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Daredevil Megaband, Bd. 1: In den StraÃźen von San Francisco


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Rezension von

Frank Drehmel

In den Straßen von San Francisco Seit Daredevil 1964 von Stan Lee und Bill Everett kreiert wurde, durchlebten Held und Serie zahlreiche Höhen und Tiefen, standen in der Publikums-Gunst mal weit oben und mal weit unten. Dafür, dass Daredevil momentan den Serien-Zeitgeist trifft, spricht nicht nur der Erfolg der von Netflix veröffentlichten TV-Show, sondern auch die positive Reaktion auf die 2014 gestartet neue Comic-Reihe, deren ersten 12 Ausgaben im vorliegenden Sammelband veröffentlicht werden. Autor Mark Waid knüpft an die Ereignisse an, die den blinden Anwalt Matt Murdock dazu zwangen, seine Daredevil-Identität gegenüber der Öffentlichkeit zu enthüllen. Nachdem der Entschluss gereift ist, New York den Rücken zu kehren, machen sich Matt und Kirsten McDuffie auf gen San Francisco, um sich hier eine neue Existenz aufzubauen. Doch schon der Weg in den kalifornischen Traum nimmt alptraumhafte Züge an, als Matt noch im Flugzeug einem Formwandler auf die Schliche kommt, einem künstlichen Wesen – einem Super-Adaptoid -, erschaffen vom (Mad) Thinker, einem Wesen, das von seinem Schöpfer verraten wurde und das nun nach Vergeltung, aber auch nach Menschlichkeit sucht, das aber trotz seines tragischen Schicksals nicht weniger gefährlich ist. In San Francisco läuft die Eröffnung der gemeinsamen Kanzlei auch nicht rund: zunächst muss Daredevil ein Kind aus den Klauen skrupelloser Verbrecher befreien und dann erkennen, dass einer alter Bekannter, Leland „Owl“ Owlsley, seine Fänge innerhalb der kalifornischen Unterwelt wetzt. Allerdings ist Matt nicht der einzige, der Owl zur Strecke bringen will: mit Max Coleridge alias Shroud hat er einen Verbündeten an seiner Seite, der so blind und furchtlos wie er selbst ist, der jedoch ein weniger zart besaitetes Vorgehen gegen Verbrecher bevorzugt und der psychisch äußerst labil erscheint. Und Owlsley ist nicht der einzige alte Bekannte, der die Straßen von San Francisco unsicher macht. Zebediah „Purple Man“ Killgrave bringt mit fünf Kindern, die gemeinsam über außergewöhnliche Kräfte verfügen und die sich Killgraves Kontrolle entziehen, eine unheimliche und tödliche Gefahr über die Stadt. Obwohl sich im Laufe der Jahrzehnte das Who's Who amerikanischer und britischer Comic-Schaffender die Serien-Klinke in die Hand gab und Daredevil zahlreiche Awards einheimsen konnte, schenkte ich dieser Figur bisher kaum Aufmerksamkeit. Das wird sich ab dem vorliegenden Megaband ändern: schon die Eröffnungsgeschichte, die New York mit San Francisco verbindet, nimmt den Leser durch pointierte, z.T. witzige Dialoge, Spannung,Tragik und durch ein gefälliges, klares Mainstream-Artwork für sich ein. Auch im Folgenden überzeugt zumindest der erzählerische Teil durch eine ausgewogene Mischung aus Action, Figurenpsychologie, Humor und – im Killraven-Arc – Horror à la „Das Dorf der Verdammten“, sodass man darüber hinwegsehen kann, dass die aufgefahrenen Gegenspieler – euphemistisch ausgedrückt – nicht zur allerneusten Generation gehören. Anders als die Storys weist das Artwork Chris Samnees in Zeichnungen und Tusche zuweilen Schwächen dahingehend auf, dass es „toonhaft“ und deutlich (zu) simpel wirkt. Durch die Bank gelungen ist allerdings die Visualisierung der speziellen Wahrnehmungsebenen Dardevils (und Shrouds) in Folge der besonderen Fähigkeiten: die Umgebung wird immer wieder in einer Art Echolot-Silhouetten gezeichnet, Lautworte bzw. . Fazit: Eine unterhaltsame Mischung aus Action, Humor, Charaktermomenten und einer Prise Horror. Ein gelungener Neubeginn! Trotz des nicht in Gänze überzeugenden Artworks empfehlenswert!

