare Nachschlagewerke veröffentlicht wurden, die jede für sich eine prächtige und bildgewaltige Fülle an Informationen bieten. Zusammengefasst auf 512 Seiten, die ihrerseits in vier Kapitel untergliedert sind und von mehr als 2000 Fotografien und Illustrationen begleitet werden, erhalten die Leser dieses großformatigen Nachschlagewerkes nahezu das gesamte bekannte Wissen über die Weltmeere in einem Band. Beginnend mit der Einleitung, die sich in vier Abschnitte gliedert, werden zunächst die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Meere beleuchtet, bevor in einem nächsten Schritt auf die besonderen Eigenschaften des Wassers eingegangen wird. Der Bereich über die „Geologie der Ozeane“ beschäftigt sich wiederum mit dem Aufbau des Meeresgrunds und seinen Veränderungen im Laufe der Zeit, während der dritte Teilbereich über „Zirkulation und Klima“ auf die Interaktion von Ozean, Atmosphäre und den großen Strömungen eingeht. Der vierte Bereich des einführenden Kapitels widmet sich dagegen den „Wellen und Gezeiten“, wobei sich hier intensiver mit den Bewegungen des Wasser in kleinerem Maßstab befasst wird. Neben der Entstehung der Erde und der Ozeane, deren Evolution sowie die Plattentektonik, wird in dem einführenden Kapitel auch auf die Windsysteme, Oberflächenströme, die Meeresverschmutzung, den globalen Wasserkreislauf sowie einige andere zentralen Aspekte der Meere als klimaregulierender Zentraleinheit eingegangen. Demgegenüber werden im zweiten Kapitel der Publikation über die marinen Lebensräume einige der auf der Erde existierenden Lebensräume der Meere vorgestellt. Unterteilt in einzelne Abschnitte widmet sich der erste Teilbereich den Küstenregionen und Stränden, bevor es in zunehmend tiefere Regionen geht. Hierzu zählen die Flachmeere, das offene Meer und schließlich der Meeresboden. Im Abschnitt über die Polarmeere, stehen zusätzlich die gefrorenen Gewässer an Nord- und Südpol im Mittelpunkt einer näheren Untersuchung, wobei hier, wie in jedem der anderen Abschnitte, die einzelnen Übersichtsseiten typische Eigenschaften und Bildungsprozesse der gerade vorgestellten Regionen beschreiben, während die unmittelbar auf ihnen folgenden Seiten geografisch geordnete Steckbriefe einzelner Meeresgebiete enthalten. Das dritte Kapitel, das sich thematisch mit dem Leben im Meer befasst, umfasst wiederum zwei Teile. Die „Einführung zum Leben im Meer“ behandelt die Ökologie und Geschichte des marinen Lebens sowie seine Systematik. Darauf folgt der deutlich längere Teil über die „Lebensvielfalt der Meere“. Dieser Abschnitt richtet sich nach der Systematik der Lebewesen und ist bei Pflanzen und Tieren weiter untergliedert worden. In jedem Fall folgen auf einen Überblick über die zur jeweiligen Gruppe gehörenden Organismen kurze Steckbriefe der verschiedenen Arten, wobei das Kapitel mit den kleinsten Lebensformen beginnt und mit den Säugetieren endet. Im vierte und letzte Kapitel steht wiederum die Geografie der Ozeane im Mittelpunkt einer näheren Betrachtung. Hier finden die Leser Karten der fünf größten Ozeane, wobei auf jede Karte Seiten folgen, denen sich Ausschnittskarten bestimmter Meeresbereiche entnehmen lassen. Alle Karten sind mit Daten erstellt worden, die sowohl von Satelliten- als auch mit Hilfe von Schiffsinstrumenten stammen. Weiterhin sind sie mit den Namen der einzelnen Meeresteile, denen der unterseeischen Rücken, Gräben und Seamounts sowie denen von besonderen Küstenbereiche beschriftet. Die Karten zeigen aber auch die jeweilige Meerestiefen und die Grenzen der einzelnen tektonischen Platten an. Ein umfangreicher Glossar sowie ein Sachregister, das auch einen Part über die Karten des vierten Kapitel enthält, runden das Nachschlagewerk schließlich ab.

Mit Blick auf die nicht enden wollende Fülle an Informationen, die reichhaltige Bebilderung sowie die nachweisbare Mühe, die von Seiten aller Beteiligten investiert wurde, um dieses Nachschlagewerk entstehen zu lassen, dürfte die im Dorling Kindersley Verlag erschienene Bild-Enzyklopädie „Ozeane“ mit Sicherheit zu den beeindruckendsten Publikationen ihrer Art über den Themenbereich der Meere auf dem deutschen Literaturmarkt sein. Auch wenn der Preis von 59,95 Euro auf den ersten Blick sehr hoch erscheinen mag, sollte dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Publikation den Eindruck eines wissenschaftlich fundierten Standardwerks erweckt, das als Einstiegs- und Nachschlagewerk über die Ozeane von jungen und fortgeschrittenen Lesern gleichermaßen herangezogen werden kann und von seinem Inhalt her vorerst nicht an Aktualität verlieren dürfte.

geschrieben am 15.09.2023 | 1090 Wörter | 6682 Zeichen

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