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Conan, Bd. 18: Die scharlachrote Zitadelle


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Rezension von

Frank Drehmel

Die scharlachrote Zitadelle Ein alter König – Conan – sitzt auf seinem Thron in seiner aquilonischen Sommerresidenz und lässt den Chronisten Pramis an längst vergangenen Abenteuern teilhaben: nachdem Conan und sein Heer von seinem alten Feind Strabonus von Koth in eine Falle gelockt und vernichtend geschlagen wurden, steht der Cimmerier als einziger Überlebender des ehedem 5000 Mann starken Heeres Auge in Auge dem Zauber Tsotha-Lanti, ein Anhänger des Gottes Set, gegenüber. Dem verschlagenen, bösartigen Kultisten gelingt es, Conan zu vergiften, ihn so lebend in seine Hände zu bekommen und ihn als Gefangenen in die scharlachrote Zitadelle zu verschleppen. Hier offeriert Tsotha dem Barbaren einen Handel: falls er als König Aquilonias abdankt, erhält er nicht nur seine Freiheit, sondern auch eine großzügige finanzielle Kompensation. Die Ehre gebietet Conan jedoch, das Angebot auszuschlagen, sodass er sich kurz darauf angekettet in den düsteren Katakomben unter der Zitadelle wiederfindet, wo ihm das monströse Haustier des Zauberers den Garaus machen soll. Doch Conan gelingt es, sich von den Ketten zu befreien. Während er durch die düsteren Gänge irrt, kreuzen allerlei blasphemische Kreaturen Conans Weg, bis er schließlich auf Pelias den Zauber trifft, der sich in den Klauen eines grausamen Wesen seit über 10 Jahren in ununterbrochener Folter windet. Der Cimmerier befreit den Mann, nur um sich schon bald zu fragen, ob das nicht ein Fehler gewesen ist, denn auch von Pelias scheint eine Bedrohung auszugehen. Dennoch nimmt Conan die Hilfe des Zauberers an, um eine Invasion Aquilonias durch Tsothas Heer zu verhindern. In einer zweiten, deutlich kürzeren Story, „Die Juwelen Hesterm“ geht der Cimmerier einmal mehr seiner Profession als Dieb nach und muss seine Kräfte mit allerlei magischen Monstern messen. Während die zweite Geschichte inhaltlich nicht der Rede wert und künstlerisch nicht einmal Mittelmaß ist – weshalb sie auch vollkommen vernachlässigt werden darf -, stellt Trumans und Giorellos Adaption der R.E.Howard-Shortstory „The Scarlet Citadel“ in jeder Hinsicht ein „Sword & Sorcery“-Highlight dar. Tomás Giorellos Maßstäbe setzendes Artwork kann sich nicht nur mit den ausdrucksstarken Zeichnungen eines John Buscema messen, sondern ist naturgemäß in der gesamten Seitenkonzeption und Bildanlage sehr viel moderner. Problemlos findet der Künstler – unterstützt durch die kräftige Koloration Villarrubias – in seinem zwischen Skizzenhaftigkeit und Detailverliebtheit schwankendem Duktus eine exakt austarierte Mischung aus exotischer Opulenz, Düsternis und barbarischer Härte, wobei nach wie vor das Fehlen von reinem Schwarz – selbst in den Verschattungen - den Bildern ein surreale, phantastische Aura verleiht. Absolut großartig in diesem visuell ohnehin schon aufregenden Bilderreigen ist die grafische Konzeption der Monstrositäten, die direkt der Gedankenwelt eines H.P. Lovecraft entsprungen sein könnten. Die düstere Story selbst bietet zwar abgesehen von der Eloquenz und Geschwätzigkeit Conans wenig „Sword & Sorcery“-Überraschungen, ist aber stringent umgesetzt und wartet mit markanten, interessanten Figuren auf. Fazit: Eine unterhaltsame, düstere Mainstory, die zwar erzählerisch wenig Überraschendes bietet, die jedoch mit einem so grandiosen Artwork aufwartet, dass dieser Sammelband trotz des Zweitstory-Wurmfortsatzes das bisherige Highlight der Reihe darstellt.