Seit Daredevil 1964 von Stan Lee und Bill Everett kreiert wurde, durchlebten Held und Serie zahlreiche Höhen und Tiefen, standen in der Publikums-Gunst mal weit oben und mal weit unten. Dafür, dass Daredevil momentan den Serien-Zeitgeist trifft, spricht nicht nur der Erfolg der von Netflix veröffentlichten TV-Show, sondern auch die positive Reaktion auf die 2014 gestartet neue Comic-Reihe, deren ersten 12 Ausgaben im vorliegenden Sammelband veröffentlicht werden.

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Autor Mark Waid knüpft an die Ereignisse an, die den blinden Anwalt Matt Murdock dazu zwangen, seine Daredevil-Identität gegenüber der Öffentlichkeit zu enthüllen. Nachdem der Entschluss gereift ist, New York den Rücken zu kehren, machen sich Matt und Kirsten McDuffie auf gen San Francisco, um sich hier eine neue Existenz aufzubauen. Doch schon der Weg in den kalifornischen Traum nimmt alptraumhafte Züge an, als Matt noch im Flugzeug einem Formwandler auf die Schliche kommt, einem künstlichen Wesen – einem Super-Adaptoid -, erschaffen vom (Mad) Thinker, einem Wesen, das von seinem Schöpfer verraten wurde und das nun nach Vergeltung, aber auch nach Menschlichkeit sucht, das aber trotz seines tragischen Schicksals nicht weniger gefährlich ist.

In San Francisco läuft die Eröffnung der gemeinsamen Kanzlei auch nicht rund: zunächst muss Daredevil ein Kind aus den Klauen skrupelloser Verbrecher befreien und dann erkennen, dass einer alter Bekannter, Leland „Owl“ Owlsley, seine Fänge innerhalb der kalifornischen Unterwelt wetzt. Allerdings ist Matt nicht der einzige, der Owl zur Strecke bringen will: mit Max Coleridge alias Shroud hat er einen Verbündeten an seiner Seite, der so blind und furchtlos wie er selbst ist, der jedoch ein weniger zart besaitetes Vorgehen gegen Verbrecher bevorzugt und der psychisch äußerst labil erscheint.

Und Owlsley ist nicht der einzige alte Bekannte, der die Straßen von San Francisco unsicher macht. Zebediah „Purple Man“ Killgrave bringt mit fünf Kindern, die gemeinsam über außergewöhnliche Kräfte verfügen und die sich Killgraves Kontrolle entziehen, eine unheimliche und tödliche Gefahr über die Stadt.

Obwohl sich im Laufe der Jahrzehnte das Who's Who amerikanischer und britischer Comic-Schaffender die Serien-Klinke in die Hand gab und Daredevil zahlreiche Awards einheimsen konnte, schenkte ich dieser Figur bisher kaum Aufmerksamkeit. Das wird sich ab dem vorliegenden Megaband ändern: schon die Eröffnungsgeschichte, die New York mit San Francisco verbindet, nimmt den Leser durch pointierte, z.T. witzige Dialoge, Spannung,Tragik und durch ein gefälliges, klares Mainstream-Artwork für sich ein. Auch im Folgenden überzeugt zumindest der erzählerische Teil durch eine ausgewogene Mischung aus Action, Figurenpsychologie, Humor und – im Killraven-Arc – Horror à la „Das Dorf der Verdammten“, sodass man darüber hinwegsehen kann, dass die aufgefahrenen Gegenspieler – euphemistisch ausgedrückt – nicht zur allerneusten Generation gehören.

Anders als die Storys weist das Artwork Chris Samnees in Zeichnungen und Tusche zuweilen Schwächen dahingehend auf, dass es „toonhaft“ und deutlich (zu) simpel wirkt. Durch die Bank gelungen ist allerdings die Visualisierung der speziellen Wahrnehmungsebenen Dardevils (und Shrouds) in Folge der besonderen Fähigkeiten: die Umgebung wird immer wieder in einer Art Echolot-Silhouetten gezeichnet, Lautworte bzw. .

Fazit: Eine unterhaltsame Mischung aus Action, Humor, Charaktermomenten und einer Prise Horror. Ein gelungener Neubeginn! Trotz des nicht in Gänze überzeugenden Artworks empfehlenswert!

geschrieben am 23.08.2015 | 505 Wörter | 3125 Zeichen

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