Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Bomb Queen, Bd. 1: Sex Bombe


Statistiken
  • 3769 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Buchreihe
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Frank Drehmel

Sex Bombe Bomb Queen ist die unumschrĂ€nkte böse Herrscherin der verdorbenen Stadt New Port City. Sie mordet aus Spaß, plĂŒndert, stiehlt und zieht nach Belieben an den FĂ€den einer Marionette namens Hilton, seines Zeichens weichlicher, weinerlicher BĂŒrgermeister und offizieller ReprĂ€sentant der Stadt; ein Mann der seine Wahl alleine des Geldes und des guten Willens der Schurkin verdankt. Just zu der Zeit, als Neuwahlen vor der TĂŒr stehen, fĂŒhlt sich der Gegenkandidat Hiltons, ein charmanter Saubermann mit Namen Robert Woods, berufen, die Stadt von Bomb Queen zu erlösen und einer friedlichen prosperierenden Zukunft entgegen zu fĂŒhren. Da er selbst nicht mit SuperkrĂ€ften gesegnet ist, sieht er sich gezwungen, Hilfe von außerhalb anzuheuern. Und so taucht kurze Zeit spĂ€ter ein Typ namens Ace Justice in New Port City auf, der nicht nur der irren Mördern den Krieg erklĂ€rt, sondern der auch ĂŒber ein so einnehmendes Wesen verfĂŒgt, dass Teile der Bevölkerung bald hinter ihm stehen. Zwar gelingt es BQ diesen Helden zu erledigen, aber die Saat des Aufruhrs ist in ihrer Stadt gesĂ€t. Und als sei das nicht genug, steht plötzlich der nĂ€chste Held auf der Matte, bei dem alles eine Nummer grĂ¶ĂŸer ist: Public Power. In einem kurzen Vorwort zu diesem Tradepaperback schlĂ€gt uns Autor Robinson vor, Bomb Queen als Satire, politischen Schlendrian, 90er-Jahre-Sex-Bomben-Kram oder einfach als irgendwie befriedigend anzusehen. Sicherlich kann man mit viel gutem Willen BQ als Satire bezeichnen; das Problem dabei ist: es ist weder eine sonderlich intelligente Satire, noch eine unterhaltsame. Brachial-Klamauk, unlustige Zoten, das Zelebrieren von Gewalt und eine Protagonistin, die so sympathisch, eloquent, cool und witzig daher kommt wie Usāma ibn Muhammad ibn Awad ibn Lādin, werfen in der Tat ein ums andere Mal die Frage auf, welche MissstĂ€nde denn nun genau im Fokus des Autors stehen. Möglicherweise ist es ja wirklich der politische Schlendrian, der ihm unruhige NĂ€chte bereitet. Aber mal ehrlich, allgemein und ohne Namensnennung die Korrumpierbarkeit von Politkern anzusprangern, bedeutet nicht nur, Eulen nach Athen zu tragen, sondern ist schon seit der Antike kein sonderlich origineller Satire-AufhĂ€nger mehr. Immerhin stimmt die Aussage bzgl. des 90er-Jahre-Sex-Bomben-Krams, 
 solange wir das Jahr 1890 als Maßstab im Auge haben und solange man eine pubertĂ€r-peinliche Nippel-Schau fĂŒr sexy hĂ€lt. So einfalls- und pointenlos die Story, so dröge das glatte Artwork, das selbst in den Action-Szenen einen statischen Eindruck hinterlĂ€sst. Kurz und gut: eine HĂ€morrhoiden-Verödung ist deutlich befriedigender als Story und Grafik diese Sammelbandes. Fazit: Wer witzige, originelle und in weiten Teilen intelligente (Super-Helden-)Satire lesen will, soll sich lieber Ennis' "Boys" oder "Preacher" zu GemĂŒte fĂŒhren, als Robinsons blutleere, langweilige DĂŒnnbrettbohrer-Nippelschau-Story.

Bomb Queen ist die unumschrĂ€nkte böse Herrscherin der verdorbenen Stadt New Port City. Sie mordet aus Spaß, plĂŒndert, stiehlt und zieht nach Belieben an den FĂ€den einer Marionette namens Hilton, seines Zeichens weichlicher, weinerlicher BĂŒrgermeister und offizieller ReprĂ€sentant der Stadt; ein Mann der seine Wahl alleine des Geldes und des guten Willens der Schurkin verdankt.

weitere Rezensionen von Frank Drehmel

#
rezensiert seit
Buchtitel
1
18.02.2018
4
18.02.2018
5
18.02.2018

Just zu der Zeit, als Neuwahlen vor der TĂŒr stehen, fĂŒhlt sich der Gegenkandidat Hiltons, ein charmanter Saubermann mit Namen Robert Woods, berufen, die Stadt von Bomb Queen zu erlösen und einer friedlichen prosperierenden Zukunft entgegen zu fĂŒhren. Da er selbst nicht mit SuperkrĂ€ften gesegnet ist, sieht er sich gezwungen, Hilfe von außerhalb anzuheuern.

Und so taucht kurze Zeit spĂ€ter ein Typ namens Ace Justice in New Port City auf, der nicht nur der irren Mördern den Krieg erklĂ€rt, sondern der auch ĂŒber ein so einnehmendes Wesen verfĂŒgt, dass Teile der Bevölkerung bald hinter ihm stehen. Zwar gelingt es BQ diesen Helden zu erledigen, aber die Saat des Aufruhrs ist in ihrer Stadt gesĂ€t. Und als sei das nicht genug, steht plötzlich der nĂ€chste Held auf der Matte, bei dem alles eine Nummer grĂ¶ĂŸer ist: Public Power.

In einem kurzen Vorwort zu diesem Tradepaperback schlĂ€gt uns Autor Robinson vor, Bomb Queen als Satire, politischen Schlendrian, 90er-Jahre-Sex-Bomben-Kram oder einfach als irgendwie befriedigend anzusehen. Sicherlich kann man mit viel gutem Willen BQ als Satire bezeichnen; das Problem dabei ist: es ist weder eine sonderlich intelligente Satire, noch eine unterhaltsame. Brachial-Klamauk, unlustige Zoten, das Zelebrieren von Gewalt und eine Protagonistin, die so sympathisch, eloquent, cool und witzig daher kommt wie Usāma ibn Muhammad ibn Awad ibn Lādin, werfen in der Tat ein ums andere Mal die Frage auf, welche MissstĂ€nde denn nun genau im Fokus des Autors stehen. Möglicherweise ist es ja wirklich der politische Schlendrian, der ihm unruhige NĂ€chte bereitet. Aber mal ehrlich, allgemein und ohne Namensnennung die Korrumpierbarkeit von Politkern anzusprangern, bedeutet nicht nur, Eulen nach Athen zu tragen, sondern ist schon seit der Antike kein sonderlich origineller Satire-AufhĂ€nger mehr.

Immerhin stimmt die Aussage bzgl. des 90er-Jahre-Sex-Bomben-Krams, 
 solange wir das Jahr 1890 als Maßstab im Auge haben und solange man eine pubertĂ€r-peinliche Nippel-Schau fĂŒr sexy hĂ€lt.

So einfalls- und pointenlos die Story, so dröge das glatte Artwork, das selbst in den Action-Szenen einen statischen Eindruck hinterlÀsst. Kurz und gut: eine HÀmorrhoiden-Verödung ist deutlich befriedigender als Story und Grafik diese Sammelbandes.

Fazit: Wer witzige, originelle und in weiten Teilen intelligente (Super-Helden-)Satire lesen will, soll sich lieber Ennis' "Boys" oder "Preacher" zu GemĂŒte fĂŒhren, als Robinsons blutleere, langweilige DĂŒnnbrettbohrer-Nippelschau-Story.

geschrieben am 08.04.2011 | 422 Wörter | 2514 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (1)

Platz für Anregungen und Ergänzungen