Ein alter König – Conan – sitzt auf seinem Thron in seiner aquilonischen Sommerresidenz und lässt den Chronisten Pramis an längst vergangenen Abenteuern teilhaben: nachdem Conan und sein Heer von seinem alten Feind Strabonus von Koth in eine Falle gelockt und vernichtend geschlagen wurden, steht der Cimmerier als einziger Überlebender des ehedem 5000 Mann starken Heeres Auge in Auge dem Zauber Tsotha-Lanti, ein Anhänger des Gottes Set, gegenüber.

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Dem verschlagenen, bösartigen Kultisten gelingt es, Conan zu vergiften, ihn so lebend in seine Hände zu bekommen und ihn als Gefangenen in die scharlachrote Zitadelle zu verschleppen. Hier offeriert Tsotha dem Barbaren einen Handel: falls er als König Aquilonias abdankt, erhält er nicht nur seine Freiheit, sondern auch eine großzügige finanzielle Kompensation. Die Ehre gebietet Conan jedoch, das Angebot auszuschlagen, sodass er sich kurz darauf angekettet in den düsteren Katakomben unter der Zitadelle wiederfindet, wo ihm das monströse Haustier des Zauberers den Garaus machen soll. Doch Conan gelingt es, sich von den Ketten zu befreien.

Während er durch die düsteren Gänge irrt, kreuzen allerlei blasphemische Kreaturen Conans Weg, bis er schließlich auf Pelias den Zauber trifft, der sich in den Klauen eines grausamen Wesen seit über 10 Jahren in ununterbrochener Folter windet. Der Cimmerier befreit den Mann, nur um sich schon bald zu fragen, ob das nicht ein Fehler gewesen ist, denn auch von Pelias scheint eine Bedrohung auszugehen. Dennoch nimmt Conan die Hilfe des Zauberers an, um eine Invasion Aquilonias durch Tsothas Heer zu verhindern.

In einer zweiten, deutlich kürzeren Story, „Die Juwelen Hesterm“ geht der Cimmerier einmal mehr seiner Profession als Dieb nach und muss seine Kräfte mit allerlei magischen Monstern messen.

Während die zweite Geschichte inhaltlich nicht der Rede wert und künstlerisch nicht einmal Mittelmaß ist – weshalb sie auch vollkommen vernachlässigt werden darf -, stellt Trumans und Giorellos Adaption der R.E.Howard-Shortstory „The Scarlet Citadel“ in jeder Hinsicht ein „Sword & Sorcery“-Highlight dar.

Tomás Giorellos Maßstäbe setzendes Artwork kann sich nicht nur mit den ausdrucksstarken Zeichnungen eines John Buscema messen, sondern ist naturgemäß in der gesamten Seitenkonzeption und Bildanlage sehr viel moderner. Problemlos findet der Künstler – unterstützt durch die kräftige Koloration Villarrubias – in seinem zwischen Skizzenhaftigkeit und Detailverliebtheit schwankendem Duktus eine exakt austarierte Mischung aus exotischer Opulenz, Düsternis und barbarischer Härte, wobei nach wie vor das Fehlen von reinem Schwarz – selbst in den Verschattungen - den Bildern ein surreale, phantastische Aura verleiht. Absolut großartig in diesem visuell ohnehin schon aufregenden Bilderreigen ist die grafische Konzeption der Monstrositäten, die direkt der Gedankenwelt eines H.P. Lovecraft entsprungen sein könnten.

Die düstere Story selbst bietet zwar abgesehen von der Eloquenz und Geschwätzigkeit Conans wenig „Sword & Sorcery“-Überraschungen, ist aber stringent umgesetzt und wartet mit markanten, interessanten Figuren auf.

Fazit: Eine unterhaltsame, düstere Mainstory, die zwar erzählerisch wenig Überraschendes bietet, die jedoch mit einem so grandiosen Artwork aufwartet, dass dieser Sammelband trotz des Zweitstory-Wurmfortsatzes das bisherige Highlight der Reihe darstellt.

geschrieben am 29.01.2013 | 476 Wörter | 2979 Zeichen

